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Der Weg zur passenden VPN-Lösung


Generell basiert die Verschlüsselung eines VPN auf einem von zwei Verschlüsselungsprotokollen
Wie sicher sind der Verbindungsaufbau und Verschlüsselungsalgorithmus?

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Von Jürgen Jakob, Geschäftsführer von Jakobsoftware

Unternehmen jeder Größenordnung stehen vor der Herausforderung, immer mehr Geräte der Mitarbeiter in die Arbeitsabläufe integrieren zu müssen. Die Verbindung zum Firmennetzwerk muss dabei stets sicher sein – sprich: nur autorisiertes Personal darf Zugriff erhalten. Diese Aufgabe übernimmt eine VPN-Lösung. Folgende Fragen helfen Unternehmen, die passende Lösung zu finden:

• >> Ist für die Lösung neue, mitunter kostspielige, Hardware nötig?
• >> Kann die Software intuitiv bedient werden? Zu hohe Komplexität ist eine Fehlerquelle und ein Sicherheitsrisiko.
• >> Wie skalierbar ist die Lösung? Werden auch Mobilfunkverbindungen unterstützt?
• >> Wie sicher sind der Verbindungsaufbau und Verschlüsselungsalgorithmus?

Generell basiert die Verschlüsselung eines VPN auf einem von zwei Verschlüsselungsprotokollen: IPSec oder SSL-VPN.
Ist es das Ziel, Standorte zu koppeln, kommt IPSec zum Zuge. Der offene Standard authentifiziert und verschlüsselt Datenpakete auf der TCP/IP-Ebene als Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen zwei Netzwerken. Die zur Entschlüsselung notwendigen AH (Authentication Header)-Pakete können Hersteller individuell festlegen. Diese unterschiedlichen Verschlüsselungsarten können zu Konflikten bei der Kommunikation zwischen IPSec-Produkten unterschiedlicher Hersteller führen, wenn kein gemeinsamer Verschlüsselungsalgorithmus besteht. Eine granulare Zugriffsberechtigung ist bei IPSec nicht vorgesehen – ist die Verbindung aufgebaut, hat der Mitarbeiter Zugriff auf das gesamte Netzwerk.

Im Gegensatz dazu hatten die Entwickler des SSL-VPN den mobilen Mitarbeiter im Sinn, der einen temporären Zugang benötigt. Der Zugriff auf die Firmenressourcen erfolgt etwa via Web-Browser, ohne zusätzliche Software. Die Verbindung wird hier über den modernen und sicheren TLS-Verschlüsselungsstandard hergestellt. Bei einer SSL-Tunnel-VPN lassen sich außerdem weitere Zugriffsvoraussetzungen aufstellen, etwa werden nur Geräte mit aktueller Virenschutz-Software zugelassen. Allerdings besitzt SSL-VPN keinen verpflichtenden Standard, so dass es auch hier zu Verbindungsschwierigkeiten zwischen den Produkten verschiedener Hersteller kommen kann.

Sind die Anforderungen geklärt, haben Unternehmen die Wahl: Kostenfreie OpenSource-Programme, die allerdings mit Aufwand für Verwaltung und Schulung verbunden sind und keinen Support bieten. Oder eine kostenpflichtige Software wie ViPNet, die zusätzliche Funktionen wie End-to-End-Verschlüsselung und Mobilfunkunterstützung vorweisen kann. Grundsätzlich gilt: Einheitslösungen von der Stange sind selten der richtige Weg. Aus der großen Anbieterzahl gehen ebenso zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten hervor. Wenn Unternehmen also die obigen Fragen klar für sich beantworten können, finden sie auch im VPN-Dschungel die für sie passende Lösung." (Jakobsoftware: ra)

eingetragen: 02.08.17
Home & Newsletterlauf: 11.09.17


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Der Weg zur passenden VPN-Lösung

    Unternehmen jeder Größenordnung stehen vor der Herausforderung, immer mehr Geräte der Mitarbeiter in die Arbeitsabläufe integrieren zu müssen. Die Verbindung zum Firmennetzwerk muss dabei stets sicher sein - sprich: nur autorisiertes Personal darf Zugriff erhalten. Diese Aufgabe übernimmt eine VPN-Lösung. Folgende Fragen helfen Unternehmen, die passende Lösung zu finden.

  • DDoS-Schutz erfordert keine großen Investitionen

    Maßnahmen zur IT-Sicherheit sind nicht zwangsläufig mit großen Investitionen verbunden. Angesichtsmöglicher Schäden rentiert sich ein Sicherheitskonzept für die IT schnell. Unternehmen sollten ihre IT-Sicherheitsrisiken kennen und eine individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Nach wie vor fühlen sich manche Unternehmen nicht ernsthaft von dem Risiko, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, betroffen. Jüngste Zahlen des Branchenverbandes Bitkom zeigen allerdings: Es hat bereits jedes zweite Unternehmen erwischt. Investitionen in IT-Sicherheit sind in vielerlei Hinsicht gut angelegtes Geld: Kommt es zu einem Sicherheitsvorfall, ist die Bandbreite potenzieller Folgen sehr weit gesteckt.

  • Hintertüren in Applikationen

    Strafverfolger bekommen mehr Rechte, zumindest im digitalen Umfeld. Der Bundesrat hat Anfang Juli 2017 die Einsatzbereiche für die Quellen-TKÜ, den sogenannten Staatstrojaner, gelockert. Das hat im Gegenzug eine Reihe von übertrieben oder schlicht falschen Meldungen generiert - unter anderem geistert die Meldung durchs Web, wonach die Polizei die Verschlüsselung von Messengern wie Signal oder WhatsApp aufbrechen kann. Das ist, gelinde gesagt, übertrieben.

  • Keine hundertprozentige Sicherheit

    Next-Generation-Antiviren-Lösungen liegen im Trend. Sie versprechen ein deutlich höheres Maß an Sicherheit als herkömmliche Tools. Ein Trugschluss, meint Sicherheitssoftware-Anbieter Bromium, schließlich bleiben sie Antiviren-Lösungen und damit limitiert. Lösungen wie Intrusion-Prevention-Systeme, Antiviren-Software, Webfilter-Programme oder Next-Generation-Firewalls sind in den meisten Unternehmen Sicherheitsstandard. Ihr Ziel ist, Angriffe beispielsweise unter Nutzung von Signaturen, Verhaltensanalysen oder heuristischen Methoden zu erkennen und Attacken zu blockieren, um einen Zugriff auf Systemressourcen zu unterbinden. Der gravierende Nachteil ist, dass sie keinen zuverlässigen Schutz vor der wachsenden Anzahl an polymorphen Cyber-Bedrohungen, Zero-Day-Attacken und Advanced Persistent Threats bieten können, weil sie auf die Erkennung von Schadsoftware angewiesen sind. Bisher unbekannte Malware kann mit solchen Lösungen nicht gefunden werden.

  • Man muss auf Ransomware vorbereitet sein

    Die Diskussion zu Ransomware geht am Kern der Sache vorbei. Organisationen müssen die Folgen von Ransomware-Angriffen abfedern können, um Daten und Applikationen schnell und einfach wiederherzustellen. Ohne zu bezahlen. Andreas Mayer von Zerto kommentiert. Die Frage ist nicht "ob" eine Organisationen erfolgreich von Kriminellen mit Ransomware gehackt wird, sondern wann. Die nicht endenden Wellen von immer komplexeren Angriffen wie GoldenEye, Petya oder WannaCry bestätigen: Erstens ist Ransomware nicht nur ein temporäres Problem, sondern wird die IT jeder Organisation in der Zukunft beschäftigen. Und zweites zeigt sich, dass die derzeitigen Strategien, mit denen sich die IT wehrt, nicht ausreichen, um sich zu schützen.