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Sicherheit smarter Geräte ein ernstes Thema


Smarte Geräte immer attraktiver für Cyberkriminelle: Mehr als doppelt so viel Malware in 2017
Der Großteil der Malware attackierte digitale Videorekorder oder IP-Kameras



Derzeit existieren laut einer Analyse von Kaspersky Lab insgesamt mehr als 7.000 Malware-Samples, die es auf smarte Geräte abgesehen haben; mehr als die Hälfte davon wurde in diesem Jahr entdeckt. Smarte Geräte (Smart-TV, Smartwatches, Router oder Kameras) erobern zunehmend Haushalte und Unternehmen, kommunizieren untereinander und formen das immer größer werdende Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Gartner rechnet mit 20,4 Milliarden Connected Devices im Jahr 2020. Auch für Cyberkriminelle eröffnet sich eine neue ‚Spielwiese‘. Das Problem: Ist ein smartes Gerät erst einmal mit einem Schädling infiziert, können die Angreifer damit Opfer ausspähen, erpressen oder unbemerkt zu Mittätern machen, indem das Opfergerät zum Teil eines Botnetzes wird, was das Mirai- oder das Hajime-Botnet unlängst gezeigt haben.

In einem Versuch simulierten die Experten von Kaspersky Lab mittels sogenannter Honeypots künstliche Netzwerke aus unterschiedlichen IoT-Geräten. Bereits kurz nach der Einrichtung der Honeypots wurden diese von bekannter sowie bisher unbekannter Malware angegriffen. Der Großteil der Malware attackierte digitale Videorekorder oder IP-Kameras (63 Prozent). Bei 20 Prozent handelte es sich um Netzwerk-Geräte wie Router oder DSL-Modems.

Laut der Kaspersky-Analyse besteht ein großes Problem darin, dass die Mehrheit der smarten Geräte unter Linux-basierten Betriebssystemen läuft, bei denen ein generischer schädlicher Code ausreicht, um eine Vielzahl an Geräten gleichzeitig anzugreifen. Hinzu kommt, dass auf dem Großteil der Geräte keine Sicherheitslösung installiert ist und die Gerätehersteller oft keine Security-Updates oder neue Firmware zur Verfügung stellen. Damit sind Millionen von Geräten ungeschützt und eventuell bereits kompromittiert.

"Die Sicherheit smarter Geräte ist ein ernstes Thema, dessen wir uns alle bewusst sein sollten", so Vladimir Kuskov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab. "Das vergangene Jahr 2016 hat gezeigt, dass es nicht nur reine Theorie ist, vernetze Geräte anzugreifen, sondern eine reale Bedrohung. Wir sehen einen erheblichen Anstieg an Malware-Samples, die für das IoT entwickelt wurden; das Potenzial ist aber noch größer. Offenbar führt die hohe Konkurrenz im DDoS-Bereich dazu, dass sich Angreifer nach neuen Mitteln umsehen, die ihnen dabei helfen, noch stärkere Angriffe durchzuführen. Das Mirai-Botnet hat gezeigt, dass smarte Geräte für Cyberkriminelle wie geschaffen sind, um Milliarden von Geräten anzugreifen."

Schutzmaßnahmen für Smart Devices
• >> Wenn nicht dringend erforderlich, sollte man nicht auf das eigene Gerät von einem externen Netzwerk zugreifen.
• >> Alle Netzwerk-Services, die nicht benötigt werden, sollten unterbunden werden.
• >> Das Standard-Passwort sollte geändert und der voreingestellte Account deaktiviert werden. Ist dies nicht möglich, sollten die Netzwerk-Services sowie der Zugang zu externen Netzwerken unterbunden werden.
• >> Wenn möglich, sollte die Firmware des Gerätes regelmäßig aktualisiert werden.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 01.08.17
Home & Newsletterlauf: 06.09.17


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.