Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Spam-Nachrichten bildeten im vierten Quartal 2010 durchschnittlich 83 Prozent des Gesamtvolumens aller weltweit versendeten E-Mail-Nachrichten

Nach maßgeblichem Rückgang im vierten Quartal 2010 stieg das Spam-Aufkommen nun um 45 Prozent an

(28.01.11) - Der Trend bei Spam-Nachrichten hat sich diese Woche nach einem erheblichen Rückgang im vierten Quartal wieder gewendet. Dies berichtete Commtouch (Nasdaq: CTCH) in ihrem vierteljährlichen Trendbericht über Bedrohungen im Internet, der Spam, Phishing, Malware und Bedrohungen von Websites umfasst.

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Der Tagesdurchschnitt an Spam lag im Dezember um 30 Prozent unter dem im September; doch unmittelbar vor Veröffentlichung dieses Berichts nahm das Spam-Aufkommen um 45 Prozent zu. Spam-Nachrichten bildeten im vierten Quartal 2010 durchschnittlich 83 Prozent des Gesamt-volumens aller weltweit versendeten E-Mail-Nachrichten und lagen damit unter dem Anteil von
88 Prozent im dritten Quartal. Die Anzahl an Zombies, die im vierten Quartal aktiv waren, lag durchschnittlich um 15 Prozent unterhalb des Aufkommens im vorherigen Quartal.

"Ein inaktives Botnet ist wie eine stillgelegte Fabrik, ein Verlustgeschäft für Spammer", sagte Asaf Greiner, Vizepräsident Produkte bei Commtouch. "Wir haben Situationen erlebt, in welchen nach einer Pause in der Verbreitung von Spam oder Malware eine neue Taktik eingeführt wurde. Experten für Bedrohungen sollten weiterhin Veränderungen im Netzwerkverhalten verfolgen, um neue Bedrohungen proaktiv blockieren zu können."

Highlights aus dem Q4 Trendbericht:

·         Das Spam-Aufkommen lag im vierten Quartal im Durchschnitt bei täglich 142 Milliarden Spam/Phishing-Nachrichten, gegenüber 198 Milliarden Spam/Phishing-Nachrichten im Laufe des dritten Quartals.

·         Täglich wurden etwa 288.000 Zombies aktiviert, ein erheblicher Anstieg gegenüber 339.000 im dritten Quartal.

·         Der am häufigsten auftretende Spam-Bereich im vierten Quartal waren Apothekenspams (42 Prozent allen Spams).

·         Es war das fünfte Quartal in Folge, in dem Malware am wahrscheinlichsten in Websites mit pornografisch/sexuell explizitem Material übertragen wurde.

·         Mit 17 Prozent aller Zombies hält Indien im dritten Quartal in Folge weltweit weiterhin den Rekord des Landes mit den meisten Zombies.

·         Streaming Media/Downloads bleiben die beliebtesten Themen für Blogger im Web 2.0 für benutzererzeugte Inhalte.

Im Laufe des vierten Quartals wurden althergebrachte Spamming-Methoden mit neuen kombiniert, um das Potenzial für erfolgreiche Verkäufe über Spam, Phishing, und Malware-Installationen zu erhöhen. Kleine und verborgene Schrifttypen wurden mit Betreffzeilen in Twitter und Verknüpfungen kombiniert, die den Google Cache-Service nutzen. In diesem Quartal wurde auch die Rückkehr von ASCII Art-Spam beobachtet. Im Bereich "moderner" Bedrohungen zirkulierten Koobface-Verknüpfungen weiterhin auf Facebook, während box.net, Anbieter von Content-Sharing- und Synchronisierungsdiensten, als Host für Spam-Links missbraucht wurde.

Der vierteljährliche Trendbericht stellt die Ergebnisse der Analyse von Milliarden täglicher Internet-Transaktionen innerhalb des cloud-basierten GlobalView Netzwerks vor. Mit Erwerb der Authentium Antivirus-Abteilung hat Commtouch ihr Programm durch die Malware-Analysefähigkeiten der Command AV Laboratorien ergänzt.

Hinweis: Der gemeldete globale Umfang an Spam basiert auf webbasiertem E-Mail-Datenverkehr, gemessen in ungefilterten Datenströmen, und schließt unternehmensinternen Datenverkehr nicht ein. Auf Grund mehrerer möglicher Filterschichten unterscheidet sich daher das Ausmaß globalen Spams von den Mengen, die letztlich in den Eingangsordnern der Benutzer landen.

(Commtouch: ma)

 

 

 

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