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Jede zehnte Infektion via USB ist ein Krypto-Miner


Studie: Malware auf infizierten Rechnern wird oft erst nach Jahren entdeckt
Laut der Analyse von Kaspersky Lab wird die Top-10 der Bedrohungen für externe Datenträger von Windows-LNK-Malware angeführt



Dass Schadprogramme zwischen nicht vernetzten Computern über den USB-Anschluss mittels infizierten Geräten übertragen werden können, ist bekannt. Laut einer aktuellen Kaspersky-Analyse zu Cybergefahren durch USB-Geräte und andere Wechseldatenträger für das Jahr 2018, nutzen Cyberkriminelle den USB-Anschluss derzeit vor allem zur Verbreitung von Krypto-Mining-Malware.

Obwohl die mangelnde Sicherheit von USB-Speichermedien seit rund 20 Jahren bekannt ist, werden sie im Geschäftsumfeld noch immer gerne eingesetzt, zum Beispiel auf Messen. Kein Wunder, dass kompromittierte USB-Sticks als Türöffner in ein Unternehmensnetzwerk missbraucht werden.

Laut der Analyse von Kaspersky Lab wird die Top-10 der Bedrohungen für externe Datenträger von Windows-LNK-Malware angeführt. Dazu gehören auch nach wie vor der Stuxnet-Exploit ,CVE-2018-2568 aus dem Jahr 2010 und in zunehmendem Maße Krypto-Mining-Programme.

Dabei zählt der seit dem Jahr 2014 bekannte Schädling ,Trojan.Win32.Miner.ays beziehungsweise ,Trojan.Win64.Miner.all zu den gängigen Krypto-Minern, die über USB-Sticks und Co. verbreitet werden. Der Trojaner platziert die Mining-Anwendung auf dem PC, installiert und startet diese dort heimlich und lädt sich die nötigen Hilfsmittel nach, um die Ergebnisse dann an einen externen Server zu schicken, der von den Angreifern kontrolliert wird. Die Daten von Kaspersky Lab zeigen, dass die erst jetzt entdeckten Infektionen bereits Jahre zurückliegen müssen.

Das heißt, auf den Geräten der Opfer wurde wohl über lange Zeit hinweg die Rechenleistung radikal eingeschränkt. Die Anzahl von Erkennungen der 64-Bit-Version des Krypto-Miners steigt jährlich an: im Jahr 2017 erhöhte sie sich gegenüber dem Vorjahr um 18,42 Prozent. Für dieses Jahr wird ein erneuter Zuwachs um 16,42 Prozent erwartet. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Verbreitung der Schädlinge über externe Datenträger weiterhin gut funktioniert.

"Die Verbreitung von Infektionen durch USB-Geräte ist zwar nicht mehr so effektiv wie in der Vergangenheit, denn inzwischen gelten sie als unsicher und werden im Geschäftsleben weniger häufig eingesetzt. Dennoch zeigt unsere Untersuchung, dass USB-Sticks weiterhin ein nicht zu unterschätzendes Risiko sind", warnt Denis Parinov, Anti-Malware Researcher bei Kaspersky Lab. "Für Angreifer ist dieses Speichermedium weiterhin von Interesse und wird für Attacken verwendet. Einige Infektionen bleiben über Jahre hinweg unentdeckt. Glücklicherweise können sich Privatnutzer und Unternehmen mit sehr einfachen Mitteln davor schützen."

Kaspersky-Empfehlungen für eine sichere USB-Verwendung

Für alle privaten USB-Nutzer gilt:
Wenn man ein externes Gerät an einen Rechner anschließt, sollte man Vorsicht walten lassen und sich die Frage stellen, woher das Gerät stammt.
Nur verschlüsselte USB-Speicher vertrauenswürdiger Herkunft verwenden.
Alle auf dem USB-Medium gespeicherten Daten verschlüsseln.
Auf dem Rechner sollte eine Sicherheitslösung [4] installiert sein, die alle temporär angeschlossenen Geräte auf Malware überprüft, bevor sie in das Netz eingebunden werden. Denn auch vertrauenswürdige Marken können Opfer ihrer Lieferkette werden.

Unternehmen wird ergänzend empfohlen:
dass sie interne Richtlinien einführen, von wem und für welchen Zweck USB-Geräte verwendet werden dürfen.
Mitarbeiter im sicheren Umgang mit externen Geräten zu schulen. Das gilt besonders dann, wenn die Geräte zum Austausch von Daten zwischen den Rechnern am Arbeitsplatz und zu Hause verwendet werden.
Mitarbeiter zu sensibilisieren, Speichermedien sicher zu verwahren und nicht offen herumliegen zu lassen.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 07.10.18
Newsletterlauf: 06.11.18

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


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