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Grundrecht auf vertrauliche IT-Systeme


Staatliches Hacking macht alle Geräte unsicher
Digitalcourage: Es ist Aufgabe des Staates, Sicherheitslücken zu schließen, nicht sie für Staatstrojaner bereit zu halten


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Digitalcourage warnte am "Safer Internet Day 2018" mit einem Brief Bundestagsabgeordnete vor den Folgen von staatlichem Hacking. Digitalcourage fordert ein Aufhebungsgesetz für Staatstrojaner und wird eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zum staatlichen Hacking einreichen. "Es ist Aufgabe des Staates, Sicherheitslücken zu schließen, nicht sie für Staatstrojaner bereit zu halten", sagt Friedemann Ebelt von Digitalcourage. "Staatstrojaner verletzen unser Grundrecht auf vertrauliche IT-Systeme. Darum werden wir gegen die Staatstrojaner eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einreichen."

Was sind Staatstrojaner?
Staatstrojaner sind Spionage-Programme, die von Ermittlungsbehörden und Geheimdiensten auf Kommunikationsgeräten installiert werden. Die gesetzlichen Grundlagen heißen Quellen-Telekommunikations-Überwachung (Quellen-TKÜ) und Online-Durchsuchung. Entwickelt werden die deutschen Staatstrojaner von der "Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich" (ZITiS) in München sowie von Firmen, wie der Gamma Group und DigiTask.

Warum sind Staatstrojaner gefährlich?
Staatstrojaner werden über Sicherheitslücken installiert. Polizei und Geheimdienste nutzen Schwachstellen in Handys, Computern und Tablets, durch die auch Kriminelle in die Geräte einbrechen können. Wie gefährlich das ist, haben die Verschlüsselungstrojaner "WannaCry" und "NotPetya" gezeigt.

Überwachung per Verfahrenstrick
Am 22. Juni 2017 hat der Bundestag die Strafprozessordnung geändert. SPD und CDU/CSU haben darin auf den letzten Metern ein Überwachungsgesetz versteckt: den erweiterten Einsatz von Staatstrojanern. Selbst die Bundesdatenschutzbeauftragte erfuhr davon erst im Nachgang. Das ist undemokratisch und hat eine öffentliche Debatte sowie kritische Stellungnahmen verhindert.

Brief an Bundestagsabgeordnete:
Brief: https://digitalcourage.de/blog/2018/staatstrojaner-warnbrief-an-bundestag-wortlaut
Blogartikel: https://digitalcourage.de/blog/2018/staatstrojaner-warnbrief-an-bundestag

Geplante Verfassungsbeschwerde gegen Straatstrojaner unterstützen:
https://digitalcourage.de/staatstrojaner-stoppen

Erklärvideo zu Staatstrojanern ansehen (vimeo.com):
https://vimeo.com/253789914
https://vimeo.com/digitalcourage
(Digitalcourage: ra)

eingetragen: 13.02.18
Newsletterlauf: 10.04.18

Digitalcourage: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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    "Die Angriffsflächen erweitern sich exponentiell. Cyberkriminelle sind keine Hobby-Bastler mehr, sondern Vertreter einer neuen ,Hacker-Wirtschaft', welche die Innovationskraft von Unternehmen übertreffen kann." So lautet eines der Kernergebnisse des ersten "Future of Multi-Cloud (FOMC) Report" für die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika). Die Studie wurde von F5 in Auftrag gegeben und von der Foresight Factory durchgeführt. Unternehmen müssen sich dieser neuen Herausforderung für ihre Sicherheit stellen, ohne die Servicequalität zu beeinträchtigen. Die Einführung eines zuverlässigen, zukunftssicheren Gesamtsystems aus integrierten Sicherheits- und Cloud-Lösungen kann Entscheidern mehr Kontext, Kontrolle und Transparenz bieten. Es wird auch das notwendige Vertrauen schaffen, um Kosten und Komplexität zu reduzieren.

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    BSI-Präsident Arne Schönbohm und Innenminister Horst Seehofer hat den aktuellen Bericht der Bundesbehörde vorgestellt. Die absoluten Zahlen der Bedrohungen und Angriffe haben sich in allen Bereichen über die Jahre weiter nach oben entwickelt. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da einerseits die Digitalisierung von Behörden und Unternehmen voranschreitet und andererseits auch die Detektierung von IT-Sicherheitsvorfällen durch höhere Awareness in den Unternehmen und Meldepflichten zunehmen dürfte. Leider finden sich im Bericht keinerlei Forschungsergebnisse über die Dunkelziffer von erfolgreichen Angriffen. Zudem gibt es eine durchgehende Vermengung der Zahlen zwischen detektierten abgewehrten und erfolgreichen (festgestellten) Angriffen, die eine Interpretation der Daten schwierig macht.

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    Die Sicherheitsforscher von Check Point haben eine brisante Schwachstelle in WhatsApp entdeckt, die es ermöglicht, scheinbar vertrauenswürdige Nachrichten zu manipulieren und gefälschte Nachricht im Namen eines unbeteiligten Nutzers zu verschicken. Böswillige Akteure könnten über diese Schwachstelle beispielsweise eine bereits gesendete Antwort nachträglich verändern, sodass sie wie eine legitime Nachricht des Absenders wirkt. In einem Gruppenchat könnten sie wiederum gefälschte Nachrichten verbreiten, selbst wenn die zitierte Person kein Mitglied der Gruppe ist. Diese Schwachstelle bietet zahlreiche Möglichkeiten für einen Betrug und untergräbt das Vertrauen in Messenger, das ihnen täglich entgegengebracht wird.