Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Anteil an nicht englischsprachigen Spam-Attacken nimmt immer mehr zu

Spammer nutzen vermehrt Übersetzungs-Tools für mehrsprachige Attacken

(07.08.09) - Spam wird zunehmend mehrsprachig. Das hat Symantec in ihrem aktuellen "MessageLabs Intelligence Report" (MLI) herausgefunden. Wichtige Erkenntnis des Reports: Spammer nutzen mehr und mehr automatische Online-Übersetzungsdienste, um ihre Nachrichten in möglichst vielen Sprachen zu verschicken.

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Während sich die Spam-Rate weltweit weiterhin auf einem Zwei-Jahres-Hoch von rund 90 Prozent hält, erleben einige Länder derzeit einen Anstieg unerwünschter E-Mails von bis zu 95 Prozent. Zu den Spitzenreitern zählen neben Deutschland auch Frankreich und die Niederlande.

Diese enorme Steigerung in nicht englischsprachigen Ländern führt Symantec auch auf die Nutzung von Internetübersetzungs-Tools zurück. Spammer können so die Inhalte ihrer Nachrichten ohne großen Aufwand an verschiedene Regionen anpassen. Dadurch ist hierzulande der Anteil an deutsprachigen Mails auf 46 Prozent am gesamten Spam-Aufkommen gewachsen.

In anderen Ländern wird sogar bereits eine noch größere Anzahl an Spam-Attacken in der Landessprache verbreitet: Neben Frankreich mit 53 Prozent führen China mit 54,7 Prozent und vor allem Japan mit 62,3 Prozent die Liste von Ländern mit lokalisierten Spam-Mails an. Lediglich die Niederlande stehen noch ein wenig besser da: Hier wird erst ein Viertel der Mails in übersetzter Form verbreitet.

"Wieder einmal greifen die Spammer in die 'Werkzeugkiste Internet' und verfeinern so ihre Taktik. Durch Übersetzungsdienste sind sie in der Lage, ihre Attacken in unterschiedlichen Sprachen zu verbreiten. Sie bedienen sich dabei den häufig noch sehr unausgereiften Online-Übersetzungstools, wodurch teils recht groteske Texte entstehen”, kommentiert Paul Wood, MessageLabs Intelligence Senior Analyst von Symantec. "Mittlerweile ist eine von 20 Spam-Nachrichten bereits in einer anderen Sprache als Englisch verfasst. Wir werden diese Entwicklung in den kommenden Monaten genau im Auge behalten, um sagen zu können, ob Spammer ihre globale Expansion weiter fortsetzen." (Symantec: ra)

 

 

 

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