Rubrik: Virenwarnung/Statistiken

Attacken gegen Mac-Nutzer nehmen zu

Kasperskys Malware-Report Juni 2011: erfolgreiche Festnahmen von Cyberkriminellen

(18.07.11) - Im Juni 2011 konnten in Südostasien, Russland und den USA zahlreiche Cyber-kriminelle entlarvt und dingfest gemacht werden. Hierbei kam die erfolgreiche Kooperation von Behörden aus der ganzen Welt zum Tragen. Dennoch gibt es auch weiterhin von der anderen Seite der Macht zu berichten: Kaspersky Lab stellte im Juni vermehrt Angriffe auf Mac-Nutzer fest. Darüber hinaus tauchte ein Schadprogramm auf, das andere Dateien auf Anwender-Computern infiziert. Experten dachten, diese Art von Malware sei bereits ausgestorben.

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Die mit Hilfe des Kaspersky Security Networks (KSN) gewonnenen Daten basieren auf Rück-meldungen der Heimanwenderprogramme "Kaspersky Anti-Virus", "Kaspersky Internet Security" und "Kaspersky Pure Total Security". Im Juni 2011 wehrten diese Lösungen 249.345.057 Netzattacken ab, blockierten 68.894.639 Infektionsversuche über das Web und neutralisierten insgesamt 216.177.223 Schadprogramme.

Attacken gegen Mac-Nutzer

Mac-Nutzer werden immer mehr zum Angriffsziel der Cyberkriminellen. Während im Mai gefälschte Antiviren-Lösungen für diese Plattform entdeckt wurden, verbreiteten Betrüger im Juni das Schadprogramm Backdoor.OSX.Olyx.a, das infizierte Macs fernsteuern kann. Cyberkriminelle sind so in der Lage, das befallene System etwa zum Download anderer Schädlinge, zum Starten von Programmen und zum Ausführen von Befehlen zu missbrauchen. Marco Preuß, Head of Global Research and Analysis Team, DACH bei Kaspersky Lab, erklärt den allgemeinen Anstieg von Mac-Malware in den vergangenen Monaten: "Der Marktanteil von Apple Mac ist seit dem Umstieg auf Intel-Prozessoren im Jahr 2006 kontinuierlich gewachsen. Hinzu kommt die Popularität der Marke Apple mit seinen mobilen Devices wie dem iPod, iPhone und schließlich dem iPad. Die Benutzergemeinde wächst somit und wird zu einem immer interessanteren Ziel für Cyberkriminelle."

International effektiv: Schläge gegen Cybercrime-Szene

Im Juni erzielten die Strafverfolgungsbehörden weltweit Erfolge im Kampf gegen Cyberkriminalität. Die erfolgreichen Verhaftungen fußen zum Teil auf eine gelungene länderübergreifende Zusammenarbeit. So gelang es den Behörden in den USA, zwei internationale Gruppen zu zerschlagen, die Geld über den Verkauf gefälschter Antiviren-Programme abgriffen. Nach vorläufigen Schätzungen betrug der von ihnen verursachte Schaden 74 Millionen Dollar. Neben den nordamerikanischen Geheimdiensten waren an der Operation insgesamt elf weitere Landes-behörden beteiligt - unter anderem aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Auch in einigen südostasiatischen Ländern wurden etwa 600 Personen wegen Internetbetrugs dingfest gemacht. Schließlich wurde in Russland Pavel Vrublevsky, der Inhaber des größten russischen Online-Zahlungsdienstes ChronoPay, verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, DDoS-Attacken auf einen Konkurrenz-Service organisiert zu haben. (Kaspersky: ma)

 

 

 

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