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Security by Design als Lösungsansatz


Marktuntersuchung: Mehr als zwei Drittel der deutschen Unternehmen ordnen IT-Sicherheit der Produkt-Performance unter
Um Prozess- und Produktinnovation sowie Time-to-Market einerseits mit IT-Sicherheit andererseits unter einen Hut zu bringen, sei Security by Design ein geeigneter Ansatz – so der Crisp-Report

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Im Zweifelsfall ist mehr als zwei Dritteln der deutschen Unternehmen Produkt-Performance und Benutzerfreundlichkeit wichtiger als IT-Sicherheit. Eine aktuelle Marktuntersuchung von Crisp Research fördert außerdem zu Tage, dass sich Security by Design als Ansatz anbietet, der Time-to-Market sowie Produkt- und Prozessinnovation mit IT-Sicherheit verbindet. Für den von der TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) beauftragten Report "Security by Design – Die Rolle von IT-Sicherheitsstrategien in der Digitalisierung" befragte Crisp Research im August und September 2017 insgesamt 107 Entscheider aus dem IT-Sicherheitsumfeld sowie Produktionsleiter in Deutschland. Dabei gaben 67,3 Prozent an, dass sie immer oder häufig die IT-Sicherheit der Produkt-Performance unterordnen, wenn beide Prinzipien in Konflikt miteinander geraten.

Einheitliche Sicherheitsstandards fehlen
Zugleich gaben fast zwei Drittel der Befragten an, dass sie ihre IT-Sicherheitsstrategien noch schärfen sowie einheitliche Standards und Anforderungen für alle Bereiche definieren müssen. Diese Aufgabe stellt sich laut der Untersuchung vor dem Hintergrund der aktuellen Digitalisierung immer dringlicher. So gehört der steigende Digitalisierungsgrad in den Augen von 33,6 Prozent der befragten Unternehmen zu den drei größten Risikofaktoren und Gefahren für die IT- und Produktionssicherheit. Nur die eigenen Mitarbeiter (39,3 Prozent) und Industriespionage (38,3 Prozent) werden noch häufiger als Top-Sicherheitsrisiken eingestuft. Vor allem schaffe die Digitalisierung immer neue Einfallstore für potenzielle Angreifer sowie Sicherheitslecks. Mit dieser Herausforderung sehen sich 37,4 Prozent der Befragten konfrontiert.

42 Prozent trennen Produktions- und Office-IT
In Deutschland mit seiner starken Industrie kommt der IT-Sicherheit des "Internet of Things" (IoT) eine besonders große Rolle zu. Als Grundregel gilt, dass die Produktions-IT von der Office-IT entkoppelt und nur notwendige sichere Schnittstellen zugelassen sind. Gut ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) der Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern praktiziert dies heute bereits. Eine organisatorische Trennung nehmen 42 Prozent der befragten Unternehmen vor. Doch betreiben gleichzeitig immer noch 24 Prozent eine einheitliche IT für Produktion und Office, wo sie nur punktuell Sperren und andere Sicherheitsmaßnahmen an den Übergängen definiert haben.

Security by Design als Lösungsansatz
Um Prozess- und Produktinnovation sowie Time-to-Market einerseits mit IT-Sicherheit andererseits unter einen Hut zu bringen, sei Security by Design ein geeigneter Ansatz – so der Crisp-Report. Der Ansatz zeichne sich dadurch aus, das Thema IT-Sicherheit schon von Anfang an bei Planung und Entwicklung zu berücksichtigen, anstatt erst auf der Werkzeug- und Prozessebene. So sei Security by Design vor allem in der Banken- und Finanzbranche (43 Prozent) und ganz besonders bei den sicherheitskritischen Versorgern (67 Prozent) bereits angekommen.

Vor dem Hintergrund von Security by Design setzt etwa ein Viertel der befragten Unternehmen (26 Prozent) auf die Etablierung und Zertifizierung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) als standardisiertes Vorgehensmodell. Ebenso viele Unternehmen greifen auf die Beratung und andere Leistungen eines Managed Security Providers zurück. Darüber hinaus haben sich 22 Prozent der Unternehmen für die praktische Umsetzung eines Security Operation Centers (SOC) entschieden.

"Security by Design ist sicher kein Allheilmittel in Sachen IT-Sicherheit", kommentiert TÜViT-Geschäftsführer Dirk Kretzschmar die Ergebnisse des Crisp-Reports. "Die Transformation bestehender Unternehmensprozesse und IT-Architekturen ist ebenso wichtig. Doch stellt Security by Design auf jeden Fall ein ganzheitliches Konzept dar, mit dem sich die vielen Bestandteile erfolgreicher IT-Sicherheitsstrategien zusammenbringen lassen. So wie durch Privacy by Design beim Datenschutz lässt sich damit der notwendige Kulturwandel und das Change Management der Prozesse wirksam unterstützen." (TÜV Informationstechnik GmbH – TÜViT: ra)

eingetragen: 16.10.17
Home & Newsletterlauf: 17.11.17


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Meldungen: Studien

  • Sicherheitsthematiken hemmen IT-Innovationen

    CIOs weltweit wollen auch bei den Digitalisierungsvorhaben ihrer Unternehmen eine strategischere Rolle einnehmen und wünschen sich mehr Freiheit vom operativen IT-Tagesgeschäft. Bislang wurden sie vom digitalen Wandel eher mitgerissen als ihn selber aktiv zu gestalten - gebremst u.a. von dem hohen Arbeitsvolumen zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs und den wachsenden Sicherheitsanforderungen. Zum fünften Mal in Folge befragte Logicalis CIOs (dieses Jahr 890 in 23 Ländern) dazu, wie sie die Umsetzung der digitalen Transformation in ihren Unternehmen bewerten, auf welche Hindernisse sie stoßen und wie sie diese angehen. Was den Fortschritt des digitalen Wandels angeht, sehen sich in der diesjährigen Studie 5 Prozent als "digitale Innovatoren" und 20 Prozent als "Early Adopters"; im Vorjahr waren es noch je 7 bzw. 22 Prozent. Dahingegen steigt die Anzahl derjenigen, die dem Reifegrad ihrer Organisation einen mittleren Wert zuordnen, von 45 auf 48 Prozent. Deutsche IT-Leiter schreiben ihren Unternehmen dieses Jahr häufiger einen mittleren Digitalisierungsgrad zu als im Vorjahr. Der Fortschritt hält sich aber insgesamt in Grenzen, möglicherweise, weil die IT-Verantwortlichen das volle Ausmaß der mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen inzwischen klarer sehen.

  • Wichtig ist, dass der Router geschützt ist

    Avast hat die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit von Webcams in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Demnach fürchten sich 60 Prozent der deutschen Befragten und 52 Prozent der Schweizer vor Webcam-Hacks und Spionage. Im Internet sowie im Darknet gibt es Tools, um die Webcam eines Computers zu hacken - und das teilweise kostenlos. Obwohl an vielen PCs eine Kontrollleuchte neben der Webcam die Aktivierung anzeigt, können spezielle Tools dies umgehen und ermöglichen dadurch einen unbemerkten Zugriff auf die Webcam. Die Studie von Avast, die im Oktober 2017 durchgeführt wurde, zeigt, dass 60 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten, dass Cyberkriminelle ihre Webcam hacken und sie ausspionieren könnten. Mehr als die Hälfte aller deutschen Befragten (54 Prozent) hat sogar schonmal ihre Webcam abgeklebt. 28 Prozent der Befragten sind sich nicht darüber im Klaren, dass Cyberkriminelle ihre Webcam aktivieren können, ohne dass die Kontrollleuchte neben der Webcam dies anzeigt.

  • Workshops und Schulungen unverzichtbar

    Die größte Gefahr für die IT-Sicherheit eines Unternehmens geht - bezogen auf den Faktor Mensch - von den eigenen Mitarbeitern aus, dicht gefolgt von Drittparteien. Diese Einschätzung teilt die Mehrheit der Befragten des aktuellen "Risk:Value-Reports 2017" von NTT Security, Teil der NTT Group und Spezialistin für Informationssicherheit und Risikomanagement. Der jährlich vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellte Risk:Value-Report zeigt, in welchen Bereichen und bei welchen Personen die größten IT-Sicherheitsgefahren drohen. Auf die Frage "Welche Person beziehungsweise Personengruppe steht für Sie bei den Sicherheitsschwachstellen an erster Stelle?" nennen 23 Prozent der Teilnehmer die "Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung". Den zweiten Platz belegen Drittparteien mit 19 Prozent; hierzu zählt Vanson Bourne Subunternehmen, externe Dienstleister und Lieferanten. Position drei nimmt der CEO ein; ihn stufen 12 Prozent als schwächstes Glied in der IT-Sicherheit ein. Als weitere Sicherheitsschwachstellen nennen 11 Prozent der Befragten das Management, 10 Prozent die Kunden, 7 Prozent die Administratoren, 7 Prozent die Aufsichtsräte und 6 Prozent die C-Level-Führungskräfte ohne CEO.

  • Mangel an qualifizierten IT-Professionals

    Centrify macht auf weitere Ergebnisse der vom Ponemon Institute im Auftrag von Centrify durchgeführten Studie "Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens" aufmerksam. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

  • Lokale Administrationsrechte beenden

    BeyondTrust hat ihre Privileged Access Management-Studie vorgestellt. Darin werden die "Fünf Todsünden für das Privileged Access Management" und ihre Folgen für den Schutz von sensiblen Informationen beschrieben. Sicherheitsexperten empfehlen schon viele Jahre lang Best Practices für die Verwaltung von privilegierten Zugriffsrechten (Privileged Access Management, PAM), um Probleme im Zusammenhang mit dem Missbrauch von privilegierten Konten zu bekämpfen. Dennoch fällt der IT die Verwaltung der Zugriffsrechte für privilegierte Konten nach wie vor nicht immer leicht. Um den Grund dafür zu verstehen, hat BeyondTrust kürzlich knapp 500 IT-Mitarbeiter weltweit befragt, die im PAM-Bereich arbeiten. Da zahlreiche Angriffe auf dem Missbrauch von privilegierten Konten beruhen, ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer die folgenden drei Sicherheitsmaßnahmen von ziemlich bis äußerst wichtig eingestuft haben.