- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

IT-Budgets sinken, IT-Security-Ausgaben steigen


IT-Sicherheitsvorfall kostet europäische große Unternehmen 1,12 Millionen und kleine Firmen 68.880 Euro
Studie: Vorfälle bei Dienstleistern kosten fast das Doppelte

- Anzeigen -





Unabhängig von Rentabilitätsaspekten wollen in diesem Jahr 60 Prozent der europäischen Unternehmen in ihre IT-Sicherheit investieren. 2016 waren es noch 48 Prozent. Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Folgekosten von Cybersicherheitsvorfällen bei großen Unternehmen auf durchschnittlich 1,12 Millionen Euro. Auch interessant: Die für Firmen teuersten Vorfälle gehen auf Fehler von Partnern/Dienstleistern zurück und können fast das Doppelte wie selbstverschuldete Vorfälle kosten. Diese Ergebnisse gehen unter anderem aus der jährlich von Kaspersky Lab und B2B International durchgeführten weltweiten Studie zu IT-Sicherheitsfragen im Unternehmensumfeld hervor.

Der laut Studie bei europäischen großen Unternehmen auf 22 Prozent gestiegene Anteil für Cybersicherheitsinvestitionen am IT-Gesamtbudget zeigt die wachsende Bedeutung des Themas. Auch kleinere Unternehmen mit schmalen Ressourcen investieren hier prozentual gesehen mehr als im Vorjahr. Jedoch fällt im Vergleich zu 2016 das IT-Gesamtbudget bei vielen Unternehmen wesentlich schmaler aus. In großen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern liegen weltweit die Ausgaben dafür nur noch bei 11,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 21,4 Millionen Euro.

Demgegenüber steigen die durchschnittlichen Folgekosten von Cybersicherheitsvorfällen weiter an. Und zwar bei mittelständischen Unternehmen auf 68,880 Euro. Große Unternehmen müssen sogar eine noch gewaltigere Steigerung der Kosten pro Vorfall hinnehmen - auf 1,12 Millionen Euro.

Sind Daten oder Infrastruktur an Dienstleister ausgelagert und ereignen sich dort Cybersicherheitsvorfälle, wird es für Unternehmen besonders teuer. Auf kleine und mittelständische Unternehmen kommen bis zu 111,000 Euro an Kosten zu, wenn sich Vorfälle bei von Dritten gehosteter Infrastruktur ergeben. Bei großen Unternehmen sind es 1,5 Millionen Euro, falls der Vorfall die ausgelagerte Datenhaltung bei einem Dienstleister betrifft, beziehungsweise 2 Millionen Euro, wenn es um ausgelagerte Infrastruktur geht.

Dabei dürften die nicht nur in der EU anstehenden, verschärften Regularien zum Datenschutz die Situation weiter anheizen. "Ein Cybersicherheitsvorfall bei Drittanbietern wie Dienstleistern kann schon jetzt ein Unternehmen fast doppelt soviel kosten wie ein interner Vorfall. Grund sind die sich weltweit schnell verändernden Cybergefahren, auf die Wirtschaft und Gesetzgebung zu langsam reagieren", sagt Alessio Aceti, Head of Enterprise Business Division bei Kaspersky Lab. "Wenn im Mai 2018 die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft tritt und Unternehmen bis dahin ihre Hausaufgaben nicht erledigt haben, kommen noch Bußgelder für Regelverletzungen hinzu."

Kaspersky-Kalkulator hilft bei IT-Budgets
Kaspersky Lab möchte Unternehmen bei der Anpassung ihrer IT-Sicherheitsstrategie mit dem neuen Kaspersky IT Security Calculator unterstützen. Das Tool versteht sich als umfassender Leitfaden für die Kalkulation der angemessenen Höhe des Cybersicherheitsbudgets. Dabei fließen verschiedene Faktoren in die Kalkulation mit ein wie durchschnittliches Gesamtbudget (je nach Region, Branche und Unternehmensgröße), Sicherheitsmaßnahmen, Gefahrenvektoren oder erlittene Verluste. Außerdem werden Tipps für die Vermeidung von Cybersicherheitsvorfällen gegeben.

Zur Studie
Der Bericht basiert auf der Studie "Corporate IT Security Risks", die jährlich im Auftrag von Kaspersky Lab in Zusammenarbeit mit B2B International erstellt wird. Für das Jahr 2017wurden im März und April 5.274 Fach- und Führungskräfte in kleinen, mittleren und Großunternehmen aus 30 Ländern zu IT-Sicherheitsthemen und aufgetretenen Sicherheitsvorfällen befragt.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 17.10.17
Home & Newsletterlauf: 21.11.17


Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • Neue Herausforderung SCADA in der Cloud

    Ob Produktionsstraße oder Roboter, in Zeiten der Industrie 4.0 gilt es zunehmend industrielle Kontrollsysteme (ICS, Industrial Control System) und die Betriebstechnologie (OT, Operational Technology) vor Cybergefahren zu schützen. Laut einer aktuellen Studie von Kaspersky Lab, bei der weltweit insgesamt 320 Verantwortliche für Cybersicherheit im ICS-Bereich befragt wurden, waren 31 Prozent der Industrieunternehmen in den vergangenen 12 Monaten mindestens von einem ICS/OT-bezogenen Cybersicherheitsvorfall betroffen. Acht Prozent können dazu keine Angaben machen und zehn Prozent messen derartige Vorfälle nicht. Zudem haben mehr als drei Viertel (77 Prozent) die Befürchtung, dass ihre Organisation zum Ziel eines Cybersicherheitsvorfalls werden könnte, der ihre industriellen Kontrollnetzwerke einbezieht.

  • Deutsche im Cyberstress?

    Wachsende Cyberbedrohungen stressen deutsche Arbeitnehmer immer mehr. Die Ergebnisse einer aktuellen Kaspersky-Studie zu diesem Thema sind alarmierend: So sind 32,2 Prozent der deutschen Arbeitnehmer durch die Angst gestresst, Opfer eines Hackerangriffs zu werden. Aber auch alltägliche Aufgaben wie das Halten einer Präsentation (43,2 Prozent) oder das Gestehen von Fehltritten stresst Arbeitnehmer in der Arbeit (28 Prozent).

  • Sicherheitslücken zum Teil hausgemacht

    Jeder zweite junge Angestellte hat am Arbeitsplatz schon einmal fragwürdiges Online-Verhalten an den Tag gelegt. Vom Arbeitgeber bereitgestellte Computer, Laptops und Handys werden zum Beispiel für Computerspiele (28 Prozent), nicht autorisierte Anwendungen (8 Prozent) und zum Teilen von Apps mit Kollegen (12 Prozent) genutzt. Das ergibt eine neue Umfrage von Censuswide im Auftrag des Zero Trust-Cybersicherheits-Spezialisten Centrify. Die Studie befragte 500 deutsche Büroangestellte im Alter von 18-24 Jahren sowie 250 Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen verschiedener Größen und Branchen. Ziel war es herauszufinden, ob die neue Generation von Arbeitnehmern ein größeres IT-Sicherheitsrisiko darstellt, weil sie als 'Digital Natives' einen anderen Umgang mit digitalen Technologien und sozialen Medien pflegt als ältere Generationen.

  • Weltweit steigende Sorge vor Data Hacks & Malware

    Um Risiken durch Cyberangriffe zu reduzieren und reibungslose Geschäftsprozese zu gewährleisten, sollten Unternehmen Unterlizenzierungen ihrer Software beseitigen und effektive Software-Asset-Management-Prozesse einführen. Dies ist die Kernaussage der neuesten Auflage der BSA | The Software Alliance Global Software Studie. In Deutschland ist Software im Wert von 1,3 Mrd. Euro ohne Lizenz im Einsatz: Jedes fünfte Programm (20 Prozent) ist unlizenziert. Dies stellt einen Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2016 dar. Für den weltweiten Rückgang identifiziert die BSA eine Reihe von Ursachen: zum einen das stärkere Wachstum des Software-Marktes in Ländern mit einem höheren Anteil lizenzierter Software, zum anderen der Trend zu Abonnement-Modellen bei der Software-Nutzung.

  • Kampf gegen Datenklau und IT-Spionage

    Die Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers (GFFT) und Sopra Steria Consulting haben in Frankfurt ein Security Lab gegründet. Wirtschaft und öffentliche Verwaltung können ihre Aktivitäten im Kampf gegen Datenklau und IT-Spionage bündeln und neue Sicherheitslösungen deutlich schneller und effizienter an den Start bringen. Unterstützt wird das Security Lab vom Stiftungslehrstuhl für Mobile Business und Multilateral Security der Goethe-Universität. Die Initiatoren reagieren mit dem Security Lab auf einen erhöhten Bedarf in der Wirtschaft. Unternehmen müssen beim Thema IT- und Informationssicherheit innovativer sein als potenzielle Angreifer und auf der Höhe des technischen Fortschritts arbeiten.