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Datenschutzverletzungen und Attacken


Umfrage: Worin bestehen die größten Sicherheitsbedenken bei Unternehmen?
56,2 Prozent der Befragten halten Cyberkriminalität aus externen Quellen für die größte Bedrohung

(05.05.14) - AppRiver war auch in diesem Jahr wieder auf der RSA Convention in San Francisco vertreten. Die Konferenz legt ihren Schwerpunkt auf IT-Sicherheit und ist eine primär herstellergetriebene Veranstaltung. Sie gibt Sicherheitsexperten die Möglichkeit, sich über Erfahrungen, Probleme, Techniken und Trends auszutauschen. Fred Touchette, Senior Security bei AppRiver, sagte: "Uns war schon vor dem Beginn der Veranstaltung klar, dass eines der beherrschenden Themen die Vertrautheit von Daten sein würde sowie der Schutz vor Verletzungen sensibler Informationen. Dahingehend wurden wir nicht enttäuscht: das Acronym NSA und der Name Edward Snowden bestimmten Keynote-Präsentationen ebenso wie die Diskussionen auf den Gängen.

Grund genug für AppRiver diesen Anlass für eine Umfrage unter den Teilnehmern der RSA zu nutzen, was für diese in Anbetracht der kontinuierlichen Datenschutzverletzungen und Attacken die größten Bedrohungen seien. AppRiver entschied sich dabei für eine persönliche Befragung ausgewählter Teilnehmer mittels einiger einfacher Fragen. Bei den Befragten handelt es sich ausschließlich um Experten, die sich täglich konkret mit Informationssicherheit beschäftigen. Bedrohungen sind für sie realer Bestanteil ihrer praktischen Arbeit und kein philosophisches oder rein theoretisches Problem.

"Wir befragten etwas mehr als 110 Konferenzteilnehmer persönlich, was sie als die für ihr Unternehmen größte Bedrohung ansehen. Dabei schwankten die Reaktionen mehr als wir es erwartet hatten", so Touchette weiter:

• >> 56,2 Prozent der Befragten halten Cyberkriminalität aus externen Quellen für die größte Bedrohung

• >> 33 Prozent gaben an, dass Ihnen unbeabsichtigt verursachte Sicherheitsprobleme durch Interne das größte Kopfzerbrechen bereiten

• >> 5,3Prozent für diese Zahl der Befragten sind vorsätzlich begangene interne Attacken und Datenschutzverletzungen das größte Problem

• >> 5,3 Prozent halten externe Bedrohungen durch Regierungsinstitutionen für die wichtigste Bedrohung

Malware, einschließlich der über E-Mail und Web verbreiteten Bedrohungen, stand auf der Liste der Angriffsvektoren ganz oben, gefolgt von persönlichen Informationen ( PII ) und Social Engineering. Die überwiegende Mehrheit der Befragten, nämlich 71,4 Prozent, halten die Menschen selbst für die häufigste oder wahrscheinlichste Ursache für Bedrohungen der IT-Sicherheit, 21,4 Prozent fehlerhafte, anfällige Prozesse und 7,2 Prozent halten die eingesetzten Technologien für das schwächste Glied in der Kette.

Die neue Generation von Cyberkriminellen hat sich auf hohem Niveau professionalisiert, und IT-Sicherheitsexperten sind skeptisch inwieweit jeder Mitarbeiter in der Lage ist, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten.

"Diese Kluft zeigt, dass Unternehmen eine umfassende Sicherheitsstrategie brauchen, die sämtliche Angriffsvektoren berücksichtigt, sowohl technisch als auch sozial. Das geht nur, wenn man Technologie, Schulung, Wissen und Bewusstsein so verzahnt, dass sowohl vorsätzlich herbeigeführte als auch unbeabsichtigte Sicherheitsvorfälle verhindert werden", erläutert Fred Touchette.

Das führte AppRiver zu einer weiteren Frage: Würden Unternehmen aufgrund dieser Ergebnisse auch bereit sein, psychometrische Tests einzuführen, um die Ehrlichkeit ihrer Mitarbeiter zu überprüfen?

"Mehr als zwei Drittel der von uns Befragten sagten, dass solche Tests für sie nicht in Frage kämen. Befragt, ob sie selbst bereit wären, sich solchen Tests zu unterziehen, waren es wieder zwei Drittel der Befragten, die hierzu "Ja" sagen würden."

Sicherheit und Datenschutz haben in Unternehmen inzwischen die höchste Priorität und entsprechend strikt sollten die "Need-to-Know"-Policies umgesetzt werden, um sensible Daten und intellektuelles Kapital zu schützen. Darin sind sich alle Befragten einig. Allerdings zwingend eine Art Lügendetektor-Test für alle Beschäftigten einzuführen, unabhängig davon, zu welchen Daten sie Zugang haben, erscheint den meisten als noch eher paranoid. Das scheinen auch die Ergebnisse der AppRiver-Befragung zu bestätigen.

Wie auch immer die eigene Haltung zum Thema IT-Sicherheit aussieht, die Umfrage hat eines erneut bestätigt: Malware, die sich täglich millionenfach über E-Mails und Netzwerke verbreitet, ist und bleibt eine der größten Bedrohungen. (AppRiver: ra)

AppRiver: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Studien

  • Online-Kriminalität allgegenwärtig

    Interpol und Trend Micro haben einen Bericht zum cyberkriminellen Untergrund in Westafrika vorgelegt: Demnach stieg die Anzahl der von dort stammenden Angriffe auf Unternehmen von 2013 bis heute um 386 Prozent. Der Forschungsbericht "Cybercrime in West Africa: Poised for an Underground Economy" ist im Rahmen der Trend Micro-Studienreihe zu cyberkriminellen Untergrundökonomien (Cybercriminal Underground Economy Series, kurz: CUES) erschienen und hier abrufbar. Die Cyberkriminellen aus Westafrika sind grundsätzlich zwei unterschiedlichen Gruppen zuzuordnen: den so genannten "Yahoo Boys" und den "Next-Level"-Kriminellen.

  • Auf IT-Verantwortliche wartet viel Arbeit

    Der "Cyber Readiness Report 2017" des Spezialversicherers Hiscox zeigt, wie gut oder schlecht deutsche, britische und US-amerikanische Unternehmen auf Cyber-Attacken vorbereitet sind. Das Marktforschungsinstitut Forrester Consulting hat dazu im Auftrag von Hiscox die "Cyber-Readiness" von je rund 1.000 Unternehmen in den drei Ländern anhand der Kriterien Strategie, Ressourcen, Technologie sowie Prozesse ermittelt. Schlechte Noten erhalten vor allem die deutschen Unternehmen: Mit 62 Prozent weist Deutschland im Ländervergleich (USA: 40 Prozent; GB: 57 Prozent) den höchsten Anteil an Unternehmen auf, die als sogenannte "Cyber-Anfänger" gelten, also unzureichend auf Cyber-Attacken vorbereitet sind. Der Anteil der "Cyber-Experten" liegt in Deutschland bei lediglich 20 Prozent, wohingegen 44 Prozent der befragten US-Unternehmen gut gegen Cyber-Attacken gerüstet sind (GB: 26 Prozent). 18 Prozent der deutschen Befragten zählen zu den "Cyber-Fortgeschrittenen", die zumindest teilweise mit den Folgen einer Cyber-Attacke klarkommen können (USA: 16 Prozent; GB 17 Prozent).

  • Zugangsdaten und Passwörter verschaffen

    Fast täglich wird über Angriffe auf das Internet berichtet, aber wie verwundbar ist das Internet tatsächlich? Eine Forschungsgruppe am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie zeigte, dass Ende 2016 92 Prozent des Internets durch Manipulationen des "Domain Name System" (DNS) verwundbar waren. Das DNS sorgt beispielsweise dafür, dass Anfragen an eine bestimmte Web-Adresse auch tatsächlich beim richtigen Web-Server ankommen.

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    Unternehmen verlagern zunehmend eigene Anwendungen auf IaaS-Plattformen der Public Cloud - vor allem für bessere Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen. Oftmals ist die IT-Sicherheitsabteilung jedoch nicht involviert, zeigt eine aktuelle Studie der Cloud Security Association (CSA) in Zusammenarbeit mit Skyhigh Networks. Obwohl viele Unternehmen IaaS-Plattformen mindestens so sicher erachten wie das eigene Rechenzentrum, sind sie jedoch weiterhin verantwortlich für Datensicherheit und Compliance. Aber die meisten verfügen nicht über das Handwerkszeug und die Expertise, um Applikationen in der Public Cloud zu schützen. Im Durchschnitt hat ein Unternehmen 464 Eigenentwicklungen in Betrieb - bei rund 73 Prozent der Unternehmen sogar geschäftskritische. Aber nur etwa 38 Prozent davon sind der IT-Sicherheitsabteilung bekannt - eine neue und schnell wachsende Quelle für Schatten-IT. Für die kommenden zwölf Monate planen die befragten Unternehmen durchschnittlich 37 neue Eigenentwicklungen auszurollen - rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

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    Im Auftrag von Atos, einem international führenden Anbieter digitaler Services, hat Forrester Consulting untersucht, wie Unternehmen weltweit Data Analytics integrieren. Die Studie zeigt, dass 40 Prozent der Unternehmen die Analyse von Massendaten bereits in Kerngeschäftsbereichen wie Sales, Produktentwicklung und Marketing verwenden. 23 Prozent planen, Analytics-Tools innerhalb der nächsten zwölf Monate zu implementieren - unabhängig davon, dass circa ein Drittel der befragten Unternehmen angab, dass es noch eine Reihe von Herausforderungen gibt. Das unabhängige Analystenhaus Forrester Consulting hat im Namen von Atos die Studie erstellt und dabei Entscheider aus mehr als 580 Unternehmen aus elf Branchen auf drei Kontinenten befragt.