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Datenschutzbedenken & private Drohnennutzung


Sicherheit: Mehr als 50 Prozent der Deutschen sind dafür, dass Drohnen nicht von privaten Eigentümern genutzt werden dürfen
Grund dafür sind Datenschutzbedenken und die mögliche Gefahr für Flugzeuge und ihre Passagiere

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56 Prozent der deutschen Befragten im Unisys Securiy Index (USI) 2019 sind der Meinung, dass Drohnen nicht von privaten Lenkern genutzt werden sollten. Vor allem nicht in der Nähe von Flughäfen, da Sicherheitsrisiken für Flugzeuge und Passagiere zu befürchten seien – und Zwischenfälle wie der am Frankfurter Flughafen im Mai verstärken dieses Gefühl offenbar. Für Unbehagen sorgen außerdem Datenschutzbedenken bei privater Drohnennutzung – sprich: die Angst, heimlich fotografiert, gefilmt oder ausspioniert zu werden.

Unisys befragte auch 2019 mehr als 13.000 Verbraucher in 13 Ländern, mehr als 1.000 davon in Deutschland. Der weltweit tätige IT-Dienstleister erstellt so regelmäßig ein aktuelles Stimmungsbild über Ängste und Befürchtungen auf der ganzen Welt – dargestellt auf einer Skala von 0 bis 300. Basis der Untersuchung sind Fragen aus den Bereichen der nationalen Sicherheit (Deutscher USI-Wert in diesem Einzel-Aspekt: 129), der finanziellen Sicherheit (109 Zähler), der Internet-Sicherheit (135 Zähler) sowie der persönlichen Sicherheit (121 USI-Punkte).

Zusätzlich zu diesen Kernkategorien wurde die Bevölkerung in diesem Jahr noch zu möglichen Sicherheitsbedenken bei Großveranstaltungen und an öffentlichen Plätzen befragt.

Im internationalen Vergleich sind die Deutschen entspannt
Laut dem diesjährigen Unisys Security Index machen sich die Deutschen insgesamt nicht allzu viele Sorgen – entgegen dem hartnäckigen Vorurteil einer typischen "German Angst”. Im dritten Jahr in Folge sind die Sicherheitsbedenken in Deutschland weiter gesunken: und nun auf einem Rekordtief von 123 Punkten auf der 300-Punkte-Skala angelangt. 2013 lag der deutsche Indexwert noch bei 153. Unter den 13 befragten Ländern gehört Deutschland damit zu den entspanntesten Nationen. Nur die Niederländer sind derzeit noch sorgloser: mit einem USI-Wert von 115 im Jahr 2019. Auf den Philippinen machen sich die Menschen die meisten Sorgen: Hier liegt der USI 2019 bei 234 von 300 USI-Zählern – einem rund 90Prozent höheren Wert als in Deutschland. Der globale Durchschnittswert liegt bei 175 Zählern.

Auffällige regionale Besonderheiten
Der Norden Deutschlands scheint insgesamt etwas entspannter als der Osten, wo die Bedenken – gerade im Bereich der persönlichen Sicherheit – am höchsten sind. Niedersachsen verzeichnet insgesamt den niedrigsten deutschen Wert an Sicherheitsbedenken insgesamt (USI: 109) sowie die wenigsten Bedenken mit Blick auf die persönliche Sicherheit (USI: 98). Menschen in Mecklenburg-Vorpommern geben recht geringe Sorgen bezüglich der nationalen Sicherheit an (USI: 104); in Sachsen-Anhalt dagegen zeigen sich deutliche Sorgen bezüglich der persönlichen Sicherheit (USI: 149).

Junge Leute in Deutschland sind besorgter als ältere Generationen: Menschen zwischen 25 und 34 Jahren berichten im USI 2019 von deutlich größeren Sorgen (138 Zähler) als Menschen im Alter von 45 bis 54 Jahren (USI: 113).

Sicherheitsbedenken an öffentlichen Plätzen
Bei großen Veranstaltungen und im öffentlichen Raum fühlen sich 52 Prozent der Deutschen offenbar recht sicher und haben noch nie ihre Teilnahme-Pläne an großen Events wie Weltmeisterschaften oder Festivals aufgrund von Sicherheits-Sorgen geändert. 25 Prozent der Befragten überlegen aufgrund von Sicherheitsbedenken jedoch lieber zweimal, ob sie an Großveranstaltungen teilnehmen wollen. Szenarien, die unter den Besorgten am meisten gefürchtet werden, sind Kriminelle, die Teilnehmer während einer Veranstaltung angreifen könnten (39 Prozent) – oder aber sie in der Nähe eines Veranstaltungsorts schädigen könnten (37 Prozent). 36 Prozent befürchten, dass persönliche Daten – etwa bei der Nutzung von öffentlichem WLAN auf Veranstaltungen – kompromittiert werden könnten.

Deutschland ist beim autonomen Fahren ambivalent
In Sachen autonomes Fahren zeigen sich 45 Prozent der befragten Deutschen vorsichtig. 30 Prozent vertrauen autonomen Fahrzeugen gar nicht und würden sich nicht auf diese verlassen. Zusätzlich finden nur 16 Prozent, dass autonomes Fahren überhaupt ein gutes Konzept ist und den Alltag vereinfachen wird. Egal ist das Thema aber den Wenigsten: Nur 8 Prozent der befragten Personen in Deutschland haben keine Meinung dazu.

Wenig Vertrauen in Smart-City-Konzepte und -Technologien
Fast drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sind ernsthaft über Smart Cities und die entsprechenden Technologien besorgt. 23Prozent finden Smart Cities alles in Allem unsicher, viele haben Bedenken über die Energieversorgung angesichts der Vernetzung von immer mehr Geräten (19Prozent). Auch wird befürchtet, dass steigendes Online-Management in Smart Cities dazu führen könnte, dass persönliche Daten in falsche Hände geraten (15 Prozent).

Positiver sehen die Deutschen die Nutzung von Videoüberwachung: 51 Prozent sind mit der Nutzung von Videoüberwachung durch die Polizei insgesamt einverstanden, 39 Prozent geben an, dass dadurch Kriminelle abgeschreckt würden und das tägliche Leben sicherer würde.

"Der Unisys Security Index zeigt, dass die Deutschen relativ wenige Bedenken haben – das zeugt von einem hohen Sicherheitsgefühl. Gewisse Skepsis gibt es jedoch bei der Nutzung von neuen Technologien im öffentlichen Raum”, so Dr. Uwe Heckert, Deutschland-Chef von Unisys. "Viele Menschen in Deutschland fühlen sich nicht wirklich wohl mit der voranschreitenden Entwicklung bei autonomen Fahrzeugen, beim Internet of Things oder dem privaten Einsatz von Drohnen. Das zeigt die Notwendigkeit, technologische Innovationen so umzusetzen, dass Vertrauen und Nutzen für alle entstehen. Nur so können Unternehmen, Organisationen und staatliche Institutionen die Herausforderungen einer immer digitaleren Welt angehen.”

Über den Unisys Security Index
Unisys führt seit 2007 den Unisys Security Index durch – die am längsten dauerhaft durchgeführte Momentaufnahme globaler Sicherheitsbedenken von Verbrauchern. Der Index ist ein berechneter Score aus 300 Punkten, der die sich im Laufe der Zeit ändernden Einstellungen der Verbraucher in acht Sicherheitsbereichen in vier Kategorien umfasst: nationale Sicherheit und Katastrophen/Epidemien in der Kategorie nationale Sicherheit; Bankkartenbetrug und finanzielle Verpflichtungen in der Kategorie finanzielle Sicherheit; Viren/Hacker und Online-Transaktionen in der Kategorie Internet-Sicherheit; Identitätsdiebstahl und persönliche Sicherheit in der Kategorie persönliche Sicherheit. Der Unisys Security Index 2019 basiert auf Online-Umfragen, die vom 27. Februar bis 22. März 2019 unter national repräsentativen Stichproben von mindestens 1.000 Erwachsenen in jedem der folgenden Länder durchgeführt wurden: Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Deutschland, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Philippinen, Großbritannien und die USA. Die Fehlerquote auf Länderebene beträgt +/-3,1Prozent bei 95Prozent Konfidenzniveau und +/-0,9Prozent auf globaler Ebene.
(Unisys: ra)

eingetragen: 10.07.19
Newsletterlauf: 08.08.19

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Meldungen: Studien

  • Verschlüsselungstrends in Deutschland

    nCipher Security, ein Unternehmen der Entrust Datacard und Anbieter von Lösungen zur Kontrolle geschäftskritischer Informationen und Anwendungen, stellte die Ergebnisse ihrer in Auftrag gegebene internationalen Studie "Global Encryption Trends Study 2019" vor. Das zentrale Ergebnis: Noch nie waren Anwendungen und sensible Informationen durch kryptografische Methoden so sicher geschützt wie heute. Das hohe Schutzniveau gelte auch dann, wenn Unternehmen Cloud-Technologien sowie das Internet der Dinge (IoT), die Blockchain und digitale Zahlungsmethoden nutzen, so die Studie. Da sich Datenschutzpannen in Unternehmen häufen, werden umfassende Strategien zur Verschlüsselung immer wichtiger. Laut der Studie verfügen im Jahr 2019 45 Prozent der Befragten über einen detaillierten Verschlüsselungsplan, der im gesamten Unternehmen einheitlich angewendet wird. Weitere 42 Prozent nutzen diesbezüglich Pläne oder Strategien, die auf bestimmte Anwendungen und Datentypen begrenzt sind.

  • Streng kontrollierter Zugriff

    Pulse Secure, Anbieterin von Softwarelösungen für die Zugriffskontrolle, untersucht in ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht "2019 State of Enterprise Secure Access" Cyberbedrohungen, Lücken in Sicherheitsstrategien und Sicherheitsinvestitionen - Herausforderungen, mit denen sich alle Unternehmen bei der Einführung eines Hybrid-IT-Modells befassen müssen. Bei der Umfrage unter Großunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und den USA zeigte sich, dass der Zero-Trust-Ansatz aufgrund zunehmend gravierender Cyberangriffe immer beliebter wird. Der streng kontrollierte Zugriff auf Multicloud-Ressourcen, Anwendungen und sensible Daten soll für ununterbrochene Produktivität sorgen und das Geschäftsrisiko senken.

  • Bedrohungslage durch Hacker ernst

    Eine aktuelle Studie von NTT Security zeigt, dass europäische Unternehmen deutlichen Nachholbedarf beim Schutz vor Cyberbedrohungen haben: Mit einem Reifegrad der IT-Sicherheit* von 1,42 von fünf Punkten lagen sie 2018 unter dem generell niedrigen Wert von 1,45 im globalen Durchschnitt. Die Unterschiede besonders zwischen den Branchen sind groß, Vorreiter ist der Technologiesektor, während die Finanzindustrie hinterherhinkt. Safety first? Obwohl weltweit die Bedrohungslage durch Hacker immer weiter zunimmt, ist ein Großteil der Unternehmen in Europa nicht in der Lage, Systeme und Daten effektiv zu schützen. So schnitten europäische Firmen auf der Reifeskala IT-Sicherheit des aktuellen Global Threat Intelligence Report von NTT Security nur unterdurchschnittlich ab - und liegen deutlich hinter der Spitzenregion Naher Osten-Afrika, die im Durchschnitt einen Wert 1,77 erreichten.

  • Zentrale Komponente: Privileged Access Security

    Laut einer neuen Umfrage von CyberArk glauben 63 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass Angreifer ihre Netzwerke problemlos infiltrieren können. Ein Grund dafür ist vielfach das Fehlen einer durchgängigen Privileged-Access-Security-Strategie. Der aktuelle "CyberArk Global Advanced Threat Landscape 2019 Report" hat ergeben, dass weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine Privileged-Access-Security-Strategie im Umfeld von DevOps, Internet of Things (IoT), Robotic Process Automation (RPA) oder Cloud verfolgt, erst recht keine durchgängige über alle Bereiche. Gelangen Angreifer in den Besitz der in diesen Bereichen genutzten privilegierten Zugangsdaten können sie sich problemlos im Netzwerk seitwärts bewegen und ihre Ziele unerkannt verfolgen.

  • Umfrage: Security-as-a-Service boomt

    Bis zum Jahr 2021 werden mehr als 70 Prozent der Unternehmen Security-as-a-Service (SECaaS) nutzen und ihre Sicherheitslösungen damit größtenteils aus der Cloud beziehen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Thycotic auf der diesjährigen European Identity Cloud Conference in München. Als Grund für den Umstieg auf Cloud-basierte Sicherheits-Tools nannten die befragten Cybersecurity-Entscheider und Technologie-Experten unter anderem geringere Kosten, größere Flexibilität und die Möglichkeit, fehlende Personalressourcen zu kompensieren. 52 Prozent der befragten Unternehmen nutzen bereits heute Sicherheitstechnologien als Cloud-Service, weiter 12 Prozent planen dies in den nächsten 12 Monaten. Dabei geht es vor allem darum, die Kosten zu senken. SECaaS-Lösungen zeichnen sich in der Regel durch eine flexible Kostenstruktur aus, da hier Ressourcen im Sinne eines Pay-to-Use-Service lediglich gemietet werden.