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Ransomware-Vorfälle in Unternehmen


Internationale Studie: Fast 40 Prozent der Unternehmen waren im letzten Jahr Opfer von Ransomware-Attacken
Ransomware verursachte bei 34 Prozent der betroffenen Unternehmen einen Verlust des Einkommens und 20 Prozent waren sogar dazu gezwungen ihre Operationen sofort zu beenden



Malwarebytes veröffentlichte neue Erkenntnisse über die wachsende Bedrohung von Ransomware für Unternehmen. Für die internationale Studie wurden 540 CIOs, CISOs und IT-Direktoren von Unternehmen mit durchschnittlich 5.400 Mitarbeitern in den USA, Kanada, Großbritannien und Deutschland befragt. Die wichtigste Erkenntnis der Studie ist, dass im letzten Jahr fast 40 Prozent der Unternehmen einen Ransomware-Angriff erlebt haben. Ein Drittel dieser Ransomware-Opfer haben mehr als ein Drittel ihres Umsatzes verloren und waren gezwungen 20 Prozent ihres Geschäfts völlig zu beenden.

Die Studie "State of Ransomware" wurde von Malwarebytes gesponsert und unter der Leitung von Osterman Research durchgeführt. Ziel der Studie war es die Angriffsfrequenzen von Ransomware, die Funktionsweise in Unternehmensumgebungen, Lösegeldforderungen, Angriffspunkte, Auswirkungen, Vorsorge und weitere Punkte aufzudecken.

"In den letzten vier Jahren hat sich Ransomware in eine der größten Cyber-Sicherheitsbedrohungen entwickelt. Allein in den letzten fünf Monaten ist das Vorkommen von Ransomware in Exploit-Kits um 259 Prozent gestiegen", sagt Nathan Scott, Technischer Projektleiter bei Malwarebytes und Ransomware-Experte. "Bisher haben nur sehr wenige Studien die weite Verbreitung und Auswirkungen der Ransomware-Vorfälle in Unternehmen untersucht."

Weitere internationale Ergebnisse sind:

>> Art der Angriffe:
78 Prozent von Schadprogrammen kamen durch Endpoints und fast die Hälfte der Angriffe (46 Prozent) entstanden durch E-Mails.

>> Kosten der Angriffe: Fast 60 Prozent aller Ransomware-Angriffe in Unternehmen forderten über 900 Euro, mehr als 20 Prozent der Angriffe über 9.000 Euro, 1 Prozent sogar mehr als 130.000 Euro.

>> Viele zahlen das Lösegeld: Weltweit bezahlten mehr als 40 Prozent der Opfer die Lösegeldforderungen.

>> Erheblicher Zeitaufwand für Sanierungen: Mehr als 60 Prozent der Angriffe forderten über 9 Stunden für Sanierung.

>> Angriffe häufig in bestimmten Branchen: Das Gesundheitswesen sowie der Finanzdienstleistungssektor waren die weltweit führenden Branchen, die von Ransomware angegriffen wurden. Beide Branchen haben eine deutlich über dem Durchschnitt liegende Ransomware-Penetrationsrate von 39 Prozent.

>> Möglicher Verlust des Lebens: Erstaunlicherweise sagten sogar 3,5 Prozent der Befragten, dass aufgrund der lähmenden Effekte von Ransomware auch Leben auf dem Spiel standen

>> Ausfallzeiten: 63 Prozent verbrachten mehr als einen ganzen Arbeitstag damit, als sie versuchten die Endpunkte wieder aufzubauen

>> Vom Schutz zum Katastrophenplan: Der beliebteste Weg das Problem anzugehen, ist nicht durch Schutz, sondern durch das Sichern von Daten (über 71 Prozent).

Dagegen sind die wichtigsten deutschen Schlüsselergebnisse:

>> Geringe Anzahl an Ransomware-Attacken:
Fast 65 Prozent der deutschen Unternehmen waren in den vergangenen letzten 12 Monaten Opfer einer Cyber-Attacke, aber nur 18 Prozent waren Opfer eines Ransomware-Angriffs.

>> Hohe Zuversicht: Entscheidungsträger deutscher Organisationen haben ein relativ hohes Maß an Vertrauen in ihre Fähigkeit Ransomware effektiv zu stoppen: 14 Prozent der deutschen Unternehmen sind "sehr zuversichtlich" und 52 Prozent sind "ziemlich zuversichtlich" bezüglich ihrer Fähigkeit Ransomware-Attacken zu stoppen.

>> Ransomware-Attacken bei deutschen Organisationen haben relativ hohe Auswirkungen: Fast zwei Drittel der erfolgreichen Ransomware-Attacken sind in der Lage 25 Prozent der Endpunkte aller deutschen befragten Unternehmen zu erreichen.

>> Training: Die Studie ergab, dass deutsche Organisationen weitaus häufiger kontinuierliche Ransomware-Trainings für ihre Nutzer anbieten als andere befragte Länder. Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ermöglichen mehr oder weniger kontinuierliche Trainings, während nur sechs Prozent der Unternehmen gar keine Form von Ausbildung organisieren.

"Ransomware hat sich schnell zu einer deutlichen und unmittelbaren Gefahr für Unternehmen entwickelt, unabhängig von Größe, Branche oder geografischer Lage", sagt Marcin Kleczynski, CEO von Malwarebytes. "Es ist schockierend zu sehen, wie viele Unternehmens-Endpunkte von Ransomware attackiert und Betroffene dadurch aus Benutzerdateien und Daten aussperrt werden. Wir freuen uns, Unternehmen jetzt mit Technologien ausstatten zu können, die sie sowohl gegen Schadsoftware als auch Ransomware schützen. Dadurch können wir auch ihr Vertrauen darin stärken, kein Lösegeld bezahlen zu müssen oder sich Sorgen über die lang anhaltenden Auswirkungen eines Angriffs zu machen."
(Malwarebytes: ra)

eingetragen: 18.08.16
Home & Newsletterlauf: 07.09.16


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Meldungen: Studien

  • Zugangsrechte immer noch eine Achillesferse

    58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend. Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

  • Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit

    Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) wollen ihre Investitionen in IT-Sicherheit steigern - mehr als in jeden anderen Bereich. Auch gefragt sind Datenanalyse-Software, in die 55 Prozent der Unternehmen mehr investieren wollen und Online-Shops mit 52 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Im Durchschnitt investieren die Unternehmen 5,5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die digitale Transformation - eine Steigerung um 12 Prozent zum Vorjahr. Allerdings werden wie die Anforderungen an Datenschutz (53 Prozent) und IT-Sicherheit (52 Prozent) von den Unternehmen auch als größte Hürden der Digitalisierung gesehen. Nur ein Prozent sieht hingegen fehlende finanzielle Mittel als Hinderungsgrund. Fehlt das Geld, sind die Probleme hausgemacht: Jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) sieht fehlende Investitionsbereitschaft trotz vorhandener Geldmittel als Hürde. Noch häufiger genannt werden fehlende Vorgaben der Geschäftsführung (31 Prozent) oder langwierige Entscheidungsprozesse (37 Prozent). Der Fachkräftemangel wird zur immer größeren Herausforderung: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht den Mangel an Mitarbeitern mit Digitalkompetenz als Hürde - 2017 waren es erst 25 Prozent.

  • Kundenzufriedenheit erfordert Test-Automatisierung

    Compuware hat die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter 400 IT-Führungskräften, davon 75 aus Deutschland, bekannt gegeben. Demnach sind manuelle Testverfahren nach wie vor weit verbreitet. Sie stellen jedoch eine der größten Herausforderungen für große Unternehmen dar, wenn sie digitale Innovationen beschleunigen möchten.Die von Vanson Bourne im Auftrag von Compuware durchgeführte Umfrage untersucht die Prozesse von Unternehmen, um Innovationen auf dem Mainframe so schnell wie in ihren verteilten Umgebungen, die stark vom Mainframe abhängig sind, bereitzustellen. Die Studie untersucht auch die Methoden zur Unterstützung von Tests auf dem Mainframe sowie die Herausforderungen bei der gleichzeitigen Steigerung von Qualität, Geschwindigkeit und Effizienz während des Entwicklungs- und Bereitstellungsprozesses für Anwendungen. Die vollständige Studie mit den weltweiten Ergebnissen können Sie hier herunterladen.

  • Biometrische Daten vermehrt Angriffen ausgesetzt

    37 Prozent der Computer, Server oder Workstations, auf denen biometrische Daten erfasst, verarbeitet und gespeichert und von einer Kaspersky-Lösung geschützt werden, waren im dritten Quartal 2019 mindestens einem Malware-Infektionsversuch ausgesetzt. Dies zeigt der aktuelle Report "Threats for biometric data processing and storage systems" des Kaspersky ICS CERT. Es handelte sich vor allem um generische Malware wie Remote Access Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent). Die Verwendung biometrischer Daten wie Fingerabdrücke, Handgeometrie oder Irisstruktur zur Authentifizierung, als Ergänzung oder Ersatz zu traditionellen Anmeldedaten, nimmt stetig zu. Sie wird unter anderem für den Zugriff auf Regierungs- und Handelsbüros, industrielle Automatisierungssysteme, Unternehmens- und Privat-Laptops sowie Smartphones verwendet - und steht damit vermehrt im Fokus von Cyberkriminellen.Die Experten von Kaspersky ICS CERT haben Cyberbedrohungen untersucht, die im dritten Quartal dieses Jahres von Kaspersky-Produkten auf Computern, die biometrische Daten sammeln, verarbeiten und speichern, untersucht. Das Ergebnis: Auf über einem Drittel der Computer (37 Prozent) schlugen die Kaspersky-Produkte Alarm.

  • Security-Markt setzt 9,2 Milliarden Euro um

    Die globale Sicherheitsindustrie befindet sich in einer stetigen Wachstumsphase. Alleine in Deutschland wurde dieses Jahr nach den Daten von Statista ein Umsatz von etwa 9,2 Milliarden Euro erzielt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Bewusstsein für Sicherheit geschärft werde, und dass Verbraucher hierfür auch immer öfter Geld investieren. Deutschland ist hierbei augenscheinlich einer der wichtigsten Märkte innerhalb Europas. Die Bundesrepublik beheimatet in dieser Sparte rund 6.000 Unternehmen mit insgesamt 180.000 Mitarbeitern. Von 2018 auf 2019 verzeichnet die Branche in Deutschland ein Wachstum von 2,9 Prozent. Etwa 80 Prozent des Gesamtumsatzes fallen hierbei auf private Akteure. Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz der Sicherheits- und Ermittlungsindustrie hierzulande noch auf 5,3 Milliarden Euro. Seither ist der Branchenwert um 73,58 Prozent gewachsen.