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Veränderungen in der Bedrohungslandschaft


Immer mehr Kryptowährungs-Mining: Hacker setzen immer stärker auf unauffällige Angriffsmethoden
In der ersten Jahreshälfte gab es zudem eine weitere Veränderung hin zu ungewöhnlicheren Malware-Typen wie dateiloser Malware, bösartigen Macros und Malware mit kleinen Dateigrößen



Trend Micro präsentierte ihren "Midyear Security Roundup Report 2018". Der Bericht weist auf eine massive Zunahme von Kryptowährungs-Mining-Malware hin. Zudem stellen die Forscher einen Wandel hin zu ungewöhnlicheren Malware-Typen sowie einen deutlichen Anstieg bei der Erkennung von Sicherheitslücken in SCADA-Systemen fest.

Trend Micro veröffentlichte ihren Midyear Security Roundup Report 2018 mit dem Titel "Unseen Threats, Imminent Losses". Der Bericht des japanischen IT-Sicherheitsanbieters zeigt, dass sich Cyberkriminelle zunehmend von auffälligen Ransomware-Angriffen verabschieden und stattdessen eher unauffällige Angriffsmethoden wählen, um Geld oder Rechenleistung zu stehlen.

Die größten Veränderungen in diesem Jahr zeigen sich bisher bei Kryptowährungs-Mining-Malware. Trend Micro verzeichnet im ersten Halbjahr 2018 einen 96-prozentigen Anstieg bei der Erkennung von bösartigen Crypto-Mining-Versuchen im Vergleich zum Jahr 2017. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 wird sogar eine Zunahme um 956 Prozent verbucht. Dies deutet darauf hin, dass Cyberkriminelle statt der schnellen Lösegeldauszahlung bei Ransomware immer stärker auf den langsameren, im Hintergrund stattfindenden Diebstahl von Rechenleistung für das Mining von digitalen Währungen setzen.

"Die jüngsten Veränderungen in der Bedrohungslandschaft spiegeln das wider, was wir seit Jahren beobachten: Cyberkriminelle ändern ihre Tools, Taktiken und Verfahren (TTPs) ständig, um ihre Erfolgsquoten zu erhöhen", sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. "Großangelegte Spray-and-Pray-Ransomware-Angriffe und Datenschutzverletzungen sind inzwischen zur Norm geworden. Angreifer ändern deshalb ihre Taktik und versuchen jetzt, unauffälliger zu agieren, indem sie auf bisher unbekannte oder wenig genutzte Angriffsvektoren setzen. Das bedeutet einmal mehr, dass Verantwortliche in Unternehmen ihre Sicherheitssysteme dahingehend neu evaluieren müssen, ob diese ausreichenden Schutz gegen die neuesten und dringlichsten Bedrohungen bieten."

Ungewöhnliche Malware liegt im Trend
In der ersten Jahreshälfte gab es zudem eine weitere Veränderung hin zu ungewöhnlicheren Malware-Typen wie dateiloser Malware, bösartigen Macros und Malware mit kleinen Dateigrößen. Trend Micro verzeichnete im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 einen Anstieg von 250 Prozent bei der Erkennung von TinyPOS, einer Malware mit kleiner Dateigröße. Das ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass diese Malware-Typen besser geeignet sind, um Sicherheitslösungen zu umgehen, die nur eine Art von Schutztechnik verwenden.

Schwachstellen in SCADA-Systemen
Darüber hinaus veröffentlichte die Trend Micro Zero Day Initiative (ZDI) in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 über 600 Advisories (Hinweise auf Schwachstellen). Basierend auf dieser Zunahme an Hinweisen kann die ZDI vorhersagen, welche Arten von Schwachstellen wahrscheinlich zukünftig bei Angriffen in der realen Welt verwendet werden. In diesem Jahr wurden bis jetzt bereits doppelt so viele SCADA-Schwachstellen durch die ZDI gekauft und offengelegt wie im Vorjahr. IT-Sicherheitsverantwortliche, die solche Anlagen betreuen, müssen diesen Bedrohungen gegenüber wachsam bleiben. Denn die Akteure beginnen zunehmend mit schadensreichen Angriffen statt bloßer Erkundungen und Tests.

Angesichts der sich rasch entwickelnden Bedrohungen sollten Unternehmen einen Anbieter zu Rate ziehen, der einen umfassenden, mehrschichtigen Schutz vor bekannter Malware und neuen Bedrohungen bietet. Trend Micros führende Bedrohungsanalyse mit inzwischen über 30 Jahren Erfahrung ermöglicht einen umfassenden Schutz und konnte in diesem Jahr bereits mehr als 20 Milliarden Bedrohungen abblocken. (Trend Micro: ra)

eingetragen: 10.09.18
Newsletterlauf: 12.10.18

Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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