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Risiko von Daten-Phishing-Attacken


E-Government: Angst vor Datenklau ist das größte Hindernis
Abseits der Sicherheitsbedenken äußern die Bundesbürger weitere Hürden, die sie von der Nutzung digitaler Angebote der öffentlichen Verwaltung abhalten würden

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85 Prozent der Deutschen sind prinzipiell bereit, alle Behördengänge über digitale Kanäle zu erledigen. Abstriche bei der Sicherheit darf sich die öffentliche Verwaltung allerdings nicht erlauben. Für jeden zweiten Bundesbürger (48 Prozent) wäre das Risiko von Datenphishing-Attacken eine wesentliche Hürde, Behördengänge online zu erledigen. 38 Prozent äußern generelle Bedenken, persönliche Informationen über das Internet zu übermitteln. Das ergibt die Studie "European Digital Government Barometer 2017" von IPSOS im Auftrag von Sopra Steria.

Politik und öffentliche Verwaltung sind somit gefordert, das Vertrauen in die Onlinekommunikation mit Behörden zu stärken, damit wie mit der digitalen Agenda gewünscht, mehr Bürger die digitalen Verwaltungsdienste wie Einwohnmeldeangelegenheiten, Kfz-Zulassungen und Steuererklärung nutzen. "Die Ergebnisse zeigen: Es ist wichtig, nicht nur die eigenen IT-Systeme und Netze genügend gegen Cyberattacken zu schützen. Nur wenn die gesamte digitale Strecke zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Behörden sicher ist, wird die Masse der Bürger ihre Behördenangelegenheiten ohne ungutes Gefühl online erledigen", sagt Dr. Andreas Simon, Experte für Digital Government.

Denn am Vertrauen in die Informationssicherheit der öffentlichen Verwaltung mangelt es in der Bevölkerung nicht. 70 Prozent der Deutschen sehen ihre personenbezogenen Daten bei den Behörden generell in guten Händen, so die Studie. Viele Bundesbürger fürchten vielmehr, dass ihre Daten auf der Strecke zwischen Computer, Smartphone und Tablet und dem Behördenserver in die Hände Dritter gelangen könnten "Die öffentliche Verwaltung genießt generell ein hohes Ansehen in der Bevölkerung, was den Datenschutz und die Informationssicherheit angeht", sagt Dr. Andreas Simon von Sopra Steria Consulting.

14 Prozent bevorzugen den persönlichen Besuch in der Behörde
Abseits der Sicherheitsbedenken äußern die Bundesbürger weitere Hürden, die sie von der Nutzung digitaler Angebote der öffentlichen Verwaltung abhalten würden. 29 Prozent nennen die Sorge, dass sie online niemand mit Informationen und Hinweisen, beim Ausfüllen von Anträgen unterstützt. 14 Prozent der Bürger in Deutschland bevorzugen generell das persönliche Gespräch mit einem Verwaltungsmitarbeiter gegenüber der Internetkommunikation, elf Prozent würden E-Government meiden, wenn sie das Gefühl hätten, dass Onlinedienste Behördenangelegenheiten verkomplizieren anstatt sie zu vereinfachen.

Für die öffentliche Verwaltung sind die Bedenken der Bürger wertvolle Hinweise, wie sie digitale Angebote künftig gestalten müssen. Abstriche beim Service sind ebenso wenig erlaubt wie in punkto Sicherheit. Wichtig ist eine Onlineberatung für weniger geübte Menschen, die sie durch die virtuellen Behörden lotst und hilft, Anträge zu stellen. Die gute Nachricht: Immerhin jeder vierte Deutsche sieht keinerlei Hürden, digitale Verwaltungsdienste zu nutzen.

Über die Studie:
Sopra Steria veröffentlicht zum dritten Mal in Folge in Zusammenarbeit mit IPSOS eine Umfrage zur digitalen Transformation des öffentlichen Sektors. Die Umfrage wurde von IPSOS im Auftrag von Sopra Steria im Zeitraum 25. September und 4. Oktober 2017 durchgeführt. 4.001 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Norwegen wurden nach Geschlecht, Alter, Beruf, Stadt und Region ausgewählt und online befragt.
(Sopra Steria Consulting: ra)

eingetragen: 10.02.18
Newsletterlauf: 14.03.18

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