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Unkenntnis über den Verbleib von Daten


Unternehmen wissen nicht, wo sich ihre sensiblen Daten befinden
Neue Studie identifiziert die Hauptprobleme und -risiken beim Datenmanagement

(16.07.14) - Informatica präsentierte die Ergebnisse einer neuen unabhängigen Untersuchung des Ponemon Institute LLC, mit dem Titel: "The State of Data Centric Security". Basierend auf einer weltweiten Umfrage bei 1.500 IT- und IT-Security-Profis zeigt die Studie, wie Unternehmen im Informationszeitalter auf die Hauptbedrohung der Datensicherheit reagieren.

Laut den Ergebnissen der Studie:
>> ist das größte Sicherheitsproblem der IT-Verantwortlichen heute die Unkenntnis über den Verbleib sensibler oder privater Daten und zwar noch vor Hacker-Attacken, Compliance-Problemen und oder Schäden verursacht durch Mitarbeiter.

>> Unternehmen tappen im Dunkeln, was sensible Daten angeht. Nur 16 Prozent der Firmen wissen, wo ihre strukturierten sensiblen Daten gespeichert sind und gerade mal ganze 7 Prozent wissen über den Verbleib der unstrukturierten Daten, inklusive E-Mails und Dokumente Bescheid.

>> Automatisierte Data-Discovery-Tools zum Schutz von sensiblen Daten senken dieses Risiko und erhöhen die Effektivität beim Datenschutz. Konkret glaubt die große Mehrheit der Befragten (75 Prozent), dass ihre Unternehmenssicherheit von einer Softwarelösung zur automatisierten Auffindung sensibler und privater Daten profitieren würde. Trotzdem nutzen nur 40 Prozent der Unternehmen überhaupt eine solche Softwarelösung und nur 22 Prozent verwenden sie, um sensible Daten in E-Mails und Dateien aufzufinden.

Zentrale Ergebnisse der Umfrage:
In einer Zeit in der sensible und private Daten nicht länger an traditionelle Unternehmensgrenzen gebunden sind sowie einer zunehmenden Bedrohungslandschaft, ist es unabdingbar geworden, genau zu wissen, an welchem Ort sich sensible Daten befinden und vermehren, um diese entsprechend zu schützen. Laut der zentralen Ergebnisse der Studie von Ponemon:

>> 57 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen die Unkenntnis über den Verbleib von Daten nachts den Schlaf raubt, gefolgt von 51 Prozent, die sich Sorgen machen um die Daten, die sich auf mobilen Endgeräten befinden oder über Sicherheitsprobleme mit temporären Auftraggebern (50 Prozent) bzw. über Probleme mit outgesourcten Lösungen zum Datenmanagement (42 Prozent).

>> 24 Prozent der Befragten wissen nicht, wo genau sich sensible strukturierte Unternehmensdaten befinden und zusätzliche 60 Prozent haben keine Klarheit über den Verbleib ihrer Daten überhaupt.

>> 41 Prozent der Befragten wissen zudem nicht, wo sich ihre sensiblen unstrukturierten Daten befinden und 52 Prozent wissen über den Verbleib dieser Daten nur ungenügend Bescheid.

Herkömmliche Sicherheitslösungen gewährleisten scheinbar oft keine Sichtbarkeit über den Speicherort und den Nutzerzugriff; entsprechende Schutzmechanismen werden nur ungenügend ausgeführt.

Als wichtigste Technologien zum Schutz strukturierter Unternehmensdaten sind Lösungen zur Klassifizierung sensibler Daten (68 Prozent) und zur Zugangskontrolle auf Anwendungsebene (62 Prozent) in Gebrauch. Unstrukturierte Daten werden ebenfalls häufig durch die Klassifizierung sensibler Daten geschützt (54 Prozent).

Die zunehmende Zahl von Datenschutzverletzungen kann durch die Kombination aus effektiven Datenschutztechnologien und qualifiziertem Personal reduziert werden.

>> So sagen heute 26 Prozent der Befragten, dass sie zuversichtlich sind, Sicherheitslücken innerhalb der strukturierten Unternehmensdaten aufzufinden, während nur 12 Prozent glauben, sie könnten Sicherheitsmängel innerhalb der unstrukturierten Daten entdecken.

>> Dagegen schätzen 58 Prozent der Befragten, dass Sicherheitsprobleme, mit den geeigneten Technologien und qualifiziertem Personal (57 Prozent) sowie mit Hilfe von automatisierten Datenschutzmechanismen und Kontrollen, verringert werden können (54 Prozent).

"Die Ergebnisse zeigen, dass traditionelle IT-Sicherheitsvorkehrungen bei sensiblen und vertraulichen Daten an ihre Grenzen geraten", sagt, Dr. Larry Ponemon, Chairman und Gründer, Ponemon Institute. "Die Mehrheit der Befragten ist sich einig darüber, dass die Unkenntnis über den Speicherort ein ernsthaftes Sicherheitsproblem darstellt. Die Zeit ist demnach reif für ein Sicherheitskonzept, dass die zentrale Speicherung von Daten im Unternehmen als vorrangig betrachtet." (Informatica: ra)

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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.