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Hintergrund


Im Überblick

  • Gefährliche PowerShell-Payload

    Experten von Kaspersky Lab haben eine große Operation des Bedrohungsakteurs " Muddy Water"entdeckt, der es nun zusätzlich zu den ursprünglichen Zielen im Irak und in Saudi-Arabien 2017 auf Regierungseinrichtungen und andere Organisationen in Jordanien, der Türkei, Aserbaidschan, Pakistan und Afghanistan abgesehen hat; zudem gab es Zielobjekte in Österreich. Die Malware wird über eine hochgradig personalisierte Spear-Phishing-Kampagne verbreitet - über Office-Dokumente und einer Aufforderung an potentielle Opfer, eingebettete Makros zu aktivieren. Die Angriffe dauern an. Bei Muddy Water handelt es sich um einen relativ neuen Bedrohungsakteur, der zum ersten Mal im Jahr 2017 mit einer Kampagne gegen Regierungsziele im Irak und in Saudi-Arabien in Erscheinung trat. Anfang dieses Jahres entdeckten die Experten von Kaspersky Lab Spear-Phishing-E-Mails, die auf deutlich mehr Länder abzielten als bisher für diesen Bedrohungsakteur bekannt. Die Kampagne erreichte ihren Höhepunkt im Mai und Juni 2018, ist aber immer noch aktiv.Der Inhalt der Spear-Phishing-E-Mails deutet darauf hin, dass die Hauptziele Regierungs- und Militäreinheiten, Telekommunikationsunternehmen und Bildungseinrichtungen sind.


Im Überblick

  • Eher maßgeschneiderte Malware

    Das Threat Research Team von Cylance unter der Leitung von Tom Bonner, Director of Threat Research, und mit Unterstützung von Marta Janus, Threat Research Manager, wird in Kürze ein neues technisches Whitepaper zur OceanLotus Malware veröffentlichen. Das Whitepaper beschreibt sämtliche Remote Access Trojaner, die mit der OceanLotus/APT32 Gruppe in Verbindung gebracht werden und gibt Einblicke in die unterschiedlichen von der Gruppe angewendeten Taktiken, Techniken und Methoden ebenso wie Hinweise dazu wie man den Befall erkennen kann (anhand von 120 Malware Samples). Die Analysen des Threat Research Team bestätigen dabei zum einen existierende Untersuchungen und machen darüber hinaus weitere Informationen zu erst kürzlich veröffentlichter Schadsoftware verfügbar. Gemeint sind Roland und das CamCapture Plugin. Neue, zuvor noch nicht besprochene Malware-Varianten zeichnen sich dabei durch Hintertüren aus, die gezielt auf individuelle Ziele hin entwickelt worden sind. Wie schon bei zurückliegenden APT32-Kampagnen richten sich die Angriffe gegen Industrie, bestimmte Branchen, aber auch Nationalstaaten.


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Meldungen: Hintergrund

  • Stromausfall durch eine Cyberattacke

    Die Sicherheitsforscher von Eset haben ein neues Malware-Framework enttarnt. Dabei handelt es sich um eine Art Toolsammlung, die aus mehreren Komponenten besteht. Das Framework mit der Bezeichnung GreyEnergy wird höchstwahrscheinlich von der gleichen Gruppe Cyberkrimineller betrieben, die hinter BlackEnergy, Telebots und vermutlich auch NotPeya stecken. Vergangene Woche deckte Eset auf, dass auch die Malware Industroyer auf das Konto von Telebots geht.

  • G Data entdeckt Cybercrime-Hotspot in der Ukraine

    Eine neue Version der GandCrab-Ransomware erregte die Aufmerksamkeit unserer Analysten. Bei genauerem Hinschauen fanden sie Hinweise auf ein ganzes kriminelles Netzwerk in der Ukraine. Bei der Analyse einer neuen Version der GandCrab-Ransomware haben G Data-Sicherheitsforscher ein ganzes Netzwerk krimineller Aktivitäten entdeckt, die aus einem zusammenhängenden IP-Bereich aus der Ukraine heraus betrieben werden. Die vermutlich unter falscher Adresse registrierten IP-Adressen zeigen Hinweise auf illegales Cryptojacking, Phishing-Seiten und Dating-Portale. Zuletzt wurde GandCrab in Version 4 gegen Personalabteilungen eingesetzt. Ransomware wird in Untergrundforen an Kriminelle verkauft oder vermietet. Das ist wohl auch im Falle von GandCrab v5 so. Allerdings will die Person hinter der IP-Adresse sich offenbar nicht auf nur eine kriminelle Aktivität verlassen, um Einnahmen zu generieren.

  • Trojaner-App extrem gefährlich

    Manche Entwickler mobiler Anwendungen meiden die traditionellen App-Stores. Das kommt Cyber-Kriminellen sehr entgegen, wie der neue Trojaner GPlayed beispielhaft zeigt. Diese als App getarnte Malware verwendet ein Symbol, das dem Logo des Google Play Store zum Verwechseln ähnlich sieht. Zudem nutzt sie den Namen "Google Play Marketplace", um sich zu tarnen. Was diese Malware unberechenbar macht, ist die Fähigkeit, sich nach der Bereitstellung zu verändern. Dazu hat der Entwickler die Möglichkeit eingerichtet, aus der Ferne Plugins zu laden, Skripte einzuspeisen und sogar einen neuen ausführbaren .NET-Code zu generieren.

  • Neue Backdoor-Variante

    Der aktuelle BSI Lagebericht verdeutlicht, dass Cyber-Angriffe an der Tagesordnung sind. Immer stärker in den Fokus rücken dabei Infrastrukturanbieter. Bereits im vergangenen Jahr war es Angreifern gelungen, in der Ukraine mit dem Schadprogramm Industroyer und Blackenergy Energieversoger und Kraftwerke anzugreifen. Das Resultat: In Teilen der Ukraine brach die Stromversorgung für mehrere Stunden komplett zusammen. Neueste Eset Analysen zeigen, dass diese Cybercrime-Gruppierung jetzt mit den Online-Kriminellen zusammenarbeitet, die für die Entwicklung von Wannacry und NotPetya verantwortlich waren. Das daraus resultierende Cyber-Attacker Know-how hebt das Gefahrenpotential für KRITIS-Betreiber auf ein vollkommen neues Niveau. Deutschland und andere europäische Staaten könnten nach Einschätzung von Eset zukünftig stärker als bisher in den Fokus von Cyber-Terroristen geraten.

  • Wandlungsfähigkeit & Experimentierfreude

    Es gibt eine neue Entwicklung bei der Verbreitung der Malware ,KopiLuwak' des russischsprachigen Bedrohungsakteurs Turla (auch bekannt als Snake oder Uroburos): Experten von Kaspersky Lab berichten, dass das Schadprogramm einen nahezu identischen Code nutzt, der erst vor einem Monat im Zuge der Zebrocy-Operation, als Teilgruppe von Sofacy (ebenfalls russischsprachig, auch bekannt als Fancy Bear und ATP28), verwendet wurde. Die Kaspersky-Analyse über vier derzeit aktive Turla-Cluster zeigt zudem, dass es bei Sofacy und Turla Überschneidungen der anvisierten Ziele gab: geopolitische Hotspots in Zentralasien sowie sensible Regierungs- und Militäreinheiten. KopiLuwak (benannt nach einer seltenen Kaffeesorte) wurde erstmalig im November 2016 entdeckt und verbreitet Dokumente mit Malware und aktivierten Makros, die neue, schwer analysierbare Javascript-Malware hinterlassen, über die die Angreifer bei den anvisierten Opfern System- und Netzwerkaufklärung betreiben konnten.