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Verantwortung für Datenlecks


57 Prozent der deutschen Verbraucher beenden sehr wahrscheinlich die Geschäftsbeziehung, wenn ein Unternehmen gehackt wird
Studie: 86 Prozent der deutschen Endkunden zufrieden sind, wie Unternehmen mit Cyber-Attacken inklusive Datenverlust umgehen

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Centrify stellte die Ergebnisse seiner Studie vor, die die Einstellungen von Verbrauchern bezüglich Hacker-Angriffen auf Unternehmen untersuchte. An der Studie nahmen 2400 erwachsene Endanwender aus Deutschland, Großbritannien und den USA teil. Dabei wurde unter anderem gefragt, ob Endanwender noch Geschäfte mit Unternehmen tätigen würden, wenn diese gehackt werden, und bis zu welchem Grad Verbraucher die Verantwortung für Sicherheitslücken bei den Unternehmen sehen.

Die von Centrify durchgeführte Online-Studie zeigt, dass 57 Prozent der Befragten in Deutschland wahrscheinlich beziehungsweise sehr wahrscheinlich ihre Geschäftsbeziehungen zu einem Unternehmen nach einem Datenleck beenden würden. In den USA und in Großbritannien ist die Zahl mit 66 Prozent respektive 75 Prozent sogar noch höher.

Deutsche Endanwender werden von Unternehmen, von denen sie Kunden oder Angestellte sind, im internationalen Vergleich genauso häufig informiert wie in den USA und Großbritannien (zwischen 45 Prozent und 53Prozent in allen drei Ländern), wenn ihre persönlichen Daten kompromittiert wurden.

Nachdem Unternehmen einen Datenverlust erlitten hatten, raten sie ihren Kunden proaktiv, Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten. 46 Prozent der deutschen Kunden wurden angehalten, ihre Kontoaktivitäten genau zu beobachten. 71 Prozent sollten ihr Passwort ändern. Im Gegensatz dazu rieten Unternehmen nur weniger als einem Drittel ihrer Kunden dazu, Betrugswarnungen anzufordern, eine Sicherheitssperre in Betracht zu ziehen oder Multi-Faktor-Authentifizierung zu nutzen.

Die meisten Befragten gaben an, durchaus Zeit in die Ausführung von Sicherheitsmaßnahmen investieren zu wollen. Dabei haben deutsche Verbraucher die größte Geduld: Über die Hälfte (52 Prozent) sind bereit, mehr als 10 Minuten dafür zu opfern. In den USA sind es noch 46 Prozent und in UK 30 Prozent.

Die Verantwortung für Datenlecks sehen die Verbraucher nahezu komplett bei den Unternehmen. Knapp zwei Drittel der Befragten in allen drei Ländern sehen – auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 10 (hoch) – die Verantwortung von den Unternehmen bei 9 oder 10, sich vor Hacker-Angriffen zu schützen und Informationen ihrer Kunden sicher zu bewahren. Zudem sehen viele der Befragten die volle Verantwortung bei den Unternehmen: Sie finden, dass Unternehmen nicht genügend Verantwortung übernehmen, wenn sie gehackt wurden (38 Prozent in Deutschland, 41 Prozent in den USA und 50 Prozent in Großbritannien).

Viele Endkunden akzeptieren, dass Cyber-Attacken unvermeidbar sind: Etwa drei Viertel finden es wahrscheinlich oder sogar normal, dass Unternehmen und große Organisationen gehackt werden. Aber nur wenige Befragte finden es definitiv normal, gehackt zu werden (16 Prozent in Deutschland, 13 Prozent in UK und 21 Prozent in den USA).

Obwohl viele Befragten Hacker-Angriffe als normal betrachten, entlassen sie Unternehmen längst nicht aus der Verantwortung. Die Studie zeigt, dass 17 Prozent der deutschen Endkunden sehr wahrscheinlich ihre Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen beenden würden, wenn dieses gehackt wird. Vor allem solche Verbraucher, deren persönliche Informationen schon einmal durch einen Hack kompromittiert wurden, technische versierte Personen und regelmäßige Online-Shopper würden mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Geschäfte woanders abwickeln.

"Die Studie macht deutlich, dass Unternehmen ihre Sicherheitssysteme stark aufrüsten und alles in ihrer Macht Stehende tun müssen, um ihre Kundendaten zu schützen und Datenlecks zu vermeiden", sagt Barry Scott, CTO EMEA von Centrify. "Wenn Unternehmen die Kundendaten einem Risiko aussetzen, riskieren sie damit den Fortbestand des ganzen Unternehmens. Verbraucher tolerieren es nicht einfach, wenn Unternehmen, bei denen sie Kunden sind, gehackt werden. Organisationen müssen jetzt akzeptieren, dass sie die volle Verantwortung für ihre IT-Sicherheit tragen und schnellstens geeignete Maßnahmen ergreifen."

Im Rahmen der Studie zeigt sich auch, dass Finanzinstitutionen im Vergleich mit anderen Branchen die beste Reputation haben, wenn es um den Umgang mit Cyber-Attacken geht. Sie wurden unter sieben verschiedenen Branchen bzw. Organisationen auf Platz eins gewählt hinsichtlich der Frage, wie gut sie die Herausforderungen der IT-Sicherheit bewältigen. Staatliche Institutionen liegen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Organisationen aus der Gesundheitsbranche. Weniger Vertrauen genießen der Einzelhandel auf Rang vier und Reisewebseiten auf Platz fünf. Weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegen Gastgewerbe und Organisationen mit Mitglieder, wie etwa Fitnessstudios.

Tipps für Endanwender:
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Achten Sie auf eine gesunde "Passwort-Hygiene" – nutzen Sie nie das gleiche oder ähnliche Passwörter für unterschiedliche Online-Accounts. Vermeiden Sie zudem persönliche Informationen und einfach zu erratende Wörter in Ihren Passwörtern.

>> Sichern Sie zumindest Ihre wichtigsten Accounts mit den stärksten Passwörtern.

>> Antworten Sie niemals auf Anfragen per Mail nach persönlichen oder finanziellen Details, selbst wenn die Mail authentisch wirkt. Prüfen Sie sorgfältig alle Abbuchungen auf ihrem Bankkonto.

>> Achten Sie beim Online-Bezahlen auf das kleine Vorhängeschlosssymbol in Ihrem Browser-Fenster oder nutzen Sie sichere Systeme wie PayPal.

>> Fragen Sie Ihre Bank, Ihren E-Mail-Provider und andere Online Services, ob Sie weitere Methoden für verbesserte Sicherheit unterstützen, wie Multi-Faktor-Authentifizierung (Passwort + ein Token, PIN, SMS oder biometrische Abfrage). Wenn sie es tun, nutzen Sie es.

Tipps für Unternehmen:
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Legen Sie Ihren Kunden nahe, eine gute "Passwort-Hygiene" zu wahren – fokussieren Sie Ihre Sicherheitsrichtlinien darauf.

>> Bieten Sie Alternativen zu Passwörtern an, wie Multi-Faktor-Authentifizierung oder die Unterstützung von biometrischen Daten, und informieren Sie Ihre Kunden diesbezüglich.

>> Sensibilisieren Sie Ihre Belegschaft und setzen Sie klare interne Sicherheitsrichtlinien durch. Kontrollieren Sie zudem, wer Zugriff auf welche Daten hat. Vergeben Sie privilegierten Zugriff nur an Personen, die diesen auch benötigen.

>> Verschlüsseln Sie sensible Daten, wie Kreditkarteninformationen von Kunden.

>>·Wenn Ihre Seite gehackt wurde, informieren Sie ihre Kunden so schnell wie möglich. Gemäß der neuen EU-Datenschutzverordnung (General Data Protection Regulation/GDPR) müssen Unternehmen innerhalb von 72 Stunden einen Datendiebstahl dem ICO (Information Commissioner´s Office) melden, es sei denn, sie können beweisen, dass das Datenleck sehr wahrscheinlich kein Risiko für die Rechte und Freiheiten von Individuen darstellt.
(Centrify: ra)

eingetragen: 21.06.16
Home & Newsletterlauf: 13.07.16


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Meldungen: Studien

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    Rund zwei von drei IT-Professionals sind davon überzeugt, dass die Effektivität der Cybersicherheit in ihren Unternehmen unter der Komplexität der Security-Tools leidet. Das ist das Ergebnis der aktuellen VMworld-Studie des PAM-Spezialisten Thycotic. Obwohl sie in die Auswahl der Sicherheitslösungen eingebunden sind, beklagen 30 Prozent der befragten IT-Mitarbeiter demnach eine komplizierte Bereitstellung, rund 35 Prozent leiden unter Schwierigkeiten und Herausforderungen im täglichen Gebrauch der Tools. Für ihren aktuellen Report befragte Thycotic auf der diesjährigen VMworld, der weltweit größten Konferenz für Virtualisierung und Cloud-Technologien in Las Vegas, mehr als 250 IT-Professionals zu ihren Erfahrungen mit dem Einsatz von Cybersicherheits-Tools, inklusive diesbezüglicher Sorgen und Vorlieben. Ziel der Umfrage war es, mögliche Hindernisse sichtbar zu machen, die ein reibungsloses Zusammenspiel von IT-Betrieb und Cybersecurity-Technik erschweren.

  • Begrenzte Kenntnisse der Bedrohungslandschaft

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  • Daten- oder Identitätsdiebstähle sind alltäglich

    Zwar wissen 63 Prozent der Deutschen, dass Unternehmen mit dem Verkauf ihrer persönlichen Daten an Dritte Geld verdienen können, jedoch kennen 50 Prozent den Wert ihrer Daten nicht. Das ist auch deshalb problematisch, da Cyberkriminelle solche Daten auf dem Schwarzmarkt verkaufen: Für ein digitales Leben erhalten sie weniger als 50 US-Dollar. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Kaspersky-Studie hervor.

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  • Sicheres Online-Shopping

    Eine aktuelle Studie von McAfee ergab, dass das risikoreiche Online-Verhalten bei Deutschen, wie die Nutzung von ungesicherten WLAN-Verbindungen beim Online-Shopping oder dem Kauf von Artikeln bei Online-Händlern, von deren Echtheit sie nicht ganz überzeugt sind, (44 Prozent), während der Weihnachtszeit erhöht ist. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (68 Prozent) ist der Meinung, dass die Weihnachtseinkaufssaison zu einem erhöhten finanziellen Stress führt, während 49 Prozent zugeben, dass dieser Druck sie dazu verführt beim Online-Shopping nachlässiger zu sein. Dies veranschaulicht, dass Verbraucher es besonders während dieser gemütlichen Zeit etwas ruhiger angehen sollten um die Risiken eines unsicheren Kaufverhaltens zu vermeiden, welche zu Identitätsdiebstahl oder finanziellem Verlust führen könnten.