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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Ein ISP weniger: Nach dem Ende von Intercage geht Spam um 8 Prozent zurück Ruhe vor dem Weihnachts-Spam-Sturm - Ein Drittel aller Zugriffe auf unangemessene Web-Inhalte erfolgt in der Mittagspause (
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"Web-Betrüger haben Adressen innerhalb des Intercage-Netzwerks für so genannte Command-and-Control-Server genutzt, um komplette Botnets zu steuern und zu überwachen", erläutert Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs, und fügt hinzu: "Gegen Ende September wurden diese Infrastrukturen aus manipulierten Zombie-Rechnern nun endlich zum Erliegen gebracht, und infolgedessen hat sich die Spam-Belastung unmittelbar deutlich abgeschwächt. Doch wir dürfen nicht damit rechnen, dass diese Tendenz lange anhalten wird. Diese Zeit des Jahres ist traditionell für eine verschärfte Spam-Aktivität berühmt-berüchtigt. Schließlich rüstet sich jetzt auch die Spammer-Szene für ihr Weihnachtsgeschäft." Fragwürdige Abwechslung in der Mittagspause Für den September offenbarte die Auswertung des
URL-Filter-Dienstes von MessageLabs, dass immer mehr Unternehmen ihren
Mitarbeitern werktags den Zugriff auf unangemessene Internet-Präsenzen wie
etwa Porno-Seiten verwehren. Die meisten von Geschäftskunden hinterlegten
Sicherheitsrichtlinien und -vorgaben sehen vor, solche Inhalte zwischen 7 und
"Im September entfielen 1,7 Prozent aller abgefangenen Internet-Inhalte auf Porno-Seiten und andere nicht jugendfreie Websites", berichtet Mark Sunner und ergänzt: "Unternehmen haben die Gefahren einer unbeschränkten Web-Nutzung nun offenbar verstanden und verinnerlicht. Immer häufiger werden Services in Anspruch genommen, welche Unternehmen einerseits vor den Gefahren aus dem Web schützen und andererseits die Produktivität der Mitarbeiter und die Einhaltung vernünftiger Richtlinien gewährleisten." Weitere Ergebnisse im
Überblick: · Web-Sicherheit: Die Analyse der Websicherheits-Aktivitäten ergibt, dass es sich bei 45,9 Prozent der gesamten im September 2008 abgefangenen und via Internet verbreiteten Malware um neue Angriffe gehandelt hat. Weiterhin konnte MessageLabs im Berichtsmonat durchschnittlich 3.600 neue Websites aufspüren, auf denen Viren, Trojaner oder andere möglicherweise unerwünschte Programme etwa in Form von Spyware und Adware hinterlegt waren. Das sind 22,8 Prozentpunkte mehr als noch im Monat zuvor. · Spam: Der Anteil von Spam-Nachrichten am weltweiten, an gültige Empfänger adressierten E-Mail-Verkehr aus neuen oder bisher unbekannten Quellen belief sich im September 2008 auf 70,1 Prozent (oder 1 von 1,43 E-Mails). Gegenüber August ergibt sich daraus ein Rückgang um 8,1 Prozentpunkte. Die Spam-Quote für das dritte Quartal 2008 lag um 1,1 Prozentpunkte unter der des zweiten Quartals, aber auf dem gleichen Niveau wie in den letzten drei Monaten des Jahres 2007. · Viren: 0,76 Prozent oder 1 zu 131,7 betrug im September 2008 der Anteil virenverseuchter Nachrichten am gesamten E-Mail-Verkehr, der an gültige Empfänger adressiert war und aus unseriösen Quellen neuer oder bis dato unbekannter Art stammte. Das bedeutet einen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte gegenüber August. Von allen via E-Mail verbreiteten Schadprogrammen beruhten im September 6,3 Prozent auf eingebetteten Links, die auf gefährliche Websites verwiesen - ein Minus von 11,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat. Die Viren-Quote des dritten Quartals 2008 war die höchste seit dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und erreichte ungefähr die Werte des dritten Quartals 2006. · Phishing: Die Belastung des E-Mail-Verkehrs mit Phishing-Angriffen ist im September 2008 um 0,16 Prozentpunkte auf 0,35 Prozent gestiegen. Hinter einer von 288,1 Nachrichten verbarg sich der Versuch, persönliche Authentisierungsdaten auszuspionieren. Gemessen als Anteil an allen per E-Mail verbreiteten Gefahren wie Viren und Trojanern, die MessageLabs abgefangen hat, war die Häufigkeit solcher Angriffe jedoch rückläufig: 45,7 Prozent bedeuten ein Minus von 29 Prozentpunkten gegenüber August. Die Phishing-Quote des dritten Quartals 2008 fiel so gering aus wie seit dem zweiten Quartal 2006 nicht mehr. Seit Beginn dieses Jahres waren drastische Rückgänge diesbezüglicher Aktivitäten zu beobachten. Die wichtigsten Ländertrends: · Mit einem Anstieg der Spam-Quote um 13,2 Prozentpunkte auf 79,6 Prozent setzte sich Hongkong wieder an die Spitze jener Länder, die weltweit am meisten unter solchen unerwünschten Werbe-Mails zu leiden haben. Viele andere Volkswirtschaften sahen sich im September jedoch mit einer rückläufigen Spam-Belastung konfrontiert. Das galt zum Beispiel für den Oman mit einem im Berichtsmonat konkurrenzlosen Minus von 16,7 Prozentpunkten. · In Großbritannien belief sich die Spam-Quote im Berichtsmonat auf 66 Prozent, in Kanada auf 68,4 Prozent und in den USA auf 72,4 Prozent. In Deutschland erreichte sie einen Wert von 65,4 Prozent und in den Niederlanden von 66,1 Prozent. In Australien entfielen im August 72,6 Prozent der eingehenden E-Mails auf Spam, in China waren es 75,2 Prozent und in Japan 70,6 Prozent. · Mit Ausnahme von Kanada, das einen Anstieg der Viren-Quote um 0,31 Prozentpunkte auf 1 zu 81,9 zu verkraften hatte, ging in allen Ländern der Anteil verseuchter Nachrichten am E-Mail-Verkehr zurück. Die signifikanteste Entlastung erlebte Italien mit einem Minus von 2,51 Prozentpunkten. · In den USA betrug der Anteil virenbelasteter Mails 1 zu 157,3, in Großbritannien waren es 1 zu 114,1 und in Deutschland 1 zu 121,4. In Australien belief sich der entsprechende Wert auf 1 zu 200,0, und in Japan war 1 von 239,5 Mails verseucht. Die wichtigsten
Branchentrends: · Ein Anstieg der Spam-Quote um 1,07 Prozentpunkte auf 78,7 Prozent machte das verarbeitende Gewerbe im September zu dem Wirtschaftszweig, der am stärksten unter unerwünschten Werbe-Mails zu leiden hatte. Die deutlichste Zunahme der Belastung hatten derweil die Immobilienmakler zu verkraften, deren Spam-Quote um 4,09 Prozentpunkte auf 71,7 Prozent zulegte. · Den deutlichsten Rückgang der Spam-Quote ergaben die Analysen von MessageLabs mit einem Minus von 14,66 Prozentpunkten auf nunmehr 68,9 Prozent für die Unternehmen der Automobilindustrie. · Die Chemie- und Pharma-Industrie erreichte im September eine Spam-Quote von 71,6 Prozent, im Einzelhandel belief sich dieser Wert auf 72,5 Prozent, bei Behörden waren es 70,1 Prozent und bei Finanzdienstleistern 65,0 Prozent. · In fast allen Wirtschaftszweigen ging im Berichtsmonat die Belastung des E-Mail-Verkehrs mit Schadprogrammen zurück. Die beiden einzigen Ausnahmen waren die gemeinnützigen Organisationen mit einem Plus von 0,07 Prozentpunkten und die Immobilienmakler, die nach einer Zunahme der Viren-Quote um 0,14 Prozentpunkte nun die Branche darstellen, die derzeit am stärksten unter schadprogrammverseuchten Mails zu leiden hat. · Bei IT-Dienstleistern belief sich die Viren-Quote im September auf 1 von 134,3, bei Einzelhandelsunternehmen enthielt 1 von 152 eingehenden E-Mails ein Schadprogramm, und bei Finanzdienstleistern betrug dieser Anteil 1 zu 244,1. (MessageLabs: ra) |
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