Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

McAfee ermittelt Cameron Diaz als gefährlichste Prominente im Cyberspace

Studie "Most Dangerous Celebrities" zeigt, dass sich Internetkriminelle der Medienlandschaft schnell anpassen

(24.08.10) - Zum vierten Mal in Folge ermittelte McAfee im Rahmen ihrer Studie Most Dangerous Celebrities die Namen von Prominenten, die im Internet besonders häufig für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden. Den diesjährigen Spitzenplatz nimmt die Schauspielerin Cameron Diaz ein, die damit die gefährlichste Prominente vom Vorjahr, Jessica Biel, in den USA abgelöst hat.

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Aber auch in Deutschland hat sich einiges verändert. So schafft es Lena Meyer-Landrut nicht nur beim Eurovision Song Contest den ersten Preis abzuräumen, sie ergattert auch den Platz des gefährlichsten deutschen Prominenten im Internet. Knapp sechs Prozent der Suchergebnisse mit ihrem Namen stellten sich als gefährlich heraus. Filmstars und Models sind in diesem Jahr häufiger unter den riskantesten Suchbegriffen zu finden als Politiker. Suchergebnisse zu Barack Obama waren in den USA völlig sicher, das gleiche galt in Deutschland zum Beispiel für Angela Merkel oder Guido Westerwelle.

Cyberkriminelle bedienen sich oft der Namen von Prominenten, um Menschen auf Websites mit bösartiger Software zu locken. Jeder, der sich die neuesten Videos und Bilder seiner Stars ansieht, läuft Gefahr, seinen Computer mit Malware zu infizieren anstatt zum gesuchten Inhalt zu gelangen.

Zudem werden immer häufiger Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter genutzt, um über Prominente als Lockmittel Malware zu verbreiten oder Daten von Nutzern zu stehlen. Vermehrt werden hierbei auch die so genannten "Tiny URLs" genutzt, gekürzte Internetlinks, die eigentlich das Verlinken auf sehr lange Webadressen im Internet vereinfachen sollen. Die Benutzer können nicht mehr erkennen, auf welche Seite diese verkürzten Internetlinks zielen und tappen den Internetkriminellen dadurch immer öfter in die Falle.

Bei der Suche nach "Cameron Diaz" besteht ein 10-prozentiges Risiko, auf einer Malware-Website zu landen

Die Untersuchung ergab, dass bei der Recherche nach Cameron Diaz ein 10-prozentiges Risiko besteht, auf einer als riskant eingestuften Webseite zu landen. Dort drohen Gefahren wie Spyware, Adware, Spam, Phishing, Viren und andere Malware. Fans, die typische Suchkombinationen bestehend aus "Cameron Diaz" plus "Downloads",  "Screensavers", "Wallpaper", "Fotos" oder  "Videos" eingeben, riskieren, dass ihre persönlichen Daten gestohlen werden. Durch das Anklicken dieser brisanten Webseiten und das Herunterladen von Inhalten können Viren und Malware auf dem eigenen Rechner landen.

Weitere Ergebnisse der Studie von McAfee: Models und Schauspieler(innen) bekannter Filme, die oft in den Medien zu sehen sind, erreichen in der gesamten Risikostatistik einen höheren Platz als zum Beispiel Musiker. Filmstars, die seit den 80er oder 90er Jahren populär und mit vielen Fotos im Web vertreten sind, wie etwa Brad Pitt, Angelina Jolie und Tom Cruise kommen ebenfalls auf relativ hohe Risikowerte. In Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen werden neben Models und Comedians immer noch sehr häufig Musiker genutzt, um arglose Benutzer auf Malware-verseuchte Webseiten zu locken.
Prominente als riskante Suchbegriffe im Web:

Ergebnisse USA:

Cameron Diaz

9.67%

1

Julia Roberts

8.89%

2

Jessica Biel

8.67%

3

Gisele Bundchen

8.33%

4

Brad Pitt

8.11%

5

Adriana Lima

8.00%

6

Jennifer Love Hewitt

7.78%

7

Nicole Kidman

7.78%

8

Tom Cruise

7.56%

9

Heidi Klum

7.44%

10

 

Ergebnisse Deutschland, Österreich, Schweiz:

Lena Meyer-Landrut

5.7%

1

Michelle Hunziker (CH)

5.5%

2

Heidi Klum und Diane Kruger

5.1%

3

Mario Barth

4.9%

4

Xavier Naidoo

4.7%

5

Sarah Connor, Giulia Siegel und Roger Federer (CH)

4.5%

6

DJ Ötzi (A)

4.4%

7

Peter Fox

4.2%

8

Sonya Kraus

4.1%

9

Barbara Schöneberger

3.9%

10

 

(McAfee: ma)

 

 

 

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