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Risiko-Bewusstsein ist hoch


Cyber-Angriffe haben erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft
Sechs von zehn Unternehmen sehen Betriebsabläufe gefährdet

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Knapp 70 Prozent der Unternehmen und Institutionen in Deutschland sind in den Jahren 2016 und 2017 Opfer von Cyber-Angriffen geworden. In knapp der Hälfte der Fälle waren die Angreifer erfolgreich und konnten sich zum Beispiel Zugang zu IT-Systemen verschaffen, die Funktionsweise von IT-Systemen beeinflussen oder Internet-Auftritte von Firmen manipulieren. Jeder zweite erfolgreiche Angriff führte dabei zu Produktions- bzw. Betriebsausfällen.

Hinzu kamen häufig noch Kosten für die Aufklärung der Vorfälle und die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie Reputationsschäden. Dies geht aus der Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017 hervor, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit durchgeführt hat und an der ca. 900 Unternehmen und Institutionen teilnahmen.

Hierzu erklärte BSI-Präsident Arne Schönbohm: "Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, dass Cyber-Angriffe als eine der größten Bedrohungen für den Erfolg der Digitalisierung wahrgenommen werden. Es zeigt sich, dass die umfangreichen Sensibilisierungsmaßnahmen des BSI als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde Früchte tragen. Wir sind mit unseren Angeboten an die Wirtschaft wie der Allianz für Cyber-Sicherheit oder dem modernisierten, praxisorientierten IT-Grundschutz auf dem richtigen Weg, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu sichern."

Das Bewusstsein für die Gefahren, die den Betrieben aus dem Cyber-Raum drohen, ist hoch. Rund 92 Prozent der Befragten schätzen die Gefahren aus dem Cyber-Raum als kritisch für die Betriebsfähigkeit ihrer Institution ein. Nur knapp 42 Prozent gehen davon aus, dass der Betrieb im Fall eines Cyber-Angriffs durch Ersatzmaßnahmen aufrechterhalten werden könnte. Als besonders gefährdet betrachten sich Konzerne.

Darüber hinausgehen zwei von drei befragten Unternehmen davon aus, dass die Risiken durch Cyber-Angriffe zunehmen. Dabei fällt auf, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Lage weniger kritisch beurteilen als Großkonzerne. Während fast 74 Prozent der Großkonzerne damit rechnen, dass die Gefahren aus dem Cyber-Raumzunehmen, trifft dies nur auf gut 62 Prozent der KMU zu.

Mehr Cyber-Sicherheitsmaßnahmen geplant
Entsprechend ihres Gefahrenbewusstseins haben viele Betriebe bereits Cyber-Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. So gaben 89 Prozent an, dass Maßnahmen wie Segmentierung oder die Minimierung von Netzübergängen ergriffen wurden, um die Netze abzusichern. Auch Maßnahmen zur Abwehr von Schadprogrammen fanden häufig Anwendung (86 Prozent). Dabei kamen sowohl Maßnahmen zur zentralen Detektion, wie etwa Scans am Sicherheitsgateway oder Mailservern, als auch dezentrale Maßnahmen wie Scans auf Client-/Server-Systemen zum Einsatz.

Über die bereits umgesetzten Maßnahmen hinaus sind in vielen Betrieben (71 Prozent) weitere Verbesserungen der Cyber-Sicherheit geplant. Ein Teil der Unternehmen hat erkannt, das für eine ganzheitliche Informationssicherheit auch der Faktor Mensch von Bedeutung ist. So führen mehr als die Hälfte der Unternehmen regelmäßige Schulungen ihrer Beschäftigten zu Fragen der Cyber-Sicherheit durch. Weitere knapp 20 Prozent der befragten Unternehmen planen entsprechende Maßnahmen.

Hintergrundinformationen zur Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017
Mit der Cyber-Sicherheits-Umfrage untersucht das BSI seit 2014 jährlich die subjektive Gefährdungslage und Betroffenheit deutscher Institutionen durch Cyber-Angriffe sowie den Umsetzungsstand entsprechender Schutzmaßnahmen. An der Erstellung des Fragenkatalogs für 2017 war Dr. Thiele IT-Beratung, ein Partner der Allianz für Cyber-Sicherheit, beteiligt. Im Zeitraum vom 04.10.2017 bis 30.11.2017 haben sich nahezu 900 Unternehmen und Institutionen an der öffentlichen Online-Umfrage auf www.allianz-fuer-cybersicherheit.de beteiligt. Die Umfrage war anonym, ein Rückschluss auf die teilnehmenden Institutionen ist nicht möglich.

Aus den Ergebnissen lassen sich praxisbezogene Lösungsansätze und Empfehlungen zur Umsetzung ableiten, die das BSI im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit einbringt und auch anderen Institutionen zur Verfügung stellt. Zudem fließen die Ergebnisse der Umfrage in die Erstellung und kontinuierliche Pflege des Lagebilds der Cyber-Sicherheit in Deutschland ein. Mit der 2012 gegründeten Allianz für Cyber-Sicherheit verfolgt das BSI das Ziel, die Widerstandsfähigkeit des Standortes Deutschland gegenüber Cyber-Angriffen zu stärken. Inzwischen gehören der Initiative mehr als 2.500 Institutionen an.
(BSI: ra)

eingetragen: 07.02.18
Newsletterlauf: 12.03.18

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