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Threat Predictions: Fünf Cyber-Sicherheitstrends


2018: Ransomware wird sich auf neue Ziele ausrichten - Gefahren durch serverlose Apps und Datenschutzprobleme bei IoT-Geräten und Apps für Jugendliche
Der traditionelle Angriff mit Ransomware wird weniger profitabel, da sich die Verteidigungsmechanismen der Unternehmen verbessern

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Der neue McAfee Labs 2018 Threat Predictions Report identifiziert fünf Schwerpunkte, die 2018 eine wichtige Rolle in der Welt der Cyber-Sicherheit spielen werden: Die Trends reichen von den Gefahren durch serverlose Apps, die Entwicklung von Ransomware und Maschinellem Lernen, bis hin zu Datenschutz-Problemen durch IoT-Geräte und Apps für Jugendliche.

"Der signifikante Anstieg von Ransomware in diesem Jahr hat gezeigt, dass Cyber-Kriminelle aus erfolgreichen Abwehrstrategien lernen und Angriffe entsprechend weiterentwickeln", so Steve Grobman, Chief Technology Officer bei McAfee. "Neue Technologien wie Machine Learning, Deep Learning und Künstliche Intelligenz sind zwar die Eckpfeiler der IT-Sicherheit. Allerdings arbeiten Cyber-Kriminelle genauso hart daran wie wir, diese für sich zu nutzen und weiterzuentwickeln. Letztendlich macht also die menschliche Intelligenz hinter der Technologie im Kampf gegen Cyber-Kriminellen den großen Unterschied."

Folgende Trends hat der Report für 2018 identifiziert:

1. Maschinelles Lernen führt zu Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Angreifern und Verteidigern
Maschinelles Lernen ermöglicht die Verarbeitung massiver Datenmengen und erleichtert es dadurch, bekannte Schwachstellen zu beheben und verdächtiges Verhalten zu erkennen. Gleichzeitig muss auch damit gerechnet werden, dass Cyber-Angreifer sich Maschinelles Lernen selbst zu Nutze machen, um die eigenen Attacken zu optimieren. Um das Rennen zu gewinnen, müssen Unternehmen also die anfängliche maschinelle Einschätzung der Software durch schnelles und menschliches Urteilsvermögen ergänzen. Nur dann gelingt es, die Muster von Cyber-Attacken zu verstehen und vorherzusehen.

2. Ransomware wird sich weiterentwickeln und neue Technologien und Angriffsziele anvisieren
Der traditionelle Angriff mit Ransomware wird weniger profitabel, da sich die Verteidigungsmechanismen der Unternehmen verbessern und Mitarbeiter besser darauf vorbereitet sind als in der Vergangenheit. Zukünftige Hacks werden sich gegen neue und lukrativere Ziele richten wie zum Beispiel vermögende Personen und Unternehmen oder vernetzte Geräte.

3. Serverlose Apps werden Zeit und Geld sparen, stellen allerdings auch eine größere Angriffsfläche dar
Trotz der Vorteile, die serverlose Apps mit sich bringen, sind Daten, die über ein Netzwerk übertragen werden, jedoch auch extrem anfällig. So sind sie durch Zugriffsberechtigungen auf das Smartphone und Interaktionen mit anderen Applikationen angreifbar. Ebenso können die Transitdaten eine Brute-Force-Attacke begünstigen, weil die serverlose Struktur nicht mit den Datenmengen mitskalieren kann. Die Bereitstellung solcher neuen Funktionen muss alle erforderlichen Sicherheitsprozesse beinhalten. Zusätzlich muss jeglicher Datenverkehr angemessen durch VPNs oder Verschlüsselung geschützt werden.

4. Vernetzte Geräte speichern immer mehr private Daten – ob mit oder ohne Einverständnis
Durch die stetig steigende Anzahl miteinander verbundener Heimgeräte, werden Unternehmen immer tiefere Einblicke in das Kaufverhalten und die Bedürfnisse ihrer Kunden erhalten. Datenschutzvereinbarungen werden kaum von Kunden gelesen, wodurch Unternehmen die Chance bekommen durch nachträgliche Änderungen der Datenschutzvereinbarungen mehr und mehr Informationen zu speichern und für die eigene Umsatzsteigerung einzusetzen.

Für solche Maßnahmen müssen härtere Strafen eingeführt werden, um Unternehmen abzuschrecken, damit diese Vorgehensweise nicht profitabel bleibt.

5. Unternehmen, die nutzergenerierte Daten von Kindern speichern, müssen mit langfristigen Image-Schäden rechnen
Unternehmen werden immer hartnäckiger wenn es um das Speichern von nutzergenerierten Daten junger App-Benutzer geht. Vor diesem Hintergrund werden 2018 besonders Eltern immer aufmerksamer, was den Missbrauch von Daten junger Nutzer angeht.

Die negativen Folgen der Speicherung dieser Daten können gravierend sein – insbesondere heute, wo Verhaltensrichtlinien für Apps noch nicht ausreichend definiert oder verinnerlicht wurden. McAfee ist der Meinung, dass zukünftige Erwachsene verstärkt mit "digitalem Ballast" kämpfen werden, der heutzutage entsteht. Der mögliche Missbrauch dieser Daten ist sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch Eltern nicht bewusst. In diesem Umfeld profitieren Unternehmen, die diesen Umstand nicht ausnutzen, sondern vielmehr Eltern über diese Risiken aufklären.
(McAfee: ra)

eingetragen: 18.12.17
Home & Newsletterlauf: 26.01.18


McAfee: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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    Cryptowährungen von Bitcoin bis Petro beruhen auf sehr anspruchsvollen mathematischen Verschlüsselungen. Um sie zu erzeugen, ist extrem viel Rechenkraft notwendig. Diese kann beispielsweise in Server-Farmen produziert werden, deren Betrieb jedoch teuer ist. Immer häufiger lagern daher Webseitenbetreiber das sogenannte Schürfen von Cryptowährungen unbemerkt an Surfer im Internet aus. Alles was es dazu bedarf, ist das Platzieren entsprechender Scripte auf einem Webserver. Daraus sind inzwischen erste Geschäftsmodelle entstanden. "Das bekannteste Beispiel ist derzeit Coinhive, ein Javascript, welches Webseitenbetreiber in ihrem Webangebot einbauen können", sagt Patrick Koetter, Leiter der Kompetenzgruppe Anti-Abuse beim eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. und CEO der sys4 AG. "Über die im Browser ausgeführten Rechenoperationen wird dabei die Cryptowährungen Monero erzeugt und ein so erzielter Gewinn an den Webseiten-Betreiber ausgezahlt."

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