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18 Prozent der KMU nutzen weiterhin XP


Windows XP-Risiken: Unternehmen sind jeden Monat millionenfach das Ziel von Malware-Angriffen
Schon wenige Wochen nachdem der Ablauf des Supports angekündigt wurde, wurde eine neue Zero-Day-Schwachstelle im Internet Explorer zu einer echten Bedrohung für XP-Nutzer

(17.07.14) - Eine dreimonatige Studie von Bitdefender hat ergeben, dass fast jedes Fünfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen weltweit ernst zu nehmenden Sicherheitsrisiken ausgesetzt ist, weil sie auch nach Einstellung des Supports durch Microsoft weiterhin mit Windows XP arbeiten. Die Untersuchung wurde in Ländern wie den USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Spanien und Brasilien durchgeführt und hat eindeutig gezeigt, dass Unternehmen trotz aller Sicherheitsbedenken auch weiterhin auf das veraltete Microsoft-Betriebssystem setzen. Unternehmen sind jeden Monat millionenfach das Ziel von Malware-Angriffen und Hacker machen sich die Schwachstellen des Systems zu Nutze, um an vertrauliche Daten zu gelangen.

Seitdem der Support am 8. April eingestellt wurde, sind Unternehmen, die weiterhin Windows XP nutzen, anfälliger für Cyber-Angriffe, weil für sie Sicherheits-Updates, nicht sicherheitsrelevante Hotfixes sowie kostenlose oder kostenpflichtige Support-Optionen und technische Inhaltsaktualisierungen ausbleiben.

"Schon wenige Wochen nachdem der Ablauf des Supports angekündigt wurde, wurde eine neue Zero-Day-Schwachstelle im Internet Explorer zu einer echten Bedrohung für XP-Nutzer", erklärt Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender. "Zumindest bis zur Veröffentlichung eines Microsoft-Patches, das auch für Windows-XP-Nutzer verfügbar gemacht wurde. Dies war allerdings eine Ausnahme, die Unternehmen nicht zu der Annahme verleiten sollte, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Die Migration weg von XP ist unumgänglich."

Die Bitdefender-Studie zeigte zudem, dass sich 53,4 Prozent der Unternehmen für ein Upgrade auf das weitaus sicherere Windows 7 Professional entschieden haben. Nur ein kleiner Prozentsatz der befragten KMU setzt auf andere Windows-Versionen wie 7 Home Premium, 7 Ultimate oder Windows 8.1 Pro, einige wenige haben auch spezielle Server-Produkte installiert.

Das Unternehmen, das während der dreimonatigen Analyse am häufigsten im Visier stand, war ein Web-Marketing-Unternehmen. Hier mussten nahezu 800 Millionen Malware-Angriffe abgewehrt werden. Zu den anderen KMU aus den am häufigsten betroffenen Branchen gehörten ein US-amerikanisches Metallunternehmen, ein britischer Logistikdienstleister, eine spanische Architektenschule und ein australischer Obst- und Gemüsehändler.

Die Untersuchungen kamen darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass 37 Prozent der Angestellten in kleinen und mittleren Unternehmen per Fernzugriff oder von zuhause aus arbeiten. Gleichzeitig erlauben 17 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe Angestellten mit ihren eigenen Geräten vollständigen Zugriff auf ihr VPN.

Die Bitdefender-Studie wurde zwischen März und Mai 2014 mit mehr als 6.600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen wie dem Einzelhandel, der Medizinbranche, dem Bildungssektor und der Industrie durchgeführt. (Bitdefender: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.