Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Spam-Raten in Deutschland: Das Emsland liegt weit vorn

Im bundesweiten Schnitt liegt die Zahl der Spam-Nachrichten pro Nutzer und Tag bei 55

(29.09.09) - Die Sicherheitsexperten von Symantec haben eine Sonderausgabe ihres monatlich erscheinenden "MessageLabs Intelligence Reports" (MLI) veröffentlicht. Der beigefügte Report analysiert die Spam-Raten in Deutschland und liefert zudem erstmals eine Auswertung und einen Vergleich der besonders betroffenen Städte und Branchen. Dabei wird deutlich, dass sich nicht etwa Berlin, sondern Hamburg hinsichtlich der Anzahl an Werbemails als "Spam-Hauptstadt" Deutschlands bezeichnen darf. Die Hansestadt führt mit 90,5 Prozent die Liste der Städte mit der höchsten Spam-Rate an. Geschäftliche E-Mail-Nutzer erhalten dort im Schnitt 101 Spam-Nachrichten.

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Die Analyse ergab zudem, dass nicht zwangsläufig nur Millionenstädte und Wirtschaftszentren mit vielen ansässigen Großkonzernen unter einer Flut an unerwünschten E-Mails leiden. So finden sich unter den "Top 10" neben Städten wie Hamburg, Berlin, Köln oder München auch einige kleinere Orte. Dieser Trend ließ sich bei der von MessageLabs weltweit durchgeführten Analyse auch in andern Ländern beobachten. Regionen mit einer hohen Dichte an kleinen und mittleren Unter-nehmen führen häufig die Listen an, während in Metropolen, in denen die größten Konzerne beheimatet sind, oft am wenigsten Spam anfällt. Auch in Deutschland schafften es beispielsweise Stuttgart und Frankfurt auf die Plätze zwei und drei der Städte mit dem niedrigsten Spam-Anteil.

Den vollständigen Report mit weiteren Zahlen, der Liste mit den am meisten und wenigsten betroffenen Städten, einem Branchenvergleich und Tipps zur Bekämpfung von Spam finden Sie weiter unten.

Lokale Analyse:

·         Hamburg ist mit einer Spam-Rate von 95 Prozent die "Spam-Hauptstadt" Deutschlands. Durchschnittlich 101 Spam-Nachrichten täglich erhalten geschäftliche E-Mail-Nutzer aus der Hansestadt.

·         Im bundesweiten Schnitt liegt die Zahl der Spam-Nachrichten pro Nutzer und Tag bei 55.

·         Alle Städte in der Top 10 erreichen eine Spam-Rate von mehr als 90,5 Prozent. Schlusslicht Villingen-Schwennigen kommt immer noch auf einen Wert von 80,6 Prozent.

·         Egal ob Hamburg im Norden oder Kempten im Süden, Essen im Westen oder Berlin im Osten: Alle Regionen Deutschlands sind in den Top 5 vertreten.

·         Der allgemeine Dienstleistungssektor gehört zu den Branchen in Deutschland, die am meisten von Spam betroffen sind, gefolgt von der Marketing- und Medien-Branche. Auf den weiteren Plätzen folgen der Großhandel, IT sowie Freizeit & Tourismus. Das verhältnismäßig geringste Spam-Aufkommen findet sich bei Firmen aus den Bereichen Gesundheit, Mineral- und Brennstoffe, Chemie & Pharma, Verwaltung und dem Baugewerbe.

Globale Analyse:

·         Die Gegenden mit den höchsten Spam-Raten sind in der Regel auch diejenigen mit der höchsten Dichte an kleinen und mittleren Unternehmen. Umgekehrt sind in den am wenigsten von Spam betroffenen Orten einige der größten Firmen zu Hause.

·         Der weltweite Spam-Anteil beträgt 86,4 Prozent im September 2009. Allerdings erhalten deutsche Unternehmen davon einen mehr als redlichen Anteil: Hier erreicht das Spam-Level bis zu 94,3 Prozent.

·         Spammer bevorzugen bestimmte Berufssparten. Die Sektoren Maschinenbau und Erziehung sind mit mehr als 93 Prozent weltweit die beliebtesten Ziele.

·         Zwischen vier und sechs Millionen Computer weltweit sind von Cyberkriminellen kompromittiert worden, ohne dass die Nutzer davon wissen. Diese Rechner bilden jetzt Roboternetzwerke, so genannte Botnets, die von den Spammern kontrolliert werden. Damit werden mehr als 87 Prozent aller unverlangt verschickten E-Mails verbreitet, was rund 151 Milliarden Mails pro Tag entspricht.

"Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten belästigen Spammer Unternehmen weiterhin mit unerwünschten E-Mails und zwingen sie dazu, wertvolle Bandweite und Ressourcen aufzuwenden, um Spam zu bekämpfen", sagt Paul Wood, MessageLabs Intelligence Senior Analyst von Symantec. "Deutsche Firmen erhalten täglich mehr als 50 Spam-Nachrichten pro Nutzer, wobei das Spam-Aufkommen bei kleineren Unternehmen teilweise noch höher ist. E-Mail ist heute ein essenzieller Kommunikationskanal. Sichere und vertrauenswürdige E-Mails sind unumgänglich, denn sie können für den Geschäftserfolg entscheidend sein – unabhängig davon, wie groß ein Unternehmen ist oder wo es sich befindet."

Am meisten Spam:

Erstaunlich stark ist das sehr schwach besiedelte Emsland vertreten (Lingen und Meppen)

1.       Hamburg

2.       Berlin

3.       Kempten

4.       Essen

5.       Lingen

6.       Karlsruhe

7.       Meppen

8.       Köln

9.       Bochum

10.   München

Am wenigsten Spam:

1.   Villingen-Schwenningen

2.   Stuttgart

3.   Frankfurt

4.   Bremen

5.   Aachen

6.   Nürnberg

7.   Hagen

8.   Rosenheim

9.   Starnberg

10. Düsseldorf

Tipps zur Bekämpfung von Spam

·         Schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse

Verwenden und hinterlassen Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse im Internet nicht für sämtliche Aktivitäten. Es besteht die Gefahr, dass sie von Spammern ausgelesen wird. Bedenken Sie daher genau, für welche Zwecke Sie Ihre Adresse verwenden.

·         Achten Sie auf Checkboxen

Wenn Sie online einkaufen oder sich für einen Dienst registrieren, entfernen Sie den Haken bei Optionen, die eine Weitergabe Ihrer Daten an Dritte ermöglichen. Denn Sie wissen nie, bei wem Ihre Adresse letztendlich landet.

·         Benutzen Sie niemals Antwort-, Austragungs- oder Weiterleitungsoptionen

Durch derartige Optionen bekommen Spam-Versender wichtige Informationen über gültige beziehungsweise genutzte E-Mail-Adressen. Dies führt nur zu noch mehr Spam.

·         Verwenden Sie einen ungewöhnlichen Namen

E-Mail-Adressen mit Ziffern sind weniger anfällig für Spam. Versender von Spam-Nachrichten nutzen oft Verzeichnisse mit häufigen Namen, um E-Mail-Adressen zu "erraten", z.B. a.meier@firma.de, s.mueller@firma.de usw.

·         Klicken Sie nicht auf Links in Spam-Nachrichten

Link-Adressen in Spam-Mails sind häufig "verschleiert" und dienen Spammern letztlich nur der Bestätigung Ihrer Existenz. Gleiches gilt für Abmelde-Links am Ende einer Nachricht.

·         Vermeiden Sie das Herunterladen von Bildelementen in E-Mails

Durch das Anzeigen von Grafiken und Bildern erfährt der Versender, ob eine E-Mail Sie erreicht hat. Dazu genügt bereits das einfache Anzeigen der E-Mail im Vorschaufenster Ihres E-Mail-Programms. Um das zu verhindern, können Sie sich E-Mails im reinen Textformat darstellen lassen oder in den Einstellungen das automatische Herunterladen von Bildelementen deaktivieren.

·         Nutzen Sie einen Spam-Filter

Am besten lassen Sie E-Mails gar nicht erst an Ihren Posteingang herankommen. Spam-Filter der Internetprovider oder Anti-Spam-Dienste helfen dabei, ungewünschte Nachrichten vorab auszusortieren.

(Symantec: ra)

 

 

 

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