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Schutz geschäftskritischer Anwendungen


Mehrheit der Unternehmen schützt geschäftskritische Applikationen unzureichend
Viele Befragte in Deutschland sind der Meinung, dass ihr Unternehmen alle Angriffe mit Sicherheitsmaßnahmen am Perimeter wirksam stoppen kann

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Gemäß einer neuen Untersuchung von CyberArk räumen 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland dem Schutz von kritischen Applikationen wie ERP- und CRM-Systemen keine besondere Priorität ein. Sie werden in dem gleichen Maße gesichert wie auch weniger wichtige Daten, Applikationen oder Services. An der neuen CyberArk-Umfrage beteiligten sich 1.450 Business- und IT-Entscheider hauptsächlich aus westeuropäischen Ländern. Die Befragten erklärten, dass selbst die geringsten Ausfallzeiten bei geschäftskritischen Anwendungen zu massiven Störungen führen würden; in Deutschland vertraten 52 Prozent die Meinung, dass die Auswirkungen schwerwiegend sein würden.

Die Mehrheit (68 Prozent) der Befragten in Deutschland ist der Meinung, dass ihr Unternehmen alle Angriffe mit Sicherheitsmaßnahmen am Perimeter wirksam stoppen kann. Trotzdem hatten 60 Prozent der Unternehmen in den letzten zwei Jahren Datenverluste, Integritätsprobleme oder Unterbrechungen von Services bei geschäftskritischen Anwendungen zu verzeichnen. "Das Ergebnis zeigt, dass übliche Sicherheitsstrategien oft nicht geeignet sind, gerade die geschäftskritischen Anwendungen ausreichend zu schützen", erklärt Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk. Die daraus resultierenden Gefahren sind immens, denn ein Angreifer, der auf administrative Rechte von zentralen Applikationen Zugriff hat, kann erhebliche Störungen verursachen und sogar den Geschäftsbetrieb unterbrechen.

Die Umfrage ergab zudem, dass 73 Prozent der befragten deutschen Unternehmen geschäftskritische Anwendungen in die Cloud verschoben haben oder innerhalb von zwei Jahren verschieben werden. Vielfach vergessen wird dabei, dass diese Transformation die Cloud-Nutzer nicht vollständig von der Verantwortung für die Cloud-Sicherheit entbindet. Sie müssen die sichere Nutzung von Cloud-Services gewährleisten, vor allem hinsichtlich der privilegierten Zugangsdaten von IT-Administratoren, Applikationen und Konfigurationsdateien.

"Vom Kernbankensystem über den Kundenservice bis zur Supply Chain – branchenunabhängig sind in nahezu jedem Unternehmen kritische Applikationen im Einsatz. Und für Angreifer sind sie aufgrund der Fülle an Informationen, die sie enthalten, ein äußerst attraktives Ziel – gleichgültig, ob sie vor Ort oder in der Cloud betrieben werden", so Kleist. "Ein hoher Schutz kann nur gewährleistet werden, wenn die privilegierten Zugänge adäquat gesichert sind. Dann bleiben auch Angriffe, die den Perimeter überwinden, für die wichtigen Systeme und damit für die Betriebsführung folgenlos."

Über die Studie
Die von CyberArk gesponserte Umfrage wurde von Arlington Research unter Beteiligung von 1.450 Business- und IT-Entscheidern in acht Ländern in Europa und dem Nahen Osten durchgeführt: in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und Israel.
(CyberArk: ra)

eingetragen: 05.04.19
Newsletterlauf: 13.05.19

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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

  • Bedrohungslage durch Hacker ernst

    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

  • Umfrage: Security-as-a-Service boomt

    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.