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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Botnet-Abschaltung im
März bringt weniger Spam und mehr Malware E-Mail Security
Report April 2011: Spam-Anteil erstmals unter 90 Prozent (14.04.11) - Die Abschaltung des Rustock-Botnets
durch US-amerikanische Strafverfolgungs-behörden in Zusammenarbeit mit
Microsoft am
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Gleichzeitig stieg das Aufkommen per E-Mail versandter Viren deutlich an. Im Vergleich zum Vormonat verdoppelte sich die Zahl Malware-verseuchter E-Mails im März. Dabei handelt es sich um eine typische Reaktion auf Botnet-Abschaltungen, da die Spammer versuchen, durch massenhaften Trojaner-Versand verloren gegangene Infrastrukturen zu ersetzen. Bemerkenswert ist in diesem Fall, dass der Malware-Anstieg bereits wenige Tage vor der Abschaltung einsetzte. Die Experten vermuten daher, dass die Botnet-Betreiber bereits im Vorfeld von der bevorstehenden Abschaltung erfahren hatten. Weitere wichtige Trends im Überblick: · Nachdem der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Aufkommen im Februar wieder auf 94,6 Prozent gestiegen war, ging er im März aufgrund der Botnet-Abschaltung auf 88,4 Prozent zurück. Damit fiel er erstmals seit 2009 unter die 90-Prozent-Marke. · Die Rustock-Abschaltung hatte deutliche Auswirkungen auf die Verteilung der Spam-Themen. Spitzenreiter bleibt Pharma-Spam (z. B. Viagra), dessen Anteil jedoch deutlich von 71,6 Prozent im Februar auf nur noch 25,4 Prozent im März 2011 einbrach. · Deutliche Verschiebungen gab es auch bei den Herkunftsländern von Spam. Dauer-Spitzenreiter USA fiel im März 2011 mit 6,4 Prozent auf Platz 3 zurück, erstmals auf Platz 1 landete Indien mit 9,5 Prozent, gefolgt von Russland, das seine "Renaissance" als wichtige Spam-Quelle fortsetzt. · Erstmals seit Beginn der eleven E-Mail Security Reports im Jahr 2009 fiel Deutschland aus den Top 10 der Spam-Herkunftsländer. Mit einem Anteil von 2,6 Prozent lag Deutschland im März 2011 nur noch auf Platz 11. Im Februar hatte Deutschland mit 3,6 Prozent noch den sechsten Platz belegt. · Die Monate Februar und März 2011 waren geprägt durch eine Zunahme gezielter Phishing-Kampagnen gegen Bankkunden. Vor allem Kunden der Postbank und der spanischen Banco Santander, aber auch des Online-Bezahldienstes PayPal waren betroffen. · Aktuelle Ereignisse wurden verstärkt für betrügerische Ziele genutzt. So kursierten E-Mails, in denen angeblich die Frau des ägyptischen Ex-Präsidenten Hosni Mubarak um Hilfe bat, das Vermögen ihres Mannes ins Ausland zu bringen. In der Folge des Erdbebens und Tsunamis in Japan gab es Phishing-Versuche mit gefälschten Spenden-Websites. · Das Malware-Aufkommen stieg im März 2011 um 100 Prozent. Dominiert wurde das Malware-Aufkommen von Trojanern, die zumeist als wichtige Nachrichten eines Kurier- oder Paketdienstes getarnt waren. (eleven: ma) |
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