Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Obama-Spam-Welle: Trojaner statt Video

60 Prozent aller Spam-Mails mit angeblichen Neuigkeiten zum künftigen US-Präsidenten Barack Obama und verlinken auf infizierte Websites

(10.11.08) - Die IT-Sicherheits-Experten von Sophos warnen vor einer neuen Cyberattacke, bei der kriminelle Spammer aktuelle Informationen über den designierten US-Präsidenten Barack Obama versprechen. Klicken Computeranwender auf den in den Spam-Mails angegebenen Weblink, gelangen sie auf eine Website, auf der man aufgefordert wird, den Adobe Flash Player 9 herunter zu laden.

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Auf diesem Weg bekommt der ahnungslose User allerdings nicht das versprochene Video zu Barack Obama zu sehen - stattdessen installiert sich heimlich der Trojaner Mal/Behav-027 auf dem Rechner. Der auf Rootkit-Technologie basierende Schädling ist unter anderem darauf programmiert, auf den infizierten Rechnern Informationen zu stehlen, Tastatureingaben der Anwender aufzu-zeichnen und Passwörter auszuspionieren, welche dann an einen in der Ukraine gehosteten Webserver gesendet werden.

Die Spam-Mails mit der Absenderadresse "news@president.com" sind seit 5. November in Umlauf und machten innerhalb der ersten 24 Stunden rund 60 Prozent aller weltweit verbreiteten schäd-lichen Spam-Mails aus.

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos, sagte: "Bei keiner anderen Wahl spielten neue Medien eine derart große Rolle wie beim Wahlkampf um die US-Präsidentschaft: Internet, Weblogs und soziale Netzwerke und selbst SMS wurden von den Kandidaten gezielt dazu genutzt, um Informationen zu veröffentlichen und die Sympathien der amerikanischen Bürger für sich zu gewinnen. Erhalten Internet-User nun E-Mails mit vermeintlichen Neuigkeiten zu Barack Obama, ist das Risiko daher besonders groß, dass sie erstmal keine Gefahr darin sehen und auf die gefähr-lichen Links klicken." (Sophos: ra)

 

 

 

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