- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Insider-Angriffe: Jedes 2. Unternehmen betroffen


Studie: Endpoint Security bringt nichts, wenn der Mensch das größte Sicherheitsrisiko bleibt
Für 68 Prozent der Befragten steht fest, dass der Faktor Mensch Teil des Security-Konzepts werden muss



IDG Research Services hat für die aktuelle Studie "Endpoint Security Management 2019” 554 IT-Entscheider und -Spezialisten von Unternehmen in Deutschland befragt. Danach geht jedes zweite Unternehmen davon aus, dass aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter wichtige Daten gestohlen, sabotiert oder vorsätzlich gelöscht haben. Das weist auf grundlegende Lücken im Schutz von Daten und geistigem Eigentum hin. Unternehmen sollten daher auch verstärkt Data-Leak-Prevention-Lösungen (DLP) einsetzen.

Federführend verantwortlich für die Endpoint-Sicherheit ist in 30 Prozent der Unternehmen der CIO, CDO oder IT-Vorstand. Ein CISO oder CSO wird nur von fünf Prozent genannt, jeweils zwölf Prozent nennen den CEO oder CTO / Technikvorstand. Bei zehn Prozent sind es die Administratoren, die die Verantwortung für die Endpoint-Sicherheit tragen. Attacken von und auf Endpoints werden dabei von den Experten gefürchtet und als große Herausforderung eingeschätzt. Doch das Wissen darum allein reicht nicht aus, es besteht großer Handlungsbedarf.

"Die IT-Security muss sich weg von Indicators of Compromise (IOC) hin zu Indicators of Behavior (IOB) bewegen”, sagt Christian Patrascu, Senior Director, Sales Central Eastern Europe vom Studienpartner und Cybersecurity-Anbieter Forcepoint. Die Studie bestätigt dies. 68 Prozent der Befragten sagen, die beste Endpoint Security bringe nichts, wenn der Faktor Mensch das größte Sicherheitsrisiko bleibt. 37 Prozent setzen dabei bereits Behavioral Analytics als Teil ihrer Endpoint-Security-Strategie ein, 33 Prozent planen es. Das ist nur konsequent, denn der Mensch ist die Konstante in einer sich ständig wandelnden Bedrohungslandschaft. "Der Fokus von Unternehmen sollte zukünftig auf verhaltensbasierten Lösungen liegen, die den Menschen und dessen Umgang mit Daten in ihre Analysen miteinbeziehen", so Patrascu weiter.

Endpoint Security aus der Cloud
Wenig überraschend ist, dass zwei Drittel der Befragten Endpoint Security aus der Cloud nutzen oder planen. Der Weg geht unausweichlich in die Cloud. Skalierbare und ortsunabhängig einsetzbare Cybersecurity-Lösung sind gefragt. "Unternehmen brauchen einen Sicherheitspartner, der hilft, die Sicherheit von Nutzern und Daten problemlos mit Anforderungen der Produktivität und digitalen Transformation in Einklang zu bringen", kommentiert Christian Patrascu.

IT-Verantwortliche sind offen für Next Generation Endpoint Security
Die Studie zeigt eine große Offenheit der Befragten für den Einsatz neuer Technologien zum Schutz von Endpoints. Moderne Systeme, die den Kontext dafür liefern, wie Menschen oder Unternehmen mit kritischen Daten und geistigem Eigentum umgehen, sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen Schutz. Für die Cybersicherheit gibt es kein Patentrezept, das Risiko wird nie ganz verschwinden. "Wir sehen uns in der Studie darin bestätigt, dass IT-Verantwortliche in Deutschland sich einem humanzentrierten, verhaltensbasierten Security-Ansatz öffnen. Wir können die IT-Sicherheit verbessern, indem wir Verhaltensanalysen in die Endpoint-Strategie integrieren und Menschen verstehen – sie sind unser größtes Kapital und größtes Sicherheitsrisiko", sagt Patrascu abschließend.

Weitere wichtige Erkenntnisse:
>> 56 Prozent der befragten Unternehmen haben durch unsichere Endpoints bereits einen wirtschaftlichen Schaden erlitten.
Bei 28 Prozent der Unternehmen gibt es so gut wie keine Sicherheitsanforderungen bei der Beschaffung von Endgeräten.
>> 31 Prozent der befragten Unternehmen wissen um die Bedeutung von Detection- und Response-Lösungen für die Sicherheit von Endpoints, aber nur 18 Prozent setzen diese ein.
>> 59 Prozent der Unternehmen begrüßen ein Zero-Trust-Konzept.
>> Für 68 Prozent der Befragten steht fest, dass der Faktor Mensch Teil des Security-Konzepts werden muss.
(Forcepoint: ra)

eingetragen: 10.11.19
Newsletterlauf: 19.12.19

Forcepoint: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.