- Anzeigen -


Sie sind hier: Home » Markt » Studien

Millionen exponierter Cyber-Assets


Cyberkriminelle können über Suchmaschinen wie Shodan öffentlich einsehbare Informationen über vernetzte Systeme zunutze machen, um Angriffe zu planen
Studie: Deutsche Städte sind besonders stark vernetzt und damit potentiell angreifbar

- Anzeigen -





Trend Micro hat eine Studie zu vernetzten Geräten in Deutschland veröffentlicht. Da deutsche Städte eine vergleichsweise hohe Internet-Vernetzung aufweisen, ist die Anzahl öffentlich einsehbarer und damit potentiell gefährdeter Geräte und Services dementsprechend groß. Vernetzte Geräte sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden und bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Eines der Grundprinzipien des Internets der Dinge (IoT) lautet dabei: "always online". Damit solche Geräte nutzbar sind, müssen sie von überall aus für verschiedene Anwender zugänglich sein. Genau dieser Umstand macht sie jedoch auch zu einem potentiellen Sicherheitsrisiko.

Im Whitepaper "German Cities Exposed" dokumentieren die Sicherheitsforscher von Trend Micro daher die Anzahl von exponierten Cyber-Assets in den zehn größten Städten Deutschlands. Exponierte Cyber-Assets sind Geräte und Systeme mit Internetverbindung, die über Netzwerk-Verzeichnisse oder Suchmaschinen wie Shodan gefunden werden können und die durch das öffentliche Netz zugänglich sind. Dazu zählen Wireless Access Points, Webcams, Router, Speichermedien und andere Geräte und Systeme mit Internetanschluss, aber auch Webservices und Protokolle.

Aus der Studie geht hervor, dass deutsche Städte wesentlich stärker vernetzt sind als Städte vergleichbarer Größe im Rest Europas. Alleine in Berlin fanden die Forscher über 2,8 Millionen exponierte Cyber-Assets, in Frankfurt annähernd 2 Millionen. In Berlin wurden dabei beispielsweise über 2.000 exponierte Webcams und über 51.000 Router gefunden.

Der Preis der Verfügbarkeit
Cyberkriminelle können sich über Suchmaschinen wie Shodan öffentlich einsehbare Informationen über vernetzte Systeme zunutze machen, um Angriffe zu planen. Zum Beispiel können verfügbare Informationen über die Software eines Gerätes Auskunft darüber geben, ob sie bekannte Schwachstellen aufweist. Diese können wiederum genutzt werden, um Zugang zu Geräten zu erlangen und sensible Daten zu erbeuten oder Ransomware zu platzieren.

"Exponierte Cyber-Assets setzen Unternehmen vermeidbaren Risiken aus. Das Wissen um offene Ports, Geräte oder Server erleichtert es Angreifern, Sicherheitsmängel zu finden, mit denen Unternehmensnetzwerke infiltriert werden können", sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. "Wir empfehlen, dass IT-Sicherheitsbeauftragte davon ausgehen sollten, dass ihre Systeme kompromittiert sind. Sie sollten eine eingehende Überprüfung aller offenen und einsehbaren Assets vornehmen, um anschließend geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung zu treffen."

Im Whitepaper geben die Sicherheitsforscher von Trend Micro deshalb wichtige Tipps zum Schutz exponierter Cyber-Assets. Besonders für Unternehmen ist der Schutz personenbezogener Daten vor unbefugten Zugriffen durch die Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) derzeit ein Dauerthema. Sicherheitslücken können nicht nur Datendiebstahl, sondern auch schwerwiegende Angriffe auf die Infrastruktur von Unternehmen zur Folge haben.

Auch Heimanwender sollten sich über den Schutz ihrer vernetzten Geräte Gedanken machen. Das Whitepaper beschreibt daher einige einfache Schritte mit denen die Sicherheit vor exponierten Cyber-Assets deutlich erhöht werden kann. Dabei werden diverse Best Practices aufgeführt, die für Anwender leicht umzusetzen sind. (Trend Micro: ra)

eingetragen: 08.01.18
Home & Newsletterlauf: 09.02.18


Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser IT SecCity-Newsletter
Ihr IT SecCity-Newsletter hier >>>>>>

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

  • 10 Prozent der Nachfrage im Security Servicesmarkt

    Die weltweiten Ausgaben für Informationssicherheits-Produkte und -Services werden vom Research- und Beratungsunternehmen Gartner für 2018 auf rund 114 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dies entspricht einem Anstieg von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2019 prognostiziert Gartner ein Wachstum von 8,7 Prozent. Dies entspricht Ausgaben von rund 124 Milliarden US-Dollar.

  • Cyberkriminelle setzen auf hochvolumige Angriffe

    Fast 90 Prozent der IT-Dienstleister haben Angst vor Distributed-Denial-of-Service (DDoS-)Attacken und versuchen, ihre Systeme dagegen zu wappnen. Tatsächlich sahen sich im letzten Jahr 87 Prozent aller Service Provider DDoS-Attacken ausgesetzt.Die Sorge vor Angriffen scheint also berechtigt. Dies sind Ergebnisse des 13. weltweiten Sicherheitsbericht WISR (Annual Worldwide Infrastructure Security Report) von Netscout Arbor, Sicherheitsspezialistin für DDoS-Abwehrlösungen.

  • Stiefkind: Security & industrielle Kontrollsysteme

    In Zeiten der Digitalisierung stehen Betreiber industrieller Kontrollsysteme (ICS, Industrial Control System) zunehmend vor der Herausforderung, ihre Systeme und Anlagen vor Cyberangriffen zu schützen. Laut der Kaspersky-Studie "State of Industrial Cybersecurity 2018" sehen die befragten Industrieorganisationen branchenübergreifend Personalmangel, fehlende Investitionen durch das Management sowie der Faktor Mensch als die drei größten Hindernisse für eine ultimative Netzwerksicherheit. Da laut Kaspersky-Daten nahezu 40 Prozent der industriellen Kontrollsysteme im Halbjahresturnus angegriffen werden, können Cybersicherheitslücken in kritischen Infrastruktursystemen die Risiken für Unternehmen erheblich erhöhen.

  • Schwachstellen im Internet der Dinge

    Avast gab die Ergebnisse einer aktuellen Forschungsstudie bekannt. Daraus geht hervor, dass 35,5 Prozent der Smart-Home-Netzwerke weltweit ein oder mehrere Geräte enthalten, die anfällig für Cyberattacken sind und damit das gesamte Heimnetzwerk in Gefahr bringen. Hauptursache dafür sind nicht behobene Schwachstellen in der veralteten Firmware. In Deutschland sind 15,5 Prozent der Smart Homes wegen einem verletzlichen Gerät gefährdet sowie 18,8 Prozent in den USA und 14,9 Prozent in Großbritannien. Für die Studie hat Avast mehr als 147 Millionen Smart-Home-Netzwerk-Scans auf Sicherheitsrisiken überprüft.

  • Cyber-Resilienz-Strategien für E-Mails

    Mimecast, Anbieterin für E-Mail-Sicherheit und Experte für Cyber-Resilience, veröffentlichte ihren aktuellen ESRA-Report (Email Security Risk Assessment). ESRA ist ein vierteljährlich erscheinender Gesamtbericht über Tests, die die Wirksamkeit gängiger E-Mail-Sicherheitssysteme messen. Mithilfe des Mimecast-ESRA-Reports können die teilnehmenden Unternehmen besser beurteilen, wie viele und welche E-Mail-basierten Bedrohungen ihre vorhandenen Abwehrsysteme überwinden. Im Rahmen der kumulativen Bewertungen hat Mimecast mehr als 142 Millionen E-Mails geprüft, die die bestehenden E-Mail-Sicherheitslösungen in Unternehmen durchliefen. Wie die neuesten Ergebnisse zeigen, sind von diesen Sicherheitssystemen 203.000 bösartige Links in 10.072.682 E-Mails als sicher eingestuft. Das heißt: auf 50 geprüfte E-Mails kommt ein bösartiger Link, der nicht gestoppt wird.