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Schutz personenbezogener Daten


Studie: Neues EU-Datenschutzrecht wird IT-Abteilungen in Unternehmen stärken
33 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland fühlen sich angesichts des neuen EU-Datenschutzrechts noch überfordert



IT-Fachkräfte in europäischen Unternehmen sehen sich mehrheitlich durch die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gestärkt. In Deutschland glauben 63 Prozent der befragten IT-Entscheider mit dem Inkrafttreten der DSGVO an eine Festigung ihrer Position, da ihnen die Durchsetzung der Datenschutzbestimmungen im Unternehmen mehr Autorität verleiht. Das geht aus dem aktuellen Report "From overwhelmed to empowered: the IT department’s GDPR journey towards good data health" von Kaspersky Lab hervor.

Tatsächlich fällt den IT-Abteilungen der Unternehmen bei der Umsetzung der DSGVO eine Schlüsselrolle zu. Sind sie es doch, die den täglichen Kampf gegen mögliche Datenlecks führen. In Deutschland vertraut laut Studie nur jeder Zweite (48 Prozent) IT-Entscheider darauf, dass derzeit Unternehmen und andere Organisationen stets korrekt mit personenbezogenen Daten umgehen. Jeder Vierte (24 Prozent) zweifelt, ob seine Organisation zum Stichtag 25. Mai 2018 die neue DSGVO vollständig umgesetzt haben wird.

Zweifel, aber auch viel Hoffnung
Obwohl sich 33 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland angesichts des neuen EU-Datenschutzrechts noch überfordert fühlen, gibt ihnen die Umsetzung die Chance, den Umgang mit personenbezogenen Daten im Unternehmen auf eine neue Ebene zu heben. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) sieht in der Datenschutz-Grundverordnung positive Auswirkungen auf ihre zukünftige Arbeit, zwei Drittel (68 Prozent) möchten mehr über die Auswirkungen der Neuregelung auf ihr Unternehmen erfahren.

"Der Aufgabe, ihre Kollegen auf dem Weg zur DSGVO mitziehen zu müssen, sehen derzeit IT-Entscheider in ganz Europa noch mit Bangen entgegen", erläutert Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. "Denn sie wissen besser als jeder andere im Unternehmen, um welche Mammutaufgabe es sich dabei handelt, wo die Tücken beim Umgang mit Daten liegen, welche Fehler gemacht werden oder wie und warum personenbezogene Daten gefährdet sind. Doch genau das gibt ihnen auch die Befugnis für das Schließen noch vorhandener Lücken im Datenmanagement. Unserer Meinung nach wird das IT-Personal im nächsten Jahr Vorreiter hinsichtlich des Schutzes personenbezogener Daten in Unternehmen sein. Die DSGVO gibt ihnen die Möglichkeit, weiteren Mehrwert zu schaffen und sich bei der Durchsetzung des Schutzes personenbezogener Daten als eine Art Datenwächter im Unternehmen zu etablieren." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 10.07.17
Home & Newsletterlauf: 04.08.17


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.