Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Neuer Trend zu verzeichnen: Missbrauch von Live-Chats

Symantec Phishing- und Spam-Report August 2010: Kein Sommerloch im Phishing-Teich

(26.08.10) - Zauberpille statt Arztbesuch: Egal, ob Potenzprobleme, ein schwaches Herz oder Übergewicht - Spammer haben für jedes Wehwehchen das passende Wundermittel. Davon profitieren allerdings nur die Online-Betrüger selbst: Im Vergleich zum Vormonat stieg im Juli die Zahl der Spam-E-Mails in der Kategorie "Gesundheit" um 13 Prozent.

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Kein Sommerloch im Phishing-Teich: Zunächst schienen die Online-Betrüger nach der Fußball-Weltmeisterschaft eine Verschnaufpause einzulegen. So sank die Zahl aller Phishing-Vorfälle weltweit um fünf Prozent. Zum Aufatmen gab es dennoch keinen Grund: Weltweit Aufsehen erregende Ereignisse, wie die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, lagen bei Spammern und Phishern weiter hoch im Kurs.

Außerdem rückte mit dem Cricket World Cup, der im Februar nächsten Jahres beginnt, das nächste sportliche Großereignis ins Visier der Kriminellen. Sie köderten die Fans mit Tickets für die Spiele, um sie auf gefälschte Homepages zu locken. Dort forderten die Betrüger die Angabe privater Daten.

Ein neuer Trend ist der Missbrauch von Live-Chats. Viele Unternehmen nutzen mittlerweile diese Möglichkeit zum interaktiven Austausch mit Kunden. Cyberkriminellen bietet sie ein perfektes Einfallstor: Im Namen von Unternehmen setzen sie gefälschte Life-Chats auf. Diese gaukeln den Anwendern vor, dass eine Interaktion mit den Mitarbeitern erst nach einem Log-In und somit nach der Preisgabe privater Daten erfolgen kann. Tatsächlich läuft die gesamte "Kommunikation" automatisiert über die Phishing-Seite der Betrüger. (Symantec: ma)

 

 

 

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