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Anforderungen an Sicherheitsexperten wachsen


Studie: IT-Sicherheitsfachkräfte dringend gesucht
Mangel an geeignetem Cybersicherheitspersonal mit "Security Intelligence" bewältigen



Großunternehmen, die bei der Suche nach gut ausgebildeten IT-Sicherheitsfachkräften scheitern, zahlen am Ende eine bis zu dreimal höhere Summe für die Bewältigung eines Cybersicherheitsvorfalls. Das geht aus einem Bericht von Kaspersky Lab auf Basis der weltweiten Studie "IT Security Risks Special Report Series 2016" hervor. Entsprechend der Studie steigt bei einem signifikanten Teil der Unternehmen der Bedarf an Sicherheitsexperten. Vom Fachkräftemangel betroffene Firmen sind auch bereit, höhere Gehälter für immer weniger verfügbares Personal am Markt zu zahlen.

Eine komplexere IT-Infrastruktur, wachsende Compliance-Anforderungen und der steigende Bedarf an Schutzmaßnahmen für das Betriebsvermögen führen in vielen Unternehmen dazu, die interne Security Intelligence zu verbessern. In jedem dritten Unternehmen (33 Prozent) gehören Verbesserungen spezieller Sicherheitsfachkenntnisse zu den drei wichtigsten Gründen für weitere Investitionen in die IT-Sicherheit. Allerdings stehen immer weniger Spezialisten zur Verfügung, die zudem mit ständig wachsenden Anforderungen konfrontiert werden. Kaspersky Lab beschäftigt selbst viele hundert IT-Sicherheitsexperten. Nach Angaben der Personalabteilung von Kaspersky Lab erfüllt derzeit nur etwa jeder vierzigste Bewerber die strengen Kriterien der ausgeschriebenen Expertenpositionen.

Auch die Anforderungen an Sicherheitsexperten wachsen. Neben einem tiefgehenden technischen Know-how werden auch Managementeigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit und strategisches Denken laut Kaspersky Lab benötigt. Für eine erfolgreiche Ausbildung im Bereich IT-Sicherheit werden neben einer gewissen Leidenschaft für die IT auch eine selbstständige Fortbildungsbereitschaft sowie eine Anpassungsfähigkeit an sich ständig verändernde Bedrohungsszenarien benötigt.

IT-Sicherheitsbranche: Security Intelligence teilen
68,5 Prozent aller Unternehmen erwarten, dass die Anzahl der Mitarbeiter, die sich ausschließlich IT-Sicherheitsfragen widmen, steigen wird. Gesucht werden insbesondere akademisch ausgebildete Experten, und hier ist die IT-Sicherheitsbranche auch selbst gefragt. Eine Möglichkeit wäre, Universitäten und Hochschulen mit entsprechender Sicherheitsexpertise zu unterstützen. Langfristig vielversprechend ist auch, dass die Security Intelligence – also die in einem Sicherheitsunternehmen vorhandene Expertise – in Form von Daten-Feeds, Cybersicherheitstrainings und sonstigen Services mit Unternehmenskunden geteilt wird. Eine Kombination aus Security-Lösungen und Intelligence kann den IT-Sicherheitsteams in den Unternehmen dabei helfen, sich mehr auf die Entwicklung einer Cybersicherheitsstrategie und auf hochentwickelte Bedrohungen zu konzentrieren, anstatt einzelne IT-Sicherheitsvorfälle zu bearbeiten.

"Cybersicherheit bedeutet mehr als Sicherheitstechnologie", sagt Holger Suhl, General Manager DACH von Kaspersky Lab. "Wir müssen unseren Kunden über Trainings die nötigen Fähigkeiten vermitteln, Cyberangriffe zu erkennen. Dazu werden detaillierte Kenntnisse über Angriffe auf andere Unternehmen benötigt, etwa in Form kundenspezifischer Berichte sowie über automatisierte Bedrohungsinformationen. Um die verschiedenen Herausforderungen bei der Gefahrenabwehr zu lösen, erfordert die Erkennung zielgerichteter Attacken sowie Vorhersage und Reaktion auf Cyberangriffe viel Flexibilität. Als Anbieter von Sicherheitslösungen werden wir unser IT-Sicherheitspersonal hinsichtlich Qualität und Quantität weltweit weiter ausbauen."

Die Studie "Corporate IT Security Risks" wird jährlich im Auftrag von Kaspersky Lab in Zusammenarbeit mit B2B International erstellt. Für das Jahr 2016 wurden 4.395 Fach- und Führungskräfte in kleinen, mittleren und Großunternehmen aus 25 Ländern zu IT-Sicherheitsthemen und aufgetretenen Sicherheitsvorfällen befragt.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 18.10.16
Home & Newsletterlauf: 05.10.16


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.