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LokiPWS weiter auf dem Vormarsch


Deutlicher Quartalsanstieg bei Anmeldedaten-Diebstahl in Nordamerika, Rückgang in Europa und Asien
Vierteljährliche Blueliv-Analyse: 141 Prozent Anstieg bei gestohlenen Anmeldedaten in Nordamerika



Blueliv legte ihre neueste Quartalsanalyse zu Anmeldedaten-Diebstahl vor. Der ursprüngliche Bericht, The Credential Theft Ecosystem, wurde im Juni 2018 veröffentlicht. Laut der von Blueliv erhobenen Daten stieg im dritten Quartal 2018 (Juni bis August) die Anzahl von Vorfällen gestohlener Anmeldedaten durch Botnets mit Standort in Nordamerika im Vergleich zum vorigen Quartal (März bis Mai) um 141 Prozent an. Gleichzeitig beobachtete Blueliv beim Anmeldedaten-Diebstahl in Europa und Russland einen Rückgang um 22 Prozent und in asiatischen Ländern sogar um 36 Prozent. Dieser Trend lässt darauf schließen, dass Cyberkriminelle in den Sommermonaten in der nordamerikanischen Region einige durchaus profitable Kampagnen durchgeführt haben.

Trotz des allgemeinen Rückgangs in Europa und Asien über diese drei Monate hinweg gab es zwischen Juli und August einige interessante Auffälligkeiten. Im Monatsvergleich ging der Diebstahl von Anmeldedaten aus Europa und Russland in dieser Zeit um ganze 33 Prozent zurück, während im gleichen Zeitraum für Asien ein drastischer Anstieg um 77 Prozent zu verzeichnen war. Blueliv führt diese Beobachtungen darauf zurück, dass in Europa ein umfangreiches Botnet ausgehoben wurde und gleichzeitig eine sehr erfolgreiche Datenklau-Kampagne auf verschiedene asiatische Länder abzielte.

Daniel Solís, CEO und Gründer von Blueliv, sagt: "Nur ein einziger Satz von gültigen Anmeldedaten ist erforderlich, um in ein Unternehmen einzudringen und umfangreichen Schaden anzurichten. Wir beobachten einen starken Aufschwung im Markt für gestohlene Anmeldedaten, und die aktuellen Daten zeigen auf, dass es sich bei dieser Art von Cyberkriminalität um ein globales Unterfangen handelt. Wenn CISOs, die ihr Unternehmen schützen wollen, und Analysten, die nach Schwachstellen Ausschau halten, den Lebenszyklus der gestohlenen Anmeldedaten verstehen, können sie anhand der gewonnenen Erkenntnisse die Angriffsfläche ihrer Organisation reduzieren."

Im Blueliv-Bericht vom Mai wurden einige interessante Trends bei den Schadsoftware-Familien beobachtet, die von Kriminellen zum Abgreifen dieser Anmeldedaten verwendet werden. Pony, KeyBase und LokiPWS (auch als Loki Bot bezeichnet) waren durchweg am aktivsten, jedoch lag Pony in Bezug auf seine Popularität immer einige Längen vor seinen Schadsoftware-Konkurrenten. Im Mai war die Verbreitung der Schadsoftware LokiPWS im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 300 Prozent angestiegen. Auch jetzt wurde LokiPWS im Quartalsvergleich mit 91 Prozent noch einmal fast doppelt so häufig gefunden.

Daniel Solís fährt fort: "Unsere Sicherheitsanalysten folgen der Entwicklung einer Vielzahl von Schadsoftware-Familien. In den vergangenen Jahren durchgesickerter Quellcode von LokiPWS hat vermutlich zu seiner Beliebtheit als Tool zum Anmeldedaten-Diebstahl beigetragen. Das bedeutet aber nicht, dass wir Pony, Emotet, KeyBase, AZORult und ähnliche Schadsoftware ignorieren können, denn diese sind global weiterhin erschreckend effektiv."

LokiPWS kann als Loader für andere Schadsoftware fungieren, aber auch zum Stehlen von Kennwörtern und Krypto-Wallets eingesetzt werden. Es ist in zahlreichen Untergrundmärkten als modulares Produkt erhältlich und kostet je nach gewünschter Funktionalität zwischen 200 und 300 US-Dollar.

Der Bericht "The Credential Theft Ecosystem" (Das Ökosystem des Anmeldedaten-Diebstahls) beschäftigt sich ausführlich mit folgenden Themen:

>> Illegale Strategien, Methoden und Verfahren von Cyberkriminellen zum Abgreifen von Anmeldedaten

>> Warum Anmeldedaten ins Visier genommen werden, wie sie verwendet werden und ihr Wert auf illegalen Märkten

>> Methoden zum Filtern, Extrahieren und Überprüfen von Anmeldedaten

>> Wie Kriminelle vom Anmeldedaten-Diebstahl profitieren und wie verschiedene Branchen betroffen sind
(Blueliv: ra)

eingetragen: 26.10.18
Newsletterlauf: 21.11.18

Blueliv: Kontakt und Steckbrief

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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