Angreifer setzen auf Impuls-Attacken


DDoS-Report analysiert über 5.000 abgewehrte Angriffe
Report zeigt auf, jede 4. Minute steht in der der DACH-Region ein Opfer unter einer DDoS-Attacke



Link11, Anbieterin von DDoS-Schutzlösungen, veröffentlichte im Rahmen der diesjährigen CeBIT die Ergebnisse ihres DDoS-Reports für die DACH-Region. Der Report zeichnet für die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zusammen ein konkretes Lagebild zu DDoS-Attacken. Er liefert aktuelle Zahlen, Analysen und Hintergründe. Das Link11 Security Operation Center (LSOC) wertete dafür über 5.000 Attacken aus, die durch den filterbasierten DDoS-Schutz von Link11 erfolgreich abgewehrt wurden. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich über das 4. Quartal 2015 vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2015.

Die Superlative und wichtigsten Fakten aus dem DDoS Report für das 4. Quartal 2015:

>> Alle 4 Minuten steht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein Opfer unter DDoS-Attacke.

>> Gleich bei 4 Angriffen registrierte das LSOC Bandbreiten über 80 Gigabit pro Sekunde (Gbps) und klassifizierte diese damit als Hyper-Attacken.

>> Die größte gemessene und abgewehrte Attacke betrug über 104 Gbps. Diese 104 Gbps-Attacke war eine Multi-Vektor-Attacke, bei der die Angreifer UDP Floods, UDP Fragments sowie TCP SYN Floods mit Reflection-Techniken kombinierten.

>> Der Spitzenwert bei der Datenübertragungsrate lag bei knapp 33 Millionen Paketen pro Sekunde. Dabei nutzen die Angreifer ausschließlich UDP Floods.

>> Volumen-Attacken machen fast 95 Prozent aller über 5.000 gemessenen Angriffe aus.

>> Die häufigsten Vektoren sind UDP Floods (49,4 Prozent) sowie UDP Fragments (13,3 Prozent) und TCP SYN Floods (12,2 Prozent) auf den Plätzen 2 und 3.

>> Bei Reflection-Attacken, einer besonderen Form von Volumen-Angriffen, nutzen die Angreifer offene und ungeschützte NTP- (16,7 Prozent) und DNS-Server (13,1 Prozent).

Jeder zweite Volumen-Angriff (49,8 Prozent) ist eine Multivektor-Attacke.

Die Kombination von einer (39,1 Prozent) oder drei Vektoren (34,3 Prozent) ist dabei die Regel. Für eine Attacke konnte das LSOC den Einsatz von neun Vektoren nachweisen.

Die Analyse der über 5.000 abgewehrten DDoS-Attacken lässt auch wichtige Schlüsse über die Täter zu. "Die Angreifer gehen zunehmend strukturiert vor", fasst Jens Philipp Jung, Geschäftsführer von Link11, die Erkenntnisse des LSCO zu den Tätern zusammen. "Sie verfolgen scheinbar in der Regel mit, ob die gestartet Attacke Erfolg hat und die angegriffene Instanz offline geht. Bleibt der Angriff ohne Wirkung, brechen die Angreifer meist umgehend ab, um ihre Ressourcen zu schonen".

Außerdem setzen DDoS-Angreifer häufig kurze Attacken ein, um gezielt eine große Menge an Servern in einem Streufeuer zu attackieren. Mit dieser Impuls-Methode testen sie die Verwundbarkeit von zahlreichen Zielen und können so potenzielle Opfer für Folgeattacken identifizieren.

Ernste DDoS-Bedrohungslage
Für die kommenden Monate erwartet das LSOC eine steigende Bedrohung durch DDoS-Attacken. Gezielte Attacken in Kombination mit Erpressungen werden zunehmen. Wie und wann die Angreifer zuschlagen, wird für Unternehmen immer unberechenbarer. Neue Attacken-Formen wie SSDP-Reflection und Angriffsbandbreiten von über 100 Gbps sind mit herkömmlichen Abwehrmaßnahmen nicht mehr zu stoppen.
(Link11: ra)

eingetragen: 08.04.16
Home & Newsletterlauf: 26.04.16


Link11: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Statistiken

Bösartige DDoS-Angriffe steigen um 150 Prozent

Radware ihren Global Threat Analysis Report 2022 veröffentlicht. Der Bericht für das gesamte Jahr stützt sich auf Erkenntnisse aus Netzwerk- und Anwendungsangriffen, die von Radwares Cloud und Managed Services, dem Global Deception Network und dem Threat Research Team von Radware stammen.

Höchste APT-Zahlen in Deutschland

Trellix stellt den neuesten Threat Report: November 2022 des Advanced Research Center (ARC) vor. Unter dem Dach des ARC arbeitet und analysiert die Elite der weltweiten Cyber-Sicherheits- und Intelligence-Experten. Der aktuelle Bericht gibt Auskunft über die Cyber-Sicherheitstrends des dritten Quartals 2022.Im Ländervergleich verzeichnete Deutschland im dritten Quartal nicht nur die meisten APT-Angriffe (29 Prozent der beobachteten Aktivitäten), sondern auch die meisten Ransomware-Fälle. Letztere stiegen gegenüber dem Vorquartal um 32 Prozent und machten damit 27 Prozent der weltweiten Ransomware-Aktivitäten aus.

Hacktivisten ziehen sich zurück

Die Anzahl der DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) hat im dritten Quartal 2022 stetig zugenommen, wie eine aktuelle Analyse von Kaspersky zeigt. Vor allem von Profis durchgeführte Angriffe nahmen zu: sogenannte intelligente Angriffe verdoppelten sich sogar im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ging die Zahl der Angriffe durch Hacktivisten, die in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres zugenommen hatten, deutlich zurück.

Emotet-Gefahr ist noch lange nicht gebannt

Die jüngsten Ergebnisse des Internet Security Reports von WatchGuard Technologies zu den wichtigsten Malware-Trends und Netzwerkgefahren liegen vor: Danach zeigt sich für das zweite Quartal 2022 im Vergleich zu den Spitzenwerten der ersten Hälfte des Vorjahres im Hinblick auf Malware insgesamt ein Rückgang.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.