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Gemalto: Statement zum T-Mobile Hack


Schutz mit einem datenzentrierten Sicherheitsansatz
Selbst wenn Unternehmen Verschlüsselung einsetzen, könnten Daten kompromittiert werden, wenn die kryptographischen Schlüssel unzureichend geschützt sind

(27.10.15) - Der Cyberangriff auf Experian, einen Dienstleister von T-Mobile in den USA, kann fatale Folgen nach sich ziehen. Die Daten von etwa fünfzehn Millionen Kunden wurden gestohlen. Dies ist nicht besonders kritisch – solange die Daten verschlüsselt sind. Hier finden Sie einen Kommentar von Thorsten Krüger, Regional Sales Director, Identity and Data Protection, Gemalto:

"Der Hackerangriff auf Experian und T-Mobile ist der aktuellste Fall auf einer langen Liste großer Unternehmen, die von Cyberkriminellen angegriffen wurden. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ‚ob’ ein Angriff geschehen wird, sondern vielmehr ‚wann’ er passiert. Aus diesem Grund müssen Unternehmen sich von einer traditionellen, auf das Netzwerkperimeter zentrierten Sicherheitsstrategie verabschieden und stattdessen den Ernstfall absichern. Das bedeutet eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie mit mehren Stufen einzuführen, die Zugangskontrollen, starke Authentifizierung, Netzwerksicherheit, Verschlüsselung und Key Management umfasst.

Doch selbst wenn Unternehmen Verschlüsselung einsetzen, könnten Daten kompromittiert werden, wenn die kryptographischen Schlüssel unzureichend geschützt sind – das Schlüsselmanagement spielt daher eine große Rolle. Wenn die Verschlüsselung geknackt wird, betrifft das Risiko nicht nur die Daten, sondern auch die Schlüssel selbst. Dies ermöglicht Angreifern die Daten zu entschlüsseln, falsche Identitäten zu erschaffen und nach Wunsch Zertifikate auszustellen. Spezielle Crypto-Prozessoren, die speziell dafür entwickelt wurden, Schlüssel sicher zu verwalten, zu bearbeiten und auf entfernten Web-Servern abzuspeichern, können helfen den Diebstahl der Schlüssel zu verhindern.

Da das Risiko für Datendiebstahl weiter zunimmt, müssen Unternehmen durch einen datenzentrierten Sicherheitsansatz für den Schutz ihrer sensiblen Informationen sorgen. Die Kombination aus starker Authentifizierung in Verbindung mit Verschlüsselungs- und Key-Managementlösungen sorgt dafür, dass Informationen auch im Falle eines Diebstahls unbrauchbar für die Angreifer sind."
(Gemalto: ra)

Gemalto: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Drive-By-Infektionen als Adobe Flash-Update

    Bislang macht die Bad Rabbit-Ransomware vor allem durch ihren auffälligen Namen von sich reden. Der Crypto-Trojaner selbst erscheint technisch nicht besonders bemerkenswert, so nutzt er etwa keinen neuen oder kreativen Angriffs-Vektor. Bemerkenswert ist allerdings, dass es immer noch Unternehmen und Organisationen gibt, die nichts aus den letzten Ransomware-Wellen gelernt zu haben scheinen. Offensichtlich bedient sich Bad Rabbit der Waterhole-Methode, d.h. die Malware wird durch infizierte Internet-Seiten, auf die die anvisierten Ziele häufig zugreifen, verbreitet. Diese Drive-By-Infektionen werden als Adobe Flash-Update getarnt und auf diese Weise unbedarfte Nutzer dazu verleitet, die Schadsoftware herunterzuladen. Mit Applikations-Whitelisting, aktuellen Browsern und Standard-Sicherheitssoftware sollte eigentlich eine Infektion vermieden werden. Dass wir trotzdem von betroffenen Unternehmen hören, etwa der Nachrichtenagentur Interfax, wirft ein schlechtes Bild auf die Sicherheitspraxis zahlreicher Firmen und Institutionen.

  • Ausbreitung von Bad Rabbit

    Die unter dem Namen "Bad Rabbit" bekannt gewordene Ransomware hat bereits einiges an medialer Aufmerksamkeit erlangt. Die ersten Opfer waren vornehmlich russische Nachrichtenagenturen und andere Institutionen in Russland und der Ukraine. Andrew Clarke, One Identity, kommentiert.

  • Zertifizierung muss auf offene Normen setzen

    Die Europäische Kommission hat einen Regulierungsvorschlag veröffentlicht, der auch einen künftigen Europäischen Zertifizierungs- und Kennzeichnungsrahmen für IKT-Sicherheit betrifft. Er soll die Sicherheitseigenschaften von Produkten, Systemen und Diensten, die bereits in der Entwurfsphase ("security by design") integriert sind, verbessern. Die gute Absicht ist erkennbar, zumal ein erhöhter Schutz der Bürger und Unternehmen durch bessere Cybersicherheits-Vorkehrungen erstrebenswert ist. Dennoch hat der Vorschlag erhebliche fachliche Mängel. Darüber hinaus mangelt es an Offenheit und Transparenz, wie man sie von Normensetzung erwarten kann, die der Unterstützung der EU-Gesetzgebung dienen soll.

  • Generelle Problematik der Verschlüsselung lösen

    Wir dürfen gespannt sein, wie die neue Bundesregierung die vom letzten Kabinett angepeilte "Datenordnungspolitik" weiter vorantreibt. Neben dem Breitbandausbau wird das besonders in Bezug auf Verschlüsselung spannend - nicht nur wegen der NSA-Affäre sondern auch, um sich als Vorreiter der Digitalisierung zu positionieren. Ziel der großen Koalition war es, Deutschland zum Verschlüsselungsstandort Nummer eins zu machen und dem Bürger die sichere elektronische Kommunikation mit den Behörden zu ermöglichen. Ist dies gelungen? Wohl nur teilweise, denn die Politik hat mit dem De-Mail-Gesetz zwar Regelungen zur verschlüsselten Kommunikation erlassen. Das Ziel ist jedoch noch lange nicht erreicht, und dass andere Länder, darunter auch die Schweiz, gesicherte elektronische Kommunikation noch nicht in der Gesetzgebung verankert haben, ist wahrscheinlich nur ein schwacher Trost.

  • Sicherheit im Netz: Bleiben wir wachsam

    Zahlreiche Cyberattacken zeigen uns, dass ein Zwischenfall katastrophale Folgen haben kann: Produktionsausfälle, Standortschließungen, Verlust von geschäftskritischen Daten und Auswirkungen auf das Image. Monat für Monat erleben wir immer ausgefeiltere Angriffe mit neuen Bedrohungen für Schwachstellen in Unternehmen und Behörden. Natürlich ist es illusorisch zu glauben, dass man solche Cyberattacken stoppen kann. Unternehmen müssen daher reagieren und dürfen nicht mehr passiv bleiben. Für viele Unternehmen ist die Cybersicherheit ein Kostenfaktor sowohl technologisch als auch personell sowie organisatorisch. Daher behandeln Organisationen diese Thematik oft stiefmütterlich. Mehr als die Hälfte der Unternehmen geben immer noch weniger als 3 Prozent ihres IT-Budgets für Sicherheit aus (Quelle: Clusif 2016).