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Staatstrojaner? Gute Malware gibt es nicht!


Bitdefender: Unsere Mission als Anbieter von Sicherheitslösungen ist es, Anwender vor jeglicher Malware zu schützen, unabhängig von deren Quelle
"Wir erkennen und blocken sie weitgehend automatisiert durch Machine Learning und Verhaltensanalysen"

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Von Bogdan "Bob" Botezatu, Leitender Analyst für digitale Bedrohungen, Bitdefender

Wer in die Welt der Malware eintaucht, befindet sich schnell in einer Grauzone der Legalität. In der Praxis verwenden staatliche Organe bei der Online-Überwachung oft Tools, Malware und Sicherheitslücken, die Cyberkriminelle vor ihnen aufgespürt haben. Und umgekehrt nutzen Cyberkriminelle auch Software und Angriffsmethoden, die staatliche Stellen entdeckt oder entwickelt haben, wie zuletzt WannaCry drastisch vor Augen führte. Täglich tauchen Zehntausende neue Schadcodes auf. Wir erkennen und blocken sie weitgehend automatisiert durch Machine Learning und Verhaltensanalysen.

Auch wenn der Einsatz von Schadsoftware im Einzelfall also vielleicht legitim und im Einklang mit Gesetzen steht, wird unsere Lösung sie blocken. Es kann und wird von unserer Seite keine Sonderbehandlung staatlicher Malware geben. Unsere Mission als Anbieter von Sicherheitslösungen ist es, Anwender vor jeglicher Malware zu schützen, unabhängig von deren Quelle. Gute Malware gibt es nicht.

Hintergrundinfos
Bogdan Botezatu ist leitender Analyst für digitale Bedrohungen bei Bitdefender. Er hat umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Computernetzwerke und Malware-Forschung und arbeitet bereits seit 2007 für den rumänischen Entwickler von innovativen Virenschutzlösungen. Seine Fachgebiete umfassen elektronische Kriegsführung sowie Malware auf mobilen Geräten und in sozialen Netzwerken.

Als leitender Analyst für digitale Bedrohungen war er Mitglied der Teams, die für die Entwicklung des Bitdefender USB Immunizer und der Bitdefender Removal Tools verantwortlich zeichnen. Darüber hinaus ist er der Autor von "Malware History", einer Übersicht über die interessantesten Entwicklungen in der Malware-Bedrohungslandschaft, "Securing Wireless Networks", einer Anleitung zur Absicherung von Heimnetzwerken, und dem "Safe Blogging Guide", einem Leitfaden zum sicheren Bloggen und zuverlässigen Identitätsschutz.

Bogdan Botezatu hat als Referent an zahlreichen Sicherheitskonferenzen in der ganzen Welt teilgenommen, darunter die IPEXPO, DefCAMP sowie internationale Seminare, so zum Beispiel das von IMPACT Alliance organisierte "Current Methods for Combating Cybercrime”. Vor seiner Zeit bei Bitdefender war er Systemadministrator für die Alexandru-Ioan-Cuza-Universität in Iasi.
(Bitdefender: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 26.07.17


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Faktor Mensch: Bedrohungen rechtzeitig erkennen

    Cyberattacken treten immer häufiger auf und nehmen an Komplexität zu. Dabei haben die Angreifer sämtliche Wirtschaftszweige im Visier. Dieser anhaltende Trend führt dazu, dass immer mehr Unternehmen ihre Position überdenken und neue Maßnahmen einführen, um Mitarbeiter für das Thema IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Ziel ist es, natürliche Reflexe hervorzubringen, die es ermöglichen, jeden Beteiligten im Unternehmen darauf vorzubereiten, eine aktive Rolle beim Schutz vor Bedrohungen einzunehmen. Denn Cyberangriffe können für ein Unternehmen schwerwiegende Folgen, wie beispielsweise Daten- und Informationsverlust oder Imageschäden, haben. Das kann dann wiederum zur Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses gegenüber Kunden und Partnern führen.

  • Angriffe auf Energieversorger

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt: Deutsche Energieversorger könnten das Ziel groß angelegter Cyber-Angriffskampagnen sein. Zwar liegen derzeit noch keine Hinweise auf erfolgreiche Hacker-Zugriffe vor, dennoch arbeitet das Amt intensiv an einer Vielzahl von Verdachtsfällen und rät zu nötigen Schutzmaßnahmen. Ross Brewer, Vice President und Managing Director EMEA bei LogRhythm, kommentiert die Warnung folgendermaßen.

  • Personenbezogene Daten ein attraktives Ziel

    Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde ein damals 30-jähriger externer Mitarbeiter schlagartig weltberühmt, obwohl sein Beruf eigentlich genau das Gegenteil erfordert hatte: Edward Snowden leakte geheime Unterlagen der US-amerikanischen National Security Agency (NSA). Je nach Sichtweise, politischer Einstellung, möglicherweise auch Nationalität, wird man sein Handeln anders bewerten: Für die einen ist er ein Verräter, für die anderen ein Held, der Prototyp eines Whistleblowers. Fest steht auf alle Fälle, dass sich die Wahrnehmung der staatlichen Überwachung (insbesondere in Deutschland), vor allem aber die IT-Sicherheit auf Jahre verändert hat. Wahrscheinlich haben wir mit "blended attacks" wie WannaCry, die ohne NSA-Tools kaum denkbar wären, erst einen Vorgeschmack auf den wahren Schaden dieser Angriffe bekommen. Und sicherlich arbeiten Cyberkriminelle (und auch Hacker im staatlichen Auftrag) an neuen Varianten.

  • Damit aus Double Kill kein Overkill wird

    Bei der kürzlich aufgedeckten Double-Kill-Schwachstelle wurde eine einzigartige Angriffsmethode verwendet, die zukunftsweisend sein wird. Marina Kidron vom Skybox Research Lab klärt auf, welche Tools vor einem erneuten Angriff schützen. Vor wenigen Wochen machte die Double-Kill-Attacke Schlagzeilen. Hacker haben eine Sicherheitslücke im Internet Explorer ausgenutzt, um Windows-PCs mit Schadprogrammen zu infizieren. Mittels eines speziell präparierten Office-Dokuments wurde eine Malware heruntergeladen und unbemerkt auf dem Computer installiert. Es wird gemutmaßt, dass hinter dem Angriff gezielte Spionageabsichten stecken. Mittlerweile wurde die Sicherheitslücke behoben, aber die Gefahr ist noch lange nicht gebannt.

  • Augen auf im World Wide Web

    "Die Darstellung von SSL-Zertifikaten hat sich in einigen Browsern in letzter Zeit nicht zum Besten entwickelt. Langjährige Sensibilisierungsmaßnahmen müssen endlich neu überdacht werden", macht Christian Heutger, IT-Sicherheitsexperte und Geschäftsführer der PSW Group aufmerksam. Der Grund: Einige Browser wiegen ihre Nutzer in vermeintlicher Sicherheit, die nicht gegeben ist, wenn sie "https" sowie ein "Sicher" anzeigen. Ein Blick auf die Support-Seiten dieser Browser zeigt nämlich, dass eine wichtige Komponente von SSL-Zertifikaten massiv ins Hintertreffen gerät: die zuverlässige und ausreichende Validierung. Christian Heutger erklärt: "Früher gab es selbst für die einfachste Validierung weitere Sicherheitsmaßnahmen. In letzter Zeit jedoch hat die Anzahl zertifizierter Phishing-Sites massiv zugenommen - sowohl durch den einfachen Zugang zu SSL-Zertifikaten, aber auch dadurch, dass die Browser nun vor Websites ohne Verschlüsselung auffallend warnen."