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Schutz der personenbezogenen Daten


EU-DSGVO: Mehr als die Hälfte aller Verantwortlichen wollen keine personenbezogenen Daten mehr in der Cloud abspeichern
Die Geldstrafen, die unter der DSGVO drohen, scheinen der Hauptantrieb dahinter zu sein, dass so viele Unternehmen jetzt Compliance herstellen wollen



eperi, Anbieterin von Cloud-Datenschutzlösungen (CDP), hat die Ergebnisse einer Befragung von 250 IT-Sicherheitsprofis auf der Infosecurity 2017 veröffentlicht. Weniger als ein Jahr vor dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung bietet sie einen Einblick darin, wie Organisationen sich vorbereiten und den Cloud-Gebrauch planen. Die Studie deckt Unsicherheiten beim Thema Cloud-Sicherheit auf: 53 Prozent der Befragten sagten aus, dass die Datenschutzgrundsätze der EU-DSGVO sie davon abhalten werden, personenbezogene Daten in der Cloud zu speichern. Für die Mehrheit (85 Prozent) lag der Grund dafür in einem Mangel an Vertrauen in den Schutz der personenbezogenen Daten.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Des Weiteren gaben 72 Prozent an, dass sie ihre Datenschutzanforderungen für die Cloud wegen der im Mai 2018 in Kraft tretenden Verordnung neu bewerten müssten. "DSGVO bedeutet, dass die uralte Debatte über die Qualität von Sicherheit in der Cloud wieder aktuell wird" sagt Ravi Pather, Senior Vice President bei eperi. "Die Geldstrafen, die unter der DSGVO drohen, scheinen der Hauptantrieb dahinter zu sein, dass so viele Unternehmen jetzt Compliance herstellen wollen. Denn im schlimmsten Fall kann ein Verstoß das finanzielle Ende der Organisation bedeuten. Aber bei aller Panik sollten Firmen nicht vergessen, dass sie den Aufwand für die Umsetzung der DSGVO signifikant reduzieren können, wenn sie ihre Cloud-Daten vor allem mit Verschlüsselung und Tokenisierung schützen und im Besitz der kryptografischen Schlüssel bleiben."

Eine Verschlüsselung oder Tokenisierung von Daten bedeutet, dass diese von einem Algorithmus unlesbar gemacht werden. Das macht sie unbrauchbar für jeden unautorisierten Zugriff. Entschlüsselt werden können die Daten nur mit dem kryptografischen Schlüssel. Dieser bleibt idealerweise ausschließlich in der Kontrolle der Organisation, die die Daten erhebt und verarbeitet.

Zur Zeit, so Pather, liegt darin der Grund, warum so viele Firmen die Anforderungen der DSGVO nicht erfüllen: 54 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie sich auf ihren Cloud- oder Software-as-a-Service- Anbieter (SaaS) verlassen, wenn es um die Verschlüsselung von Daten geht. Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) denkt, dass es akzeptabel ist, wenn Anwendungsanbieter die vollständige oder teilweise Kontrolle über die kryptografischen Schlüssel haben.

"Wenn 54 Prozent auf die Verschlüsselung durch ihren SaaS-Anbieter vertrauen, dann umfasst dies für gewöhnlich nur die gespeicherten Daten. Das stellt aber eigentlich nur eine Untermenge der umfangreichen Grundsätze dar, die den Schutz von personenbezogenen und sensiblen personenbezogenen Daten bei der Übertragung, Speicherung und Benutzung spezifizieren", erklärt Pather. "Wenn eine Organisation die volle Kontrolle über ihre eigenen kryptografischen Schlüssel hat, kann sie den Meldeschritt an die Aufsichtsbehörde im Fall von Gefährdung oder Verlust von Daten vermeiden, wenn die Daten unlesbar für die Welt außerhalb der Organisation sind", führt er weiter aus. "Wenn der Cloud- oder SaaS-Anbieter die Schlüssel verwaltet und einen Sicherheitsvorfall hat, ist es schwer nachzuvollziehen, ob die Daten der Organisation sicher sind und eine Meldung an die Aufsichtsbehörde und Geldstrafen nötig ist."

Die eperi-Umfrage erscheint kurz nachdem Forrester seinen Cloud Security Solutions Forecast veröffentlicht hat, der zeigt, dass der Cloud Services Markt von $ 114 Milliarden in 2016 auf $ 236 Milliarden in 2020 anwachsen wird. Dieses schnelle Wachstum wird auch den Markt für Cloud-Sicherheitsanwendungen beflügeln, dessen Wachstum Forrester von $ 1 Milliarde in 2016 auf $ 3,5 Milliarden in 2021 schätzt. Der Report merkt auch an, dass Unternehmen das Fehlen von adäquatem Schlüsselmanagement bei den Cloud-Anbietern erkennen, was dieser Funktion eine größere Dringlichkeit bei der Bereitstellung von Zeit und Ressourcen einräumt.
(eperi: ra)

eingetragen: 07.07.17
Home & Newsletterlauf: 19.07.17


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.