Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

IBM X-Force Report: Sicherheitsattacken waren 2010 raffinierter und gezielter

Phishing-, Spam- und Mobil-Attacken werden genauer auf die Opfer zugeschnitten

(11.04.11) - IBM hat die Ergebnisse des jährlichen X-Force 2010 Trend und Risk Reports vorgestellt. Demnach waren im Jahr 2010 Unternehmen weltweit raffinierteren und gezielteren Bedrohungen ausgesetzt als im Jahr zuvor. Ein weiterer Trend besteht darin, dass sich die Angriffe zunehmend von der klassischen IT auf rentablere Ziele verlagern, wie zum Beispiel Industrieanlagen, mobile Endgeräte, Botnetze oder Geldautomaten.

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Die Studie basiert auf öffentlich bekannten Vorfällen sowie auf der Analyse der mehr als 150.000 sicherheitsrelevanten Vorkommnissen, die 2010 täglich im Sekundentakt beobachtet wurden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie lauten:

IBM verzeichnete mehr als 8.000 neue Sicherheitslücken. Das bedeutet eine 27-prozentige Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009. Die öffentlich bekannten Vorkommnisse stiegen um bis zu 21 Prozent. Die Daten zeigen auch, dass es Unternehmen mittlerweile mit zunehmend ausgeklügelten Bedrohungen zu tun haben, die sich ganz gezielt auf die zunehmend komplexeren Rechenumgebungen richten.

Das Spamvolumen hat sich nach einem historischen Höchststand bis Ende des Jahres abgeflacht. Die Hacker legen scheinbar inzwischen weniger Wert auf die Erhöhung der Spam-Frequenz, sondern sind eher darauf aus, die Spamfilter zu umgehen.

Während 2010 generell deutlich weniger Phishing-Attacken verzeichnet wurden, gab es deutlich mehr "Spear Phishing”-Attacken - eine zielgerichtetere Angriffs-Methode des Phishings. Daraus geht hervor, dass sich die Cyber-Kriminellen zunehmend auf die Qualität ihrer Angriffe konzen-trieren, statt auf die Quantität.

Die wachsende Beliebtheit von Smart Phones und anderen mobilen Endgeräten stellt Sicherheits-abteilungen vor die Herausforderung, diese Geräte sicher in das Unternehmensnetzwerk einzu-binden. Obgleich es gegen die neueste Generation der Mobilgeräte 2010 noch nicht sehr viele Angriffe gab, zeigt die X-Force-Studie, dass die Geräte anfälliger sind und damit verstärkt ins Interesse der Hacker rücken. (IBM: ma)

 

 

 

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