Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

MessageLabs Intelligence registriert mehr verschlüsselte Spam-Nachrichten

Besonders stark setzt derzeit das Botnet Rustock auf TLS

(15.03.10) - Die Experten von MessageLabs Intelligence haben kürzlich einen Anstieg verschlüsselter Spam-Nachrichten registriert. Die Mails nutzen die Transport Layer Security (TLS) Technologie, bei der die Nachrichten durch einen verschlüsselten Kanal laufen. Der Anteil der TLS-verschlüsselten Mails im weltweiten Spam-Aufkommen stieg um 15 Prozent auf mittlerweile rund 35 Prozent. In der Folge wuchs auch der von den angeschriebenen Rechnern ausgehende Daten-verkehr deutlich: TLS setzt nämlich voraus, dass die beteiligten Rechner miteinander kommuni-zieren. Das dabei entstehende Datenaufkommen übersteigt häufig die Größe der eigentlichen Spam-Mail.

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Laut MessageLabs Intelligence Senior Analyst Paul Wood nimmt TLS einen beträchtlichen Anteil der Server-Ressourcen in Beschlag und ist dabei deutlich langsamer als E-Mail in einfachem Textformat. Die nötige Kommunikation zwischen Sender und Empfänger bei TLS wird für die Spam-Opfer spätestens dann zum Problem, wenn der ausgehende Datenstrom den eingehenden übersteigt - und beispielsweise Firmenserver lahmlegt.

Besonders stark setzt derzeit das Botnet Rustock auf TLS: Ganze 70 Prozent der Mails aus dem Netzwerk sind auf diese Weise verschlüsselt. Dabei hängt es nur von den einzelnen Bots ab, welche Nachrichten codiert werden: Manche der Zombie-Rechner sind TLS-fähig, andere nicht.

"Sollte die Menge an TLS-Spam aus Bot-Netzen über die nächsten Wochen und Monate weiter wachsen, dann müssen sich Unternehmen Gedanken über geeignete Maßnahmen machen", so Paul Wood. "Wenn der Druck durch die anfallenden TLS-Verbindungen auf die Firmenserver steigt, sind letztlich viele Jäger des Hasen Tod. Der Aufwand, der durch eine einzelne TLS-Mail entsteht, erscheint zunächst gering. Aber in großen Mengen haben sie gravierende Auswirkungen." (MessageLabs: Symantec: ra)

 

 

 

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