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Digitalisierung von Energieunternehmen


Studie: IT-Sicherheit und Prozessoptimierung sind die Top-Digitalisierungsthemen von EVU
Die Frage nach den relevantesten Lösungsansätzen im Rahmen von Utility 4.0 hat eine eindeutige Antwort: die IT-Sicherheit

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Auf dem Weg zu Utility 4.0 haben für viele Energieunternehmen derzeit Prozessoptimierungen noch Vorrang vor der Entwicklung neuer, smarter Geschäftsmodelle. Eine zentrale Herausforderung stellt für sie dabei die IT-Sicherheit dar. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von prego services.

Das Ziel heißt Utility 4.0: Wollen Unternehmen der Energiebranche auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein, müssen sie sich von klassischen Versorgern zu digitalen Energiedienstleistern wandeln. Um herauszufinden, wie die Unternehmen ihre eigene Transformation zu Utility 4.0 derzeit einschätzen, hat der IT- und Businesspartner prego services anlässlich des BDEW-Kongresses 2017 in Berlin eine Online-Trendumfrage durchgeführt. Die 60 Teilnehmer der Befragung stammen zum überwiegenden Teil aus dem Topmanagement von Energie- und Wasserversorgungs-Unternehmen aller Größen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die Energieunternehmen sehen sich selbst besser für die Digitalisierung aufgestellt als ihre Kunden. So glauben 71Prozent der Studienteilnehmer, ihr Unternehmen sei von seiner generellen Struktur her gut auf die Digitalisierung vorbereitet, 60 Prozent geben dieselbe Einschätzung für die IT-Struktur ihres Unternehmens ab. Deutlich weniger optimistisch schätzen die Manager dagegen die Kundenwahrnehmung ein.

Lediglich 47 Prozent der Befragten glauben, dass ihre Kunden ihr Unternehmen gut für die Digitalisierung aufgestellt sehen. Noch weniger, nämlich nur 44 Prozent, sehen ihr Partnernetzwerk gut gerüstet. Diese beiden Einschätzungen deuten darauf hin, dass viele Unternehmen verbesserungswürdige Schnittstellen aufweisen, die einer modernen Vernetzung mit Kunden und Partnern im Wege stehen.

Die Vorteile, die Experten der Digitalisierung von Energieunternehmen gemeinhin zuschreiben, werden von den befragten Managern mit großer Mehrheit bestätigt. So sind 88 Prozent der Meinung, Utility 4.0 böte große Chancen zu Effizienzsteigerungen; ähnlich hoch ist dieser Wert mit 86 Prozent auch bei den Möglichkeiten von Utility 4.0 für neue Geschäftsmodelle. Nur geringfügig niedriger fällt die Zustimmung bei Kundenbindung (79 Prozent), erhöhter Wettbewerbsfähigkeit vorhandener Geschäftsmodelle (78 Prozent) und Neukundengewinnung (76 Prozent) aus.

Bei der Realisierung dieser Vorteile haben Effizienzsteigerungen für die meisten Energieunternehmen derzeit noch Vorrang vor neuen Geschäftsmodellen. Das zeigen die Antworten der Manager auf die Frage nach ihren strategischen Schlüsselprojekten. Am häufigsten wurden hierbei Smart-Meter-Rollout-Projekte genannt, was nicht verwundert, da diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Unmittelbar auf dem zweiten Platz liegen aber Projekte zur Optimierung vorhandener Prozesse. Projekte, die einen Kundenmehrwert schaffen, folgen erst auf Platz drei.

IT-Sicherheit hat oberste Priorität
Die Frage nach den relevantesten Lösungsansätzen im Rahmen von Utility 4.0 hat eine eindeutige Antwort: die IT-Sicherheit. Mit 98 Prozent finden praktisch alle Studienteilnehmer dieses Thema wichtig. Wirklich überraschend ist das nicht, denn immer mehr Komponenten in den Systemen der Energieunternehmen sind webfähig und vergrößern damit die Angriffsflächen auf ihre kritischen Netze. Mit 75 Prozent schätzt ein sehr großer Teil der Befragten auch Managed IT-Services als relevanten Lösungsansatz für die Umsetzung von Utility 4.0 ein.

Diese Zahl ist im Zusammenhang mit der hohen Bedeutung zu sehen, die die Manager den Effizienzsteigerungen beimessen. Offenbar sind sie sich hierbei über das große Potenzial von Managed Services wie Applikations-Hosting und -management, Workplace as a Service, Network Operation Center oder Skilled Service Desk im Klaren.

"Unsere Studie zeigt, dass Prozessoptimierungen und die Implementierung von IT-Security-Strukturen derzeit die Top-Themen bei der Digitalisierung der Energieversorgungsunternehmen sind", sagt Andreas Tzschoppe-Kölling, Geschäftsführer bei prego services. "Das ist nur logisch, denn durch die Digitalisierung ihrer Prozesse können EVU nicht nur kurzfristig dem steigenden Kostendruck begegnen, sondern auch Zeit und Budgets für die nötige Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle freisetzen. Damit einher geht die Kehrseite der Digitalisierung: die wachsenden Angriffsflächen der kritischen Netze, die umfassend vor Cyber-Attacken geschützt werden müssen." (prego services: ra)

eingetragen: 18.12.17
Home & Newsletterlauf: 23.01.18


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