Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Phishing-Trenddaten: Schwerpunkt auf Messaging und Web Threat Trends

Debatte über Phishing-Angriffe, Messaging und Websicherheit

(19.10.09) - Im dritten Quartal 2009 entfachte sich infolge veröffentlichter Berichte über eine allgemeine Abnahme von Phishing-Angriffen eine Debatte in der Sicherheitsbranche. Commtouch und ihre Allianzpartner im Bereich Sicherheit schalteten sich in diese Diskussion ein und teilten ihre Phishing-Trenddaten im "Commtouch Q3 2009 Internet Trends Bericht" mit.

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Bereits im zweiten aufeinander folgenden Quartal lagen Spitzen bei durch E-Mail verbreiteten Viren vor, die von den bedeutenden Anti-Virus-Programmen nicht erkannt wurden. Damit unterscheiden sich die Ergebnisse dieser zwei Quartale von den relativ durchgehend niedrigen Zahlen der vorangehenden 18 Monate, so der Bericht. Der vierteljährlich veröffentlichte Commtouch Trendbericht basiert auf der Analyse von täglich über zwei Milliarden E-Mail-Nachrichten und Internet-Transaktionen in den Cloud-basierten globalen Erkennungszentren des Unternehmens weltweit.

Andere Highlights aus dem Q3 Trendbericht:

·         Durchschnittlich 332.000 Zombies wurden täglich für bösartige Aktivitäten neu aktiviert.

·         Spam-Nachrichten bildeten im Schnitt 83 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs im Quartal, mit Spitzen um 97  Prozent im Juli und Tiefpunkt von 71 Prozent im August.

·         Durch E-Mail verbreitete Malware, die herkömmliche Anti-Virus-Programme umging, erreichte während der zweiten Quartalshälfte alle elf bis 13 Tage eine Spitze. Dabei dominierten Mal-Bredo A und Mal Behav-340, wovon über 10.000 unterschiedliche Varianten verteilt wurden.

·         Websites in den Kategorien "Gesundheit & Medikamente" sowie "Sexuelle Aufklärung" standen an der Spitze der von Phishing betroffenen Webkategorien.

·         "Business" war weiterhin die am stärksten mit Malware infizierte Webkategorie.

·         Die Finanzkrise und die Diskussion um die Gesundheitsreform in den USA bildeten die neuesten Spam-Trends heran.

·         Apotheken-Spam kehrte mit 68  Prozent an die Spitze aller Spam-Nachrichten zurück. Das hauptsätzliche Spam-Thema des letzten Quartals, Aufwertungen, fiel von 46,2 Prozent auf 11 Prozent aller Spam-Nachrichten im Quartal.

·         Die meisten Zombies kommen nach wie vor aus Brasilien, das für 19,7 Prozent der gesamten globalen Zombie-Aktivität verantwortlich zeichnet.

Unterschiedliche Methoden zur Sammlung und Komplierung von Daten erschweren einen Verlgeich der Phishing-Daten verschiedener Unternehmen. Daher ergibt sich das genaueste Bild der Internet-Bedrohungen aus einem breit angelegten, Multi-Vendor-Überblick über Websicherheits-Trends, wie beispielsweise die Commtouch Security Alliance.

"Bei der Untersuchung von Phishing-Daten kommt es nicht nur auf die absolute Anzahl an Angriffen an, sondern auch auf die Ausgeklügeltheit solcher Angriffe, die dazu führt, dass sich die Daten von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden. Kleine, zielgerichtete Angriffe können einen erheblich größeren finanziellen Schaden verursachen, als weniger raffinierte Großangriffe", sagte Asaf Greiner, Vizepräsident der Web Security bei Commtouch. "Bei unseren Untersuchungen von Spam-Nachrichten, die Endbenutzer auf Phishing-Sites locken, sehen wir nicht nur eine hohe Fluktuation beim Umfang der Angriffe, sondern auch qualitative Unterschiede, die eine direkte Auswirkung auf die mögliche Schadenswirkung eines Angriffs haben."

Hinweis: Der gemeldete globale Umfang an Spam basiert auf webbasiertem E-Mail-Datenverkehr, gemessen in ungefilterten Datenströmen, und schließt unternehmensinternen Datenverkehr nicht ein. Auf Grund mehrerer möglicher Filterschichten auf ISP-Ebene unterscheidet sich daher das Ausmaß globalen Spams von den Mengen, die letztlich in den Eingangsordnern der Benutzer landen. (Commtouch: ra)

 

 

 

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