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Besser für Cyber-Attacken gerüstet


Studie: Verwaltung privilegierter Benutzerkonten bleibt Schwachstelle
IT-Sicherheitsinitiativen müssen Privileged Account Security beinhalten



Schlagzeilenträchtige Cyber-Attacken haben dazu geführt, dass dem Thema IT-Sicherheit generell eine größere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Unternehmen ergreifen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, ein extrem wichtiger Bereich wie die Privileged Account Security bleibt aber zu oft unberücksichtigt. So lautet ein zentrales Ergebnis einer aktuellen CyberArk-Untersuchung.

CyberArk hat die Umfrage "Global Advanced Threat Landscape" jetzt zum zehnten Mal durchgeführt. Befragt wurden dabei 750 (IT-)Führungskräfte aus Unternehmen in Nordamerika, Europa (Deutschland, Frankreich und Großbritannien), Israel und der Region Asien-Pazifik (Australien, Neuseeland und Singapur) zu Themen rund um die Cyber-Sicherheit.

Die CyberArk-Untersuchung ergab, dass 79 Prozent der befragten Unternehmen im Zuge der steigenden Anzahl von Cyber-Attacken Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen haben. Genannt wurden von 25 Prozent die Malware-Detektion, von 24 Prozent die Endpunktsicherheit und von 16 Prozent Sicherheitsanalysen. 67 Prozent sind zudem der Meinung, dass die Sicherheit inzwischen ein Thema der C-Level-Führungskräfte geworden ist, im Vorjahr vertraten nur 57 Prozent diese Ansicht.

55 Prozent der Befragten haben nach eigener Einschätzung auch ihre Prozesse bei der Verwaltung privilegierter Benutzerkonten verbessert. Allerdings finden sich dabei nach wie vor sicherheitskritische, antiquierte Verfahren. So speichern 40 Prozent die privilegierten und administrativen Passwörter in einem Text-Dokument oder einer Tabelle und 28 Prozent nutzen dafür einen Shared-Server oder USB-Stick.

Zuverlässig gesichert werden damit privilegierte Accounts und Zugangsdaten keineswegs. Und das ist umso problematischer, da sie nach allgemeiner Einschätzung das zentrale Einfallstor für den Zugriff auf unternehmensinterne Systeme und Daten sind. Nahezu alle modernen Cyber-Attacken sind inzwischen auf eine missbräuchliche Nutzung von privilegierten Benutzerkonten zurückzuführen.

Weitere Untersuchungsergebnisse im Überblick
Die Untersuchung ergab zudem, dass die Unternehmen sich generell besser für Cyber-Attacken gerüstet fühlen. Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass sie den Zugriff von Angreifern auf interne Netzwerke verhindern können; in der vorjährigen Untersuchung lag dieser Wert bei lediglich 44 Prozent. Fast jedes Unternehmen (95 Prozent) verfügt inzwischen auch über einen Notfallplan. Allerdings hapert es hier noch bei den Themen Kommunikation und Tests. Nur 45 Prozent informieren alle Mitarbeiter über die Notfallpläne und führen auch regelmäßige Tests durch.

Befragt wurden die Unternehmen auch hinsichtlich des Gefährdungspotenzials unterschiedlicher Cyber-Attacken. Bezogen auf die kommenden zwölf Monate ergab sich dabei folgendes Ranking. Für am gefährlichsten halten

• >> 19 Prozent Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Attacken,
• >> 14 Prozent Phishing,
• >> 13 Prozent Ransomware,
• >> 12 Prozent die missbräuchliche Nutzung privilegierter Accounts und
• >> 12 Prozent die Überwindung des Perimeter-Schutzwalles.

"Die Ergebnisse der diesjährigen Untersuchung zeigen, dass die steigende Bedeutung, die dem Thema Cyber-Security zukommt, nicht unweigerlich zu einer fundamental verbesserten Sicherheit führen muss", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk in Düsseldorf. "Etablierte Best Practices werden außer Acht gelassen, wenn die Schwachstellen im Bereich privilegierter Accounts nicht beseitigt werden. Damit untergraben die Unternehmen ihre sonstigen Security-Anstrengungen komplett."

"Die größte Gefahr besteht für ein Unternehmen nämlich darin", so Kleist weiter, "dass sich ein Angreifer bereits innerhalb des Netzwerks befindet und im Besitz privilegierter oder administrativer Zugangsdaten ist. Das haben fast alle Sicherheitsvorfälle der jüngsten Vergangenheit deutlich gezeigt. Eine Lösung im Bereich Privileged Account Security, mit der privilegierte Zugriffe zentral berechtigt und jederzeit kontrolliert werden können, ist aktuell nötiger denn je." (CyberArk: ra)

eingetragen: 23.10.16
Home & Newsletterlauf: 15.11.16


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.