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Rubrik: Virenwarnung/Statistiken Rekord: Bis Ende des Jahres 75 Millionen individuelle Malware-Varianten erwartet Neue Masche: Mobilgeräte mit Trojanern infizieren, die die Opfer unbemerkt bei Premium-SMS-Diensten anmelden (
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Während das dritte Quartal bereits der Zeitraum in der Geschichte der Malware mit dem höchsten Aufkommen an Schadsoftware sowohl für Mobilgeräte als auch insgesamt war, steht derselbe Rekord nun auch für das Gesamtjahr 2011 bevor. Ende 2010 war McAfee Labs noch davon ausgegangen, dass die Zahl der individuellen Malware-Ausprägungen bis Ende 2011 die 70-Millionen-Marke erreichen würde. Angesichts der rapide zunehmenden Verbreitung von Schadsoft-ware hat die Forschungsabteilung ihre Prognose jetzt auf 75 Millionen Malware-Varianten nach oben korrigiert. Das wäre ein historischer Höchststand. Malware-Programmierer nutzten insbesondere die wachsende Popularität von Android-Geräten aus. Bereits im vorangegangenen Quartal an führender Stelle, nahm das Aufkommen an Schadsoftware für dieses Betriebsystem jetzt noch einmal um 37 Prozent zu. Android zieht damit nicht nur fast alle neuen Malware-Ausprägungen auf sich, sondern ist auch die einzige mobile Plattform, für die im dritten Quartal eine grundsätzlich neue Schadsoftware entwickelt wurde. Eine neue Masche bestand im Untersuchungszeitraum darin, Mobilgeräte mit Trojanern zu infizieren, die die Opfer unbemerkt bei Premium-SMS-Diensten anmelden und so um ihr Geld bringen. Eine Methode zur Entwendung von Informationen über Benutzer war die Aufzeichnung von Telefongesprächen durch ein Schadprogramm und deren Weiterleitung an den Angreifer. Altbekannte Angriffsmethoden auf konstantem Niveau Die Zahl falscher Virenschutzsoftware ging im Vergleich zu vorherigen Quartalen stark zurück. Autostart-Malware und Trojaner zum Ausspähen von Kennwörtern blieben hingegen auf in etwa gleichem Niveau. Die Zahl der Malware-Varianten für das Mac OS stieg zuletzt wieder an, wenn auch nicht so stark wie im zweiten Quartal 2011. McAfee Labs betont dennoch, dass die wachsende Beliebtheit bestimmter Betriebssysteme - wie des Mac OS - immer auch Entwickler entsprechender Malware auf den Plan ruft Infizierte Webseiten sind ebenfalls eine verbreitete Methode, um arglose Opfer auszunehmen. Websites können aus unterschiedlichen Gründen in Verruf geraten, zum Beispiel, weil auf ihnen Phishing-Malware lauert. Die Zahl der neu erscheinenden bösartigen Websites ging von durchschnittlich 7300 pro Tag im zweiten Quartal auf 6500 im dritten Quartal zuletzt etwas zurück. Spam in länderspezifischer Ausprägung Obwohl derzeit so wenig Spam versandt wird wie zuletzt im Jahr 2007, befinden sich gezielte Spam-Attacken (das so genannte "Spearphishing") auf einem Höchststand. Spearphishing spielt zwar insgesamt eine untergeordnete Rolle, stellt aber aufgrund seiner ausgefeilten und wirkungsvollen Methode eine erhöhte Gefahr dar. Bei den Botnet-Infektionen konnte insgesamt ein leichter Rückgang verzeichnet werden. Ausnahmen mit einer starken Zunahme waren Argentinien, Indonesien, Russland und Venezuela. Der größte Schaden ging von den Netzen Cutwail, Festi und Lethic aus, während die bisher führenden Grum, Bobax und Maazben an Bedeutung verloren. Inhaltlich unterscheiden sich Spam-Nachrichten von Land zu Land (aber auch saisonal) zum Teil erheblich. Während in den USA gefälschte Nichtzustellbarkeitsmeldungen (Bounce-Messages) dominieren, werden die Briten wie keine andere Nation von "Nigeria-Spam" (Vorschussbetrug) belästigt. Empfänger in Frankreich sehen sich in besonders großer Zahl mit Phishing-Versuchen konfrontiert; in Russland dagegen sind Lockangebote für Arzneimittel die beliebteste Masche. (McAfee: ra) |
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