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Gegenüber Datenschutzbedrohungen anfällig


Europäische Unternehmen signalisieren wachsende Sicherheitsdefizite aufgrund der digitalen Transformation
Über 84 Prozent setzen Technologien im Zuge der digitalen Transformation ein oder planen es, aber nur wenig mehr als die Hälfte halten die Bereitstellung für sicher oder gar sehr sicher - Beinahe ein Drittel waren allein im letzten Jahr von einer Datenschutzverletzung betroffen

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Laut einer Erhebung von Thales signalisieren europäische Unternehmen wachsende Sicherheitsdefizite - mit fast einem Drittel (29 Prozent) der Befragten, die im letzten Jahr eine Datenschutzverletzung vermelden mussten, und nur weniger als der Hälfte (55 Prozent), die ihre Bereitstellungen hinsichtlich der digitalen Transformation für sicher oder sehr sicher halten. Diese Ergebnisse und weitere Details finden Sie im soeben veröffentlichten2019 Thales Data Threat Report – Europäische Ausgabe auf der Basis von Forschung und Analysen von IDC.

In ganz Europa setzen 84 Prozent der Unternehmen digitale, transformative Technologien ein oder planen dies zu tun. Dazu zählen Cloud-Technologien, Big Data, Technologien im mobilen Zahlungsverkehr, die Nutzung sozialer Medien, Container, Blockchain und das Internet der Dinge (IoT). Vertrauliche Daten sind durch die digitale Transformation einem hohen Risiko ausgesetzt. Im Vereinigten Königreich nutzt beinahe jedes Unternehmen (97 Prozent) diesen Typ von Daten mit Technologien im Rahmen der digitalen Transformation.

Sebastien Cano, Senior Vice President of Cloud Protection and Licensing Activity, Thales, sagte:
"In ganz Europa setzen Unternehmen digitale transformative Technologien ein. Während sie allerdings ihre Geschäftsziele ausweiten, setzensie gleichzeitig vertrauliche Daten einem Risiko aus. Die im Rahmen der Erhebung befragten europäischen Unternehmen räumen der Prävention von Datenschutzverletzungen im Rahmen ihrer Ausgaben für IT-Sicherheit immer noch keine Top-Priorität ein. Sie konzentrieren sich eher auf breiter angelegte bewährte Sicherheitsempfehlungen und Probleme der Marke selbst. Dennoch sind Datenschutz-verletzungen weiterhin auf dem Vormarsch. Das sollte für Unternehmen Anlass genug sein ihre Verschlüsselungsstrategie ernsthaft zu überdenken und so den Prozess der digitalen Transformation abzusichern. Ganz besonders dann, wenn der Weg in die Cloud führt und Firmen gleichzeitig regulatorischen Vorgaben und Compliance-Anforderungen genügen müssen."

Vertrauen in Sicherheit wird durch digitale Transformation herausgefordert
Allerdings ist bei weitem nicht jeder zuversichtlich, was die Sicherheit in solchen Umgebungen anbelangt. In Europa schätzen über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) ihre Implementierungen als sehr oder extrem sicher ein. Die Befragten in UK haben dabei ganz offensichtlich mehr Vertrauen in den bestehenden Sicherheitslevel als der europäische Durchschnitt. Hier bewerten 66 Prozent ihre IT-Umgebungen als sehr oder höchst sicher. Bei den allgemein als besonders sicherheitsaffin geltenden Deutschen liegen die Werte dagegen mit 49 Prozent deutlich darunter.

Die Sicherheit in Multi-Cloud-Umgebungen bleibt eine der größten Herausforderungen
Am häufigsten werden sensible Daten im Rahmen der digitalen Transformation in der Cloud verwendet. Die überwältigende Mehrzahl der europäischen Unternehmen (90 Prozent) nutzt bereits alle Arten von Cloud-Umgebungen oder plant dies noch innerhalb des laufenden Jahres zu tun (Software-as-a-Service (SaaS), Platform-as-a-Service (PaaS)und Infrastructure-as-a-Service (IaaS). Mit dem Einsatz dieser Umgebungen verbinden Unternehmen allerdings auch eine Reihe von Bedenken. Im Wesentlichen sind es drei Befürchtungen, die Unternehmen hinsichtlich ihrer Sicherheitsbelange hegen:

>> 38 Prozent der Befragten fürchten, dass Cloud-Provider nicht ausreichend für den Schutz ihrer Daten sorgen wenn der Provider akquiriert wird oder die Sicherheitsvorkehrungen ausfallen könnten

>> 37 Prozent befürchten mangelnde Transparenz beim Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen

>> 36 Prozent fürchten Schwachstellen in einer gemeinsam genutzten Infrastruktur und Datenschutzvorfälle beim Cloud-Provider beziehungsweise Angriffe, die sich gegen den Provider richten

Unternehmen arbeiten hart daran, die Auswirkungen dieser Bedenken wenigstens zu mildern. Über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) betrachtet die Verschlüsselung der Daten plus einer lokalen Verwaltung der Schlüssel entweder im Unternehmen selbst oder beim Service Provider sowie detaillierte Informationen zu Architektur und IT-Sicherheit, zur physischen Sicherheit sowie zu den SLAs im Falle einer Datenschutzverletzung als die wichtigsten Tools um Sicherheitsrisiken in der Cloud zu adressieren.

Compliance hat nicht unbedingt Priorität
Trotz über 100 neuer Datenschutzverordnungen, einschließlich der DSGVO/GDPR, die praktisch jedes Unternehmen in Europa betreffen (91 Prozent) wird Compliance bei den Sicherheitsinvestitionen nicht unbedingt Priorität eingeräumt. Lediglich im Vereinigten Königreich zählt sie zu den wichtigsten Treibern. Das sehen 40 Prozent der Befragten so. Interessant ist, dass 20 Prozent der Unternehmen in UK im letzten Jahr aufgrund von Datenschutzmängeln bei Compliance-Audits durchgefallen sind. Wenn es darum geht Datenschutzvorgaben zu entsprechen, verlassen sich die Befragten primär auf zwei Methoden um strikten Regularien zu genügen: die Verschlüsselung von persönlichen Daten (47 Prozent) und die Tokenisierung von persönlichen Daten (23 Prozent).

Frank Dickson, Program Vice President for Security Products Research, IDC, erklärte:
"Wir beobachten inzwischen eine bedeutsame Verschiebung hin zu Technologien im Sinne der digitalen Transformation. Die damit einhergehenden Fragen zur Sicherheit von Daten in diesen Umgebungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Datenschutzregularien waren in den letzten 18 Monaten ganz weit oben auf der Agenda, mit so vielen unter ihnen, die jüngst in Kraft getreten sind. Unternehmen sehen sich vor der Frage, Kosten für das Gewährleisten von Compliance gegen das Risiko eines potenziellen Datenschutzvorfalls und den nachfolgenden Strafen abzuwägen."

Angriffszahlen auf gleich bleibend hohem Niveau
Eines der erschreckendsten Ergebnisse des Berichtes: beinahe zwei Drittel (61 Prozent) aller befragten europäischen Unternehmen sind bereits Opfer einer Datenschutzverletzung geworden. Das Vereinigte Königreich kommt dabei mit etwas mehr als der Hälfte der Unternehmen (54 Prozent) etwas besser weg als der Rest in Europa. Allerdings sahen sich 29 Prozent der europäischen Unternehmen allein im letzten Jahr einer Datenschutzverletzung ausgesetzt. Eine weitere erschreckende Zahl: eines von 10 Unternehmen hat sowohl im letzten Jahr als auch zu einem weiteren Zeitpunkt mit einer Datenschutzverletzung zu kämpfen gehabt. (Thales: ra)

eingetragen: 01.06.19
Newsletterlauf: 01.07.19

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