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Sicherheitsgefahr für Netzwerk und Daten


Unternehmen unterschätzen die Gefahren von mobilen Anwendungen
Neue Studie offenbart, dass die meisten Unternehmen mobile Anwendungen nicht auf gefährliches Verhalten überprüfen und damit Risiken hinsichtlich Sicherheit und Unternehmensreputation eingehen

(09.04.15) – "The BYOD Trojan Horse: Dangerous Mobile App Behaviors & Back-Door Security Risks" von Flexera Software und IDC zeigt auf, dass viele Unternehmen nicht bewerten können, ob mobile Anwendungen eine Sicherheitsgefahr für Netzwerk und Daten darstellen. Darüber hinaus werden diese Apps nicht auf verdächtiges Verhalten überprüft, wodurch sich eine konsequente Umsetzung von BYOD-Richtlinien nicht sicherstellen lässt.

Die Studie betont, dass nicht nur Hacker und Schurkenstaaten eine Bedrohung für BYOD-Sicherheit und Datenschutz darstellen können. Weitere Gefahren verstecken sich – ähnlich einem Trojanischen Pferd – in scheinbar harmlosen Apps, die Mitarbeiter auf ihre Dienst-Geräte installieren – beispielsweise Taschenlampen-Apps, die Nutzerdaten illegal an Werbefirmen weiterleiten, oder Banking-Apps, die Geräteprotokolle speichern, auf Kontaktdaten zugreifen, SMS-Nachrichten lesen oder sogar Elemente installieren können.

Zu den Ergebnissen der Studie zählen unter anderem:

>> Zahlreiche Unternehmen implementieren BYOD-Richtlinien: 48 Prozent der Unternehmen haben bereits oder sind gerade dabei, BYOD-Richtlinien zu implementieren. Weitere 23 Prozent wollen das innerhalb der nächsten beiden Jahre angehen.

>> Datenschutz ist für viele eine Herausforderung: Für 71 Prozent der Unternehmen zählt der Datenschutz zu den größten Herausforderungen bei der Implementierung von BYOD-Richtlinien.

>> Die Blockade von gefährlichen Apps hat Priorität: 47 Prozent der Befragten führen Richtlinien ein, die gefährliches App-Verhalten blockieren, um Sicherheitsrisiken durch mobile Anwendungen zu reduzieren. Weitere 22 Prozent planen dies in den nächsten zwei Jahren umzusetzen.

>> Unternehmen haben Probleme damit, gefährliches App-Verhalten zu erkennen: Obwohl sie von den Sicherheitsgefahren durch Apps wissen, haben die meisten Unternehmen (61 Prozent) noch nicht einmal definiert, welches Verhalten von Apps als gefährlich gilt (zum Beispiel der Zugriff auf Social-Media-Apps wie Twitter oder die Übermittlung von Informationen an den App-Hersteller).

>> Unternehmen versäumen es ebenso, gefährliche Apps zu identifizieren: Der Großteil der Unternehmen (55 Prozent) haben noch keine spezifischen mobilen Anwendungen identifiziert, deren verdächtiges Verhalten die eigenen BYOD-Richtlinien unterminieren könnten.

>> BYOD-Richtlinien reduzieren nicht die Sicherheitsrisiken für Unternehmen: Nur bei 16 Prozent der Befragten führen BYOD-Richtlinien zu einem reduzierten Risiko hinsichtlich Geschäftsanwendungen.

"Unternehmen benötigen BYOD-Richtlinien, wenn sie den Nutzen von mobilen Geräten und Anwendungen innerhalb ihrer Infrastruktur maximieren und die Gefahren dadurch minimieren wollen. Denn diese Richtlinien definieren, welches Anwendungsverhalten akzeptiert wird", sagt Robert Young, Research Manager End Point Device & IT Service Management and Client Virtualization Software bei IDC. "Aber BYOD-Richtlinien sind unnütz, wenn entsprechende Durchsetzungsmechanismen fehlen oder nicht angewendet werden.”

"Die meisten Unternehmen haben bereits weitreichende Prozesse für das Testen und Reparieren von herkömmlichen Desktop-, virtualisierten und Cloud-basierten Anwendungen implementiert. Aber offensichtlich erstrecken sich diese Best Practices für Application Readiness nicht auf die mobilen Anwendungen", sagt Maureen Polte, Vice President of Product Management bei Flexera Software. "Die gleichen Prozesse können und sollten ebenso mobile Anwendungen berücksichtigen. Nur dadurch lassen sich gefährliche Apps und verdächtiges Verhalten identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Risiken zu reduzieren.”

Über die Studie
Die Studie basiert auf der "2015 Application Usage and Value Survey" von Flexera Software mit Beteiligung der Software Pricing and Licensing Research Division von IDC unter der Leitung von Amy Konary, Research Vice President. Dafür wurden zwischen November 2014 und Januar 2015 über 580 Softwarehersteller, Hersteller intelligenter Geräte und Anwenderunternehmen befragt. Das jährliche Forschungsprojekt fragt nach aktuellen Trends und Best Practices hinsichtlich Softwarelizenzierung, Compliance und Installation.
(Flexera Software: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.