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Trotz Security-Bedenken


96 Prozent der Unternehmen erlauben inzwischen mobiles Arbeiten
67 Prozent geben an, dass Mitarbeiter beim mobilen Arbeiten Sicherheitsvorschriften verletzen

(14.01.16) - Mobiles Arbeiten wird immer beliebter: 96 Prozent der Unternehmen erlauben heute mobiles Arbeiten und 98 Prozent glauben, dass es ihrem Unternehmen Vorteile bietet. Das zeigt eine neue Studie, die von der Imation in Auftrag gegeben wurde. Laut der Umfrage von Vanson Bourne und Imation IronKey unter 500 deutschen und britischen IT-Entscheidungsträgern sagten drei Fünftel der befragten Unternehmen, mobiles Arbeiten erhöhe durch die größere Flexibilität die Motivation der Mitarbeiter (62 Prozent) und führe zu größerer Produktivität, weil Mitarbeiter von mehreren Orten aus arbeiten können (61 Prozent).

Mitarbeiter können ihre Aufgaben zunehmend außerhalb des Büros erledigen. Am beliebtesten dabei: das Home-Office (62 Prozent), BYOD (Bring Your Own Device, 51 Prozent) und Arbeiten per VDI (Virtual Desktop Infrastructure, 46 Prozent). Zudem hat rund ein Drittel (32 Prozent) der befragten Unternehmen Angestellte, die an Kundenstandorten arbeiten.

Trotz der geänderten Einstellung zum mobilen Arbeiten bereiten Sicherheitsbedenken und mit der Mobilität assoziierte Geschäftskosten Unternehmen weiterhin Kopfzerbrechen. Neun von zehn Unternehmen (92 Prozent) betonten in der Umfrage, dass mobiles Arbeiten mit Herausforderungen verbunden ist.

Ein Drittel der Befragten erklärte, dass sie sich bei mobilen Arbeitsformen vor allem um die Datensicherheit sorgen. Über die Hälfte (54 Prozent) befürchten Datenverluste durch verlorene Geräte, während 61 Prozent sich wegen interner Bedrohungen und des verbundenen Risikos von Datenschutzverletzungen oder Datenverlusten Gedanken machen.

42 Prozent der Unternehmen gaben zu, dass sie nicht rückverfolgen können, welche Daten Mitarbeiter aus dem Büro mitnehmen. Dies ist bedenklich, weil Mitarbeiter immer noch potenziell unsichere Methoden wie das Ausdrucken von Informationen auf Papier (31 Prozent) oder das Versenden von Dateien per E-Mail an sich selbst (27 Prozent) nutzen.

Mangel an Sicherheitsrichtlinien
Trotz der wachsenden Beliebtheit des mobilen Arbeitens haben vier von zehn der befragten Unternehmen (41 Prozent) derzeit keine Richtlinien, die IT-Sicherheitsaspekte beim mobilen Arbeiten abdecken – und nur 21 Prozent der Unternehmen setzen diesbezügliche Richtlinien durch IT-Prozesse durch oder planen dies. Gleichzeitig glauben 67 Prozent der befragten Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter beim mobilen Arbeiten die Sicherheitsvorschriften des Unternehmens verletzen.

Es scheint daneben auch an grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen zu mangeln: Über die Hälfte (54 Prozent) der Befragten sagte, dass die Daten, die Angestellte aus dem Büro mitnehmen, besser gesichert sein könnten.

Ein weiterer großer Nachteil des mobilen Arbeitens scheinen die damit verbundenen Kosten zu sein. 45 Prozent äußerten sich besorgt über die Kosten der Technologie, die zum mobilen Arbeiten bereitgestellt werden muss. Da 99 Prozent der Unternehmen, die mobiles Arbeiten erlauben, ihren Angestellten die hierfür benötigte Technologie bereits zur Verfügung stellen, und 72 Prozent berichten, dass vom Arbeitgeber bereitgestellte Laptops die am weitesten verbreitete Methode sind, um Dateien aus dem Büro mitzunehmen, überrascht es nicht, dass die mit dem mobilen Arbeiten verbundenen Kosten Anlass zu Sorge geben.

"Einer größeren Anzahl von Mitarbeitern ein ortsungebundenes Arbeiten zu ermöglichen, hat zwar Vorteile, aufgrund der damit einhergehenden Kosten und Risiken ist es für viele Unternehmen jedoch noch mit Schwierigkeiten verbunden. Unternehmen wissen zwar nicht, wie viel und welche Art von Daten das Büro verlassen, sie wissen jedoch sehr wohl, dass ihre Angestellten regelmäßig gegen Bestimmungen verstoßen, um Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Unzulängliche Sicherheit in Verbindung mit Naivität in Bezug auf den Schutz von Unternehmensdaten setzt Unternehmen dem Risiko unbefugter Datenzugriffe aus", erklärt Nick Banks, Vice President EMEA und APAC, IronKey.

"Es ist wichtig, dass Unternehmen mobiles Arbeiten fördern, aber die Sicherheit mobil genutzter Daten und die Einführung entsprechender Richtlinien zum Schutz der Daten, Mitarbeiter und Unternehmen sollte für alle, die ein mobiles Arbeiten erwägen, Priorität haben", so Banks weiter.

61 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das mobile Arbeiten in den meisten Unternehmen bald die Norm sein wird.

Informationen zur Studie
Die Studie wurde von Vanson Bourne durchgeführt, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen für den Technologiesektor. Die Studie umfasste 500 Online-Interviews mit IT-Entscheidern im September 2015. Alle Teilnehmer arbeiten in Organisationen mit mindestens 250 Mitarbeitern. 250 Teilnehmer arbeiten im Vereinigten Königreich, 250 in Deutschland. Die Teilnehmer an dieser Studie stammen aus verschiedenen Branchen. Die Befragungen wurden online in einem mehrstufigen Screening durchgeführt, um sicherzugehen, dass nur geeigneten Personen die Teilnahme ermöglicht wird. Wenn nicht anders angegeben, basieren die Ergebnisse auf der gesamten Stichprobe.
(Imation: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.