- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

Mehr Sicherheit für das intelligente Energienetz


Durch das stete Zusammenwachsen der für den Betrieb von Anlagen eingesetzten Prozess- und Leittechnik mit Systemen der Informations- und Kommunikationstechnologie erhöht sich die Bedrohung durch mögliche Cyber-Angriffe
Die Integrität, Authentizität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten muss fortlaufend gewährleistet sein

- Anzeigen -





Intelligente Energienetze benötigen intelligente IT-Sicherheitsstandards. Aus diesem Grund sind Strom- und Gasnetzbetreiber verpflichtet, bis zum 31. Januar 2018 ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) zum Schutz vor Cyber-Angriffen zu etablieren. Solche und weitere Sicherheitsmaßnahmen sind auch angesichts des anstehenden Rollouts der Smart-Meter-Systeme erforderlich.

Im Zuge von Industrie 4.0 und der Energiewende soll eine effizientere Energieversorgung und ein transparenteres Abrechnungsmodell für Verbraucher geschaffen werden. Vor diesem Hintergrund werden intelligente Messsysteme etabliert und Verbraucherdaten digital an Energieversorger übertragen. Dies birgt jedoch auch Risiken: "Durch das stete Zusammenwachsen der für den Betrieb von Anlagen eingesetzten Prozess- und Leittechnik mit Systemen der Informations- und Kommunikationstechnologie erhöht sich die Bedrohung durch mögliche Cyber-Angriffe", sagt Gerhard Dreier, Produktmanager Energieerzeugung bei TÜV Nord. Daten könnten bei der digitalen Übermittlung durch gezielte Hacker-Angriffe in falsche Hände geraten; ebenso könnten die digitalen Zähler und andere Komponenten selbst manipuliert werden.

Anforderungen an die IT-Security
Mit dem IT-Sicherheitsgesetz, der Verordnung für kritische Infrastrukturen KritisV sowie dem IT-Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur werden umfangreiche Anforderungen zur IT-Security bei Energieerzeugern, Transportnetz- und Verteilnetzbetreibern definiert. Eine wesentliche Forderung des genannten Sicherheitskatalogs ist die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) auf Basis der Normen ISO 27001, ISO 27002 und ISO 27019. Dieses muss insbesondere bei Strom- und Gasnetzbetreibern bis zum 31. Januar 2018 etabliert und zertifiziert werden.

Die Integrität, Authentizität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit der Daten muss fortlaufend gewährleistet sein. Angesichts des bundesweit geplanten Einsatzes intelligenter Smart-Meter-Gateways sind die Hersteller gesetzlich verpflichtet, ihren Beitrag zur IT-Sicherheit zu leisten. In Deutschland dürfen nur Smart-Meter-Gateways eingesetzt werden, welche die Protection Profiles (PP0073 und PP0077) der Standards Common Criteria und BSI TR 03109 erfüllen. Da das Smart-Meter-Gateway als Kommunikationseinheit eine zentrale Rolle spielt, ist darin festgelegt, dass alle Kommunikationsverbindungen verschlüsselt werden und dass nur autorisierten Teilnehmern und Geräten vertraut wird. Die verschiedenen Sicherheitsanforderungen an Betreiber und Hersteller zeigen, dass neue Herangehensweisen in der Etablierung und Zertifizierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen nötig sind.

Umfassendes Risikomanagement mit "Security4Safety"
"Um den steigenden Risiken von Cyber-Angriffen auf das intelligente Energienetz entgegenzuwirken, ist eine ganzheitliche Betrachtung von funktionaler Sicherheit, also Safety, und IT-Security notwendig", erklärt Dreier. "Durch einen erfolgreichen Angriff zum Beispiel auf einen Netzbetreiber, durch den die Stromversorgung eines Gebietes oder einer Stadt beeinträchtigt wird, ist die Versorgungssicherheit von Menschen unmittelbar betroffen." Es gilt, die IT-Security und die funktionale Sicherheit von Anlagen und Produkten (Safety) gleichermaßen zu gewährleisten. (TÜV Nord Group: ra)

eingetragen: 13.03.17
Home & Newsletterlauf: 11.04.17


TÜV Nord Group: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -



Meldungen: Hintergrund

  • Einsatz von KI in Sicherheitsprodukten

    Anbieter von Sicherheitssoftware vermarkten den Einsatz von KI in ihren Produkten als technologischen Fortschritt. Dabei haben sie gar keine Wahl: Cyberkriminelle geben den Takt vor und werden immer mächtiger. Schuld ist der konzeptionelle Ansatz einer ganzen Branche, analysiert Sicherheitssoftware-Anbieter Bromium. Tatsächlich befinden sich Cyberkriminelle im Kampf um die Sicherheitshoheit seit jeher im Vorteil. Sie unterliegen keinen Organisationszwängen, sind schnell, per Definition skrupellos und geben mit immer fortschrittlicheren Attacken den Takt vor. Anbieter von Sicherheitssoftware können neuartige Angriffe nicht antizipieren und müssen reagieren; bis aber angepasste Abwehrmaßnahmen entwickelt und am Ende von ihren Unternehmenskunden produktiv eingesetzt werden, ist es meist schon zu spät. Dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne.

  • Virtualisierung wird zum Retter der IT

    Sicherheitsvorfälle sind weiter an der Tagesordnung und klassische Sicherheitsmaßnahmen haben mehr als einmal versagt. Einen Ausweg aus dem Sicherheitsdilemma bieten Virtualisierungslösungen, meint Bromium. Noch vor wenigen Jahren schien es undenkbar, dass eine Bank ihre auf Mainframes angesiedelten unternehmenskritischen Kernapplikationen auch auf virtuellen Servern betreibt. Heute bilden virtuelle Infrastrukturen im Bankenumfeld keine Ausnahme mehr. Die Entwicklung weg von physischen Infrastrukturen hin zu virtuellen Architekturen zeigt sich in der gesamten IT. So ist die Virtualisierung im Server- und Storage-Bereich bereits der Standard. Der Virtualisierungstrend erfasst aber nicht nur Server- und Storage-Landschaften, sondern seit geraumer Zeit auch Applikationen, Netzwerke und sogar einzelne Netzwerkfunktionen. Und aktuell setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Virtualisierung gerade auch hinsichtlich der IT-Sicherheit entscheidende Vorteile bringt.

  • Diebstahl von Passwörtern

    Der Diebstahl von Passwörtern geschieht nicht nur durch Software und Social Engineering - es kann auch schon eine Wärmebildkamera ausreichen, die kostengünstiger und somit für Cyberkriminelle immer interessanter wird. Laut einer Untersuchung von Wissenschaftlern der University of California reichen die Wärmespuren (Heat Traces) auf handelsüblichen Tastaturen aus, um Passwörter abzugreifen. Nach Einschätzung der Forscher sind besonders leicht Eingaben von Nutzer des Zwei-Finger-Suchsystems auslesbar. Diese ungewöhnliche Methode des Passwortknackens könnte im Bereich Cyber- und Industriespionage zum Tragen kommen.

  • Lösegeld-Flatrate für Unternehmen

    WannaCry hat Ransomware zu einer besonders zerstörerischen Dimension verholfen. Mit WannaCrypt erscheint nun eine neue Variante der Erpressungssoftware: Zahlt, dann bleibt ihr verschont. Sophos gibt eine Einschätzung und Tipps zum Umgang mit Ransomware. Gibt es Schlimmeres als einen Ransomware-Angriff, der sämtliche Dateien zerhackt und Geld fordert, damit der Computer wieder befreit wird? WannaCry hat der Ransomware-Gefahr eine ganz neue Dimension verliehen, indem es den Prozess der Datenzerstörung mit einem selbst verbreitenden Computer-Virus kombinierte. Als Ergebnis konnte WannaCry sich automatisch ins eigene Netzwerk einschleichen und hatte das Potenzial, Hunderte oder sogar Tausende PCs in einer einzigen Attacke zu zerlegen - auch wenn nur ein einziger Nutzer einen Anhang mit derartiger Sprengladung öffnete oder eine Datei von einer infizierten Webseite downloadete.

  • Hacker-Angriffe: Weiterhin Handlung

    Fragen Sie sich doch einmal selbst: Würden Sie eher die E-Mail-Nachricht eines Prinzen aus Nigeria öffnen, der Sie um Hilfe bittet, oder die, bei der Sie einfach nur "hier klicken" müssen, um kostenlose Tickets zur Fußballweltmeisterschaft zu erhalten? Cyberkriminelle halten immer Ausschau nach günstigen Gelegenheiten, um Verbraucher zu täuschen. Wenn große Datenpannen bekannt werden, versenden sie zum Beispiel oft Sicherheitsmeldungen, die die Empfänger dazu auffordern, ihre Daten zu sichern. Oder sie verschicken Links zu meist unvorteilhaften und daher für eine Veröffentlichung gesperrte Fotos von Prominenten.

Trustwave: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.