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Risiko von Schwachstellen bleibt hoch


Allzeithoch bei Sicherheitslücken: Knapp 20.000 Schwachstellen in 2017
"Vulnerability Review 2018" von Flexera verdeutlicht wachsendes Sicherheitsrisiko für Unternehmen

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Flexera veröffentlichte den "Vulnerability Review 2018 – Global Trends". Danach ist die Zahl der dokumentierten Schwachstellen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 19.954 gestiegen. 2016 waren es noch 17.147 Softwareschwachstellen. Der Jahresreport legt weltweite Zahlen zu den häufigsten Vulnerabilities vor und dient Unternehmen als Grundlage zur Entwicklung von Sicherheitsstrategien. Demnach sind Unternehmen einer steigenden Anzahl von Risiken ausgesetzt.

Die wichtigsten Ergebnisse des Vulnerability Review 2018:

Das Secunia-Research-Team von Flexera deckte 2017 insgesamt 19.954 Schwachstellen in 1.865 Anwendungen von 259 Anbietern auf. Das entspricht einer Steigerung von 38 Prozent über fünf Jahre und 14­ Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für 86 Prozent der Schwachstellen standen 2017 innerhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung Patches zur Verfügung (2016: 81 Prozent).

Die Zahl von Zero Day Vulnerabilities, also Sicherheitslücken, die vor Bekanntwerden ausgenutzt werden, ist von 23 Schwachstellen im Vorjahr auf 14 Schwachstellen gesunken – ein Rückgang von 40 Prozent.

Von den in 2017 entdeckten Schwachstellen wurden 17 Prozent als "sehr kritisch" und 0,3 Prozent als "extrem kritisch" eingestuft.

Mit 55 Prozent werden Remote-Netzwerke als primärer Ausgangspunkt für Angriffe genutzt.

"Das Risiko von Schwachstellen bleibt hoch und der Druck auf die Führungskräfte in Unternehmen steigt", erklärt Kasper Lindgaard, Director of Research and Security bei Flexera. "Sie müssen wachsam sein und operative Prozesse proaktiv und im Vorfeld durchführen und können nicht einfach die nächste große Schlagzeile über einen Schwachstellen-Exploit abwarten. Equifax und WannaCry haben das auf erschreckende Weise bewiesen."

Lindgaard rät von reinen Adhoc-Verfahren ab und empfiehlt stattdessen ein kontinuierliches Patching, um Sicherheitslücken in der Software zügig zu beheben. "Über längere Zeit ungepatchte Schwachstellen bieten Kriminellen die ideale Gelegenheit, um Angriffe durchzuführen. Wir raten unseren Kunden daher ein automatisiertes Software Vulnerability Management zu etablieren, das die neuesten Erkenntnisse sowie aktuelle Informationen nutzt, um Risiken zu erkennen, einzuschätzen und Bedrohungen abzuwenden."

Über den Vulnerability Review 2018
Der jährliche Vulnerability Review durch Secunia Research von Flexera Software analysiert die Entwicklung der Softwaresicherheit in Bezug auf Schwachstellen. Anhand weltweiter Daten werden darin die Häufigkeit von Sicherheitslücken und die Verfügbarkeit von Patches sowie die Sicherheitsbedrohungen für die IT-Infrastrukturen untersucht.

Zur Methodik
Research-Häuser nutzen unterschiedliche Ansätze beim Zählen und Auswerten von Software Vulnerabilities. Secunia Research zählt Vulnerabilities je Produkt, in dem die Schwachstellen vorkommen. Die Methode entspricht dem Informationsgrad, den Kunden benötigen, um ihre Umgebung zu schützen, z. B. verifizierte Informationen zu allen Produkten, die von einer bestimmten Vulnerability betroffen sind.
(Flexera Software: ra)

eingetragen: 02.05.18
Newsletterlauf: 05.06.18

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Meldungen: Studien

  • Zunehmend komplexere Multi-Vektor-Angriffe

    Fast jeder zweite Cloud Service Provider hat Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Attacken im vergangenen Jahr registriert. Dies ist ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2017. Geschäftskritische Unternehmensprozesse sind zunehmend von der Verfügbarkeit Cloud-basierter Dienste abhängig. Gleichzeitig sind Cloud-Angebote ein integraler Bestandteil im Portfolio vieler Anbieter. Daher haben erfolgreiche Cyberangriffe das Potenzial, sowohl den Anbietern als auch Nutzern erheblichen Schaden zuzufügen. Das sind Ergebnisse des jährlichen Worldwide Infrastructure Security Report (WISR). Dieser wird von Netscout veröffentlicht. Die weiteren Zahlen zeigen im Vorjahresvergleich, 2017 bis 2018, einen klaren Trend zu gezielten Angriffen auf Anbieter und deren Cloud-Dienste.

  • Unternehmen führen Threat Hunting ein

    Carbon Black stellte ihren ersten Threat Report für Deutschland vor. Die Ergebnisse zeigen, dass Anzahl und Komplexität von Cyberangriffen zunehmen, was bei 92 Prozent der befragten Unternehmen zu wiederholten IT-Sicherheitsverletzungen geführt hat. Für den Report wurden Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen mit unterschiedlich großen IT-Teams befragt, um ein Gesamtbild der heutigen Angriffs- und Cyberabwehrlandschaft in Deutschland zu zeichnen.

  • Umgang mit Kryptowährungen

    Kryptowährungen haben sich inzwischen zu einer beliebten Zahlungsmethode entwickelt. Einer neuen Kaspersky-Umfrage zufolge tätigten bereits 13 Prozent aller Internetnutzer mit digitalen Zahlungsmitteln einen Kauf. Diese wachsende Popularität ruft jedoch auch Cyberkriminelle auf den Plan, die zunehmend Kryptowährungsbörsen ins Visier nehmen und alte Bedrohungsinstrumente modifizieren, um Investoren anzugreifen. Besitzer virtueller Zahlungsmittel laufen dadurch Gefahr, ihre häufig unzureichend geschützten Ersparnisse zu verlieren, da Hacker immer ausgefeiltere Techniken nutzen, um sich an fremden Geldern aus dem Netz zu bereichern.

  • E-Mails bleiben der wichtigste Angriffsvektor

    Proofpoint hat ihr neue Analyse zur aktuellen Bedrohungslage im Bereich der IT-Sicherheit veröffentlicht. Der vierteljährlich erscheinende Threat Report - aktuell wurde das 4. Quartal 2018 untersucht - zeigt detailliert, dass Cyberangriffe auf Unternehmen weiterhin massiv vor allem per Mail erfolgen, aber immer öfter auch über soziale Netzwerke. Insbesondere der Umfang von CEO-Betrugsattacken per E-Mail (auch BEC - Business Email Compromise) wuchs laut dem Bericht über Trends und Entwicklungen im Bereich Cybersecurity dramatisch an: Während Unternehmen im Q4/2017 noch durchschnittlich 21 solcher Mails erhielten, waren es im Q4/2018 bereits 121 - ein Anstieg um 476 Prozent. Und selbst im Vergleich zum Vorquartal nahm BEC um 226 Prozent zu. Beim Thema Malware sind Banking-Trojaner das Mittel der Wahl: Sie machten mehr als die Hälfte aller bösartigen Dateianhänge im Untersuchungszeitraum aus - in drei von vier dieser Fälle fand Proofpoint den Trojaner Emotet.

  • Angebote im Darknet haben sich verdoppelt

    Cyberkriminelle haben es zunehmend auf die Zugangsdaten von Premium-Accounts für Erwachseneninhalte im Internet abgesehen. Laut einer aktuellen Studie von Kaspersky Lab verdoppelten sich innerhalb eines Jahres die Malware-Angriffe zum Diebstahl von Pornoseiten-Login-Daten von 50.000 attackierten Nutzern in 2017 auf 110.000 im Jahr 2018. Weltweit identifizierten die Cybersicherheitsexperten mehr als 850.000 Attacken mit Pornobezug, was einer Verdreifachung im Vergleich zum Jahr 2017 entspricht. Zeitgleich stieg auch die Zahl der im Darknet angebotenen Zugangsdaten sowie identifizierten spezialisierten Malware-Familien mit Pornobezug an.