Ausbreitung von Ransomware verdoppelt


Check Point stellt neue Online-Untersuchungsplattform vor und veröffentlicht nach der ersten Jahreshälfte einen Trendreport über weltweite Cyberattacken
Eine überraschende Erkenntnis ist das Ausmaß der globalen Angriffe mit RoughTed Der Schädling hat im Jahr 2017 bereits fast 25 Prozent aller Organisationen infiziert



Check Point Software Technologies stellt ihre neue Online-Untersuchungsplattform "Check Point Research" vor. Sie soll eine Grundlage für den Austausch und Information in der Threat Intelligence-Community schaffen, die es so vorher nicht gegeben hat. Über das Portal teilt und diskutiert Check Point seine Forschungsergebnisse, wichtige Sicherheitstrends im Cyberraum und Details über die aktuelle Gefahrenlandschaft.

Zeitgleich mit der neuen Plattform präsentiert Check Point ihren "Cyber Attack Trends: Mid-Year Report". Er zeigt die aktuell größten Gefahren, die von Januar bis Juli 2017 global aufgetreten sind. Speziell untersucht werden neben Ransomware auch Banking-Malware und Bedrohungen für Mobilgeräte. Die Informationen basieren auf Untersuchungen der Check Points ThreatCloud World Cyber Threat Map.

Überraschend war die hohe Infektionsquote durch die RoughTed Malware-Kampagne: 23,5 Prozent aller Unternehmen weltweit waren allein im Jahr 2017 von dem Schädling betroffen. Ähnlich umfangreich sind die Angriffe mit Fireball. Hier sind 19,7 Prozent aller Organisationen global Opfer einer Attacke geworden. Insgesamt hat sich die Ausbreitung von Ransomware in Amerika, Europe, im Mittleren Osten und Afrika (EMEA) in einem Jahr fast verdoppelt.

Wichtigste Erkenntnisse des Berichts:

>> Neue Gefahr durch Adware: Die Fireball-Malware macht ein Umdenken bei der Abwehr von Adware-Angriffen nötig besonders illegale Werbesoftware von großen, scheinbar-legitimen Organisationen strahlt eine neue Art der Bedrohung aus. Gleichzeitig sind immer mehr Mobilgeräte im Fadenkreuz der Angreifer. Mobil-Adware-Botnets verursachen mittlerweile die meisten Infektionen auf Mobilgeräten.

>> Staaten rüsten ihre Cyberwaffen auf: Regierungen stellen sich ebenfalls auf die Gefahr ein. Dadurch stehen neue Angriffsmethoden zur Verfügung und diese gelangen immer wieder durch Leaks an die Öffentlichkeit. Durch Aufrüstung und Verfügbarkeit werden umfangreichere Angriffe möglich und Hackern stehen neue Werkzeuge zur Verfügung.

>> Die Evolution von Downloads durch Makros in Office-Dokumenten: In den letzten sechs Monaten wurden neue Exploits für MS Office bekannt, die keine manuelle Aktivierung von Makros durch den User benötigen.

>> Neue Welle von Banking-Malware: Kriminelle haben es geschafft, Open-Source-Schadcode mit komplexen Tarntechnologien zu kombinieren. Es kommt vermehrt zu Fällen, bei denen in gezielten Angriffen auf Bankaccounts und Finanzdaten Sicherheitsmechanismen erfolgreich umgangen wurden.

>> Ransomware-Angriffe steigen immer weiter: In fast allen Regionen hat sich in der ersten Jahreshälfte der Anteil der Angriffe mit Verschlüsselungstrojanern verdoppelt. In Amerika, EMEA und APAC wurden in der ersten Hälfte 2016 26 Prozent aller Attacken durch Ransomware verursacht jetzt sind es 48 Prozent im Durchschnitt.

"Organisationen haben große Probleme die aktuellen Bedrohungen abzuwehren. Die Gefahrenlandschaft hat sich durch das Aufrüsten der Cyberkriminellen verändert und Attacken können auch ohne umfassendes IT-Wissen durchgeführt werden", sagt Maya Horowitz, Threat Intelligence Group Manager bei Check Point. "Trotz neuer Bedrohungen haben viele Firmen noch keine passenden Sicherheitsmechanismen implementiert. Sie versteifen sich immer noch auf die Erkennung von Attacken, anstatt auf Prävention und die grundlegende Unterbindung von Angriffen." (Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 11.09.17
Home & Newsletterlauf: 29.09.17


Check Point Software: Kontakt und Steckbrief

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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