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Entwicklung mobiler Schadprogramme


68 Prozent mehr mobile Cyberangriffe seit September 2014
Kaspersky-Studie zur mobilen Bedrohungslage für Deutschland zeigt auch signifikante Steigerung (77,8 Prozent) bei Angriffen auf mobil genutzte Finanzdaten

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Das Internet erleichtert den Alltag und Cyberkriminellen möglicherweise den Zugang zum Geldbeutel vieler Smartphone-Nutzer. So sehen die Experten von Kaspersky Lab seit September 2014 bis August 2017 einen Anstieg mobiler Cyberattacken gegen deutsche Nutzer um mehr als 68 Prozent. Zugleich haben immer mehr Schädlinge auf Smartphone und Co. verfügbare Finanzdaten im Visier – mit einem Zuwachs an Attacken durch mobile Banking-Trojaner gegen deutsche Nutzer um 77,8 Prozent (auch seit September 2014 bis August 2017). Die erstmals für Deutschland von Kaspersky Lab durchgeführte Studie "Mobile Schadprogramme in Deutschland – Panikmache oder echte Gefahr?" zeigt: Betrugsversuche über das mobile Web sind auch in Deutschland akut.

Mobile Malware-Trends
Die Analyse von Kaspersky Lab untersucht die folgenden Jahreszeiträume: September 2016 bis August 2017, September 2015 bis August 2016 und September 2014 bis August 2015.

Hinsichtlich der Entwicklung mobiler Schadprogramme in Deutschland sehen die Cybersicherheitsexperten zwei große Trends:

Trend 1 – mehr Angriffe: Kaspersky Lab verzeichnet einen Zuwachs bei den durchschnittlichen Virenalarmen (Notifications), die seit September 2014 bis August 2017 bei den Nutzern mobiler Lösungen in Deutschland ausgelöst wurden: von 3,6 mittleren Alarmen pro Anwender (September 2014 bis August 2015) auf 6,1 (September 2016 bis August 2017) – ein Zuwachs um 68 Prozent.

"Ein Grund für den Anstieg liegt im riesigen Markt für Apps und den damit verbundenen, massiven Downloads. Der Verbreitungsweg: Die Malware wird in legitimen Apps versteckt und die Reputation populärer Apps damit missbraucht. So gelangen mobile Schädlinge auf Smartphone und Tablets", sagt Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. "Eine Methode, die auch deshalb so gut funktioniert, weil 50 Prozent der Android-Geräte nicht aktualisierte Schwachstellen aufweisen, die eine Voraussetzung für den Missbrauch sind."

Trend 2 – mehr Angriffe auf Finanzdaten: Im Untersuchungszeitraum September 2014 bis August 2017 nahmen ebenfalls die Angriffe durch mobile Banking-Trojaner – auch hier die durchschnittlichen Virenalarme (Notifications) pro attackiertem Nutzer – in Deutschland signifikant zu: von 1,8 (September 2014 bis August 2015) auf 3,2 (September 2016 auf August 2017) und damit um 77,8 Prozent.

"Mobile Banking-Trojaner haben es auf Finanzdaten wie Kreditkarteninformationen oder Zugänge zu Banking-Accounts, insbesondere Online-Payment-Systemen, abgesehen. Bei zunehmender Nutzung sensibler Transaktionen über Smartphones und Tablets müssen wir auch mit einer Zunahme von mobilem Banking-Betrug in Deutschland rechnen. Schon jetzt Grund genug, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen", so Christian Funk.

Kaspersky-Tipps für Smartphone-Nutzer
Damit Nutzer nicht zum Opfer von mobiler Malware und Finanzdatenbetrug werden, sollten sie
• >> eine mobile Sicherheitslösung wie Kaspersky Internet Security for Android [3] nutzen;
• >> Betriebssystem und Apps immer aktualisieren;
• >> Apps nur von vertrauenswürdigen Quellen beziehen;
• >> WLAN-, Bluetooth- und Ortung nur bei Bedarf aktivieren
• >> sowie das Gerät niemals "rooten".
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 08.01.18
Home & Newsletterlauf: 16.02.18


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

  • Hoffnung: Steigende Budgets für Sicherheit

    IT-Abteilungen stehen angesichts der immer ausgefeilteren Cyber-Attacken vor großen Herausforderungen. Der zweite Teil des Application Intelligence Report (AIR), eine Studie von A10 Networks, zeigt ein weiteres drängendes Problem: Die mangelnde Bereitschaft der Mitarbeiter, Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen, beeinträchtigt die Abwehr von Bedrohungen maßgeblich und bietet so einen weiteren Grund zur Sorge. Der AIR-Report untersucht den Umgang mit Apps und die steigenden Sicherheitsauswirkungen für das private Umfeld, aber auch für Unternehmen und die IT-Abteilungen. Der erste Teil der Studie, der im Sommer 2017 vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass sich die Grenzen zwischen beruflichen und privaten Leben durch die Nutzung von Apps zu Hause, im Büro und unterwegs immer weiter verschieben.

  • Komplexere Angriffsformen liegen im Trend

    Die Analysen von ThreatMetrix haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der "ThreatMetrix Cybercrime Report 2017" rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit - hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

  • Studien: Ransom-Attacken weiter auf dem Vormarsch

    Radware hat ihren "Global Application and Network Security Report 2017-2018" veröffentlicht. Nach diesem Bericht hat sich der Anteil der Unternehmen, die finanziell motivierte Cyber-Angriffe melden, in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Die Hälfte aller befragten Unternehmen erlebte im vergangenen Jahr einen Cyber-Angriff, der mit Lösegeldforderungen verbunden war. Da der Wert von Bitcoin und anderen Krypto-Währungen - oft die bevorzugte Zahlungsform unter Hackern - stetig steigt, bieten Ransom-Angriffe Hackern die Möglichkeit, Lösegelder gewinnbringend anzulegen und so zusätzliche Gewinne zu erzielen.

  • Das persönliche Passwort-Management ist schwierig

    Mit jedem neuen Account, den Anwender zur Nutzung von Online-Diensten einrichten, stellt sich erneut die Frage nach einem einzigartigen und starken Passwort. Doch wer kann sich so viele Passwörter merken? Jeder zweite Anwender in Deutschland greift laut einer Kaspersky-Studie zu unsicheren Methoden. Ein Viertel der in Deutschland befragten Nutzer gibt beispielsweise zu, sich Passwörter auf Papierzetteln zu notieren. Den meisten Anwendern in Deutschland ist die Bedeutung von sicheren, starken und damit komplexen Passwörtern für die Sicherheit ihrer Online-Konten durchaus bewusst. Die sichersten Passwörter werden vor allem dann genutzt, wenn es ums Geld geht: Online-Banking-Accounts stehen hier mit 66,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Accounts für Bezahlsysteme und E-Wallets (58,2 Prozent) sowie für Online-Einkäufe (44,2 Prozent).