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Schutz vor Cyber-Angriffen


Studie: Unternehmen schützen sich nicht zuverlässig vor Cyber-Angriffen
Die von privilegierten Benutzerkonten ausgehenden Risiken werden von Unternehmen vielfach nicht ausreichend ernst genommen

(11.01.16) - Fast die Hälfte der Unternehmen ergreift nach wie vor keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz vor Cyber-Angriffen, die auf die missbräuchliche Nutzung von privilegierten und administrativen Benutzerkonten zurückzuführen sind. Das zeigt eine aktuelle CyberArk-Studie. Bei den zahlreichen zielgerichteten Web-Attacken der jüngsten Vergangenheit wurden fast ausschließlich privilegierte Benutzerkonten – wie sie Administratoren besitzen – als Einfallstor genutzt. Die zuverlässige Verwaltung, Sicherung und Überwachung dieser Konten ist deshalb heute wichtiger denn je. Trotzdem nutzen 49 Prozent der Unternehmen keine Lösung zur automatischen Verwaltung der privilegierten Benutzerkonten. So lautet ein zentrales Ergebnis der CyberArk-Untersuchung "Global Advanced Threat Landscape", bei der 673 (IT-)Führungskräfte aus Unternehmen in Europa, Nordamerika und der Region Asien-Pazifik zu Themen rund um die Datensicherheit befragt wurden.

Eine typische IT-Umgebung in einem großen Unternehmen besteht heute aus einer Vielzahl von Servern, Datenbanken und Netzwerkgeräten, die über persönliche, häufig aber auch über generische, manchmal sogar lokale Admin-Konten gesteuert und verwaltet werden. Die größten Gefahren gehen dabei von den von mehreren Personen genutzten so genannten Shared Accounts aus, zum Beispiel Administratoren- und Dienste-Konten in Windows, Root-Konten in Unix/Linux oder Administrator-Konten für Datenbanksysteme.

"Ein nach wie vor weit verbreiteter Lösungsansatz im Umfeld privilegierter Benutzerkonten ist eine Vorschrift zur regelmäßigen manuellen Änderung von Passwörtern. Bei der normalerweise sehr heterogenen und großen Infrastruktur mit vielen Personen, die auf die Shared Accounts Zugriff haben, ist dies allerdings extrem zeitaufwändig und fehlerbehaftet – und unter Sicherheitsaspekten schlicht und ergreifend nicht tolerierbar", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk.

Die von privilegierten Benutzerkonten ausgehenden Risiken werden von Unternehmen vielfach nicht ausreichend ernst genommen. Das liegt nach CyberArk auch daran, dass ihre Anzahl oft erheblich unterschätzt wird. So zeigen Erfahrungswerte des Sicherheitssoftware-Anbieters mit rund 2.000 Kunden weltweit, dass es in Unternehmen oft drei- bis viermal mehr privilegierte Konten als Mitarbeiter gibt. Auch herrscht oft Unkenntnis über die Vielfalt privilegierter Konten. Das Spektrum reicht dabei von privilegierten administrativen Benutzerkonten, lokalen Administrator-Konten und Domain-Administrator-Accounts über Notfall-Benutzerkonten bis hin zu Application- und Service-Accounts.

Ein weiteres erstaunliches Untersuchungsergebnis ist, dass die Befragten vielfach die eigenen Mitarbeiter für Sicherheitsvorfälle verantwortlich machen. Auf die Frage "Wodurch sind Ihrer Meinung nach die meisten Sicherheitsvorfälle verursacht beziehungsweise begünstigt?" antworteten

• >> 48 Prozent Verhaltensfehler von Mitarbeitern

• >> 29 Prozent Raffiniertheit der Attacken

• >> 12 Prozent Unzureichendes Security-Budget

• >> 10 Prozent Mangelndes Engagement des Managements hinsichtlich der Sicherheitsstrategie.

"Die Einschätzungen, dass die Attacken zu raffiniert sind oder durch Mitarbeiter begünstigt werden, greifen in unseren Augen aber zu kurz", so Michael Kleist. "Die Erfahrungen haben gezeigt, dass auf jeden Fall eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie vonnöten ist, die auch die Tatsache berücksichtigt, dass Angreifer immer einen Weg finden, um den Perimeterschutz zu überwinden und in ein Netzwerk einzudringen. Dann sind die Angreifer aus IT-Sicht plötzlich Interne, aber natürlich weiterhin nicht vertrauenswürdig."

Den mit privilegierten und administrativen Benutzerkonten verbundenen Herausforderungen ist nach CyberArk nur mit einer Komplettlösung im Bereich Privileged Account Security beizukommen, die eine automatische Sicherung, Verwaltung und Überwachung der Konten ermöglicht. Bevor sie allerdings entsprechend gesichert werden, müssen sie zunächst identifiziert werden. Idealerweise ermöglicht es eine Lösung im Bereich Privileged Account Security deshalb auch, diese Konten automatisch zu erkennen und zu analysieren – mit einer detaillierten Auswertung hinsichtlich Anzahl, Ort und Status. (CyberArk: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.